Fußball | 3. Liga : Zwei entscheidende Last-Minute-Tore
20. Spieltag
Der Hallesche FC und der Chemnitzer FC waren beim Rückrunden-Auftakt schon auf die Zielgerade eingebogen, als das Spiel noch einmal seine entscheidende Wende nahm. Für den HFC zum Guten. In Offenbach gewannen die Hallenser mit 1:0. Als 1:0-Sieger wähnte sich auch der Chemnitzer FC in Babelsberg, doch dann trafen die Gastgeber und aus drei wurde ein Auswärtspunkt. Rot-Weiß Erfurt drehte einen Rückstand gegen Wehen-Wiesbaden erst und erfuhr am Ende dennoch, warum die Gäste die "Remis"-König" der Liga sind.
Was für eine Dramatik: Der Hallesche FC hat in allerletzter Minute mit 1:0 in Offenbach gewonnen. Mast behielt nach einem Solo die Nerven und ließ Torwart Wulnikowski mit einem gefühlvollen Schlenzer keine Chance. Nach dem Absturz in die untere Tabellenregion können Trainer Köhler und sein HFC nach dem nicht unbedingt eingeplanten Auswärtsdreier wieder ruhiger schlafen.
Der Sieg hatte sich nicht angedeutet. Halle legte den Fokus auf die Defensive, stand phasenweise mit elf Mann in der eigenen Hälfte und verteidigte stark. Nur beim Lattenkopfball von Husterer wurde es gefährlich (23.). Offenbach blieb mit dieser einen Ausnahme allerdings auch extrem harmlos. So änderte sich am schwachen Niveau auch nach der Pause nichts, doch die Endphase hatte es in sich: Erst rettete HFC-Torwart Horvat zwei Mal bärenstark, dann schlug Mast zu. Der junge Linksfuß sorgte damit im Alleingang für den HFC-Sieg.
Chemnitz fehlen nur Sekunden zum Sieg
In Chemnitz schien Stürmer Förster zum "Tages"-Helden zu avisieren. Der quirlige Angreifer hatte den CFC in Babelsberg mit 1:0 in Führung geschossen. Doch in der dritten Minute der Nachspielzeit schlug der SVB eiskalt und auch dank einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters zurück. Statt 1:0 hieß es plötzlich nur 1:1. Der letzte Auswärtssieg für den ambitioniert gestarteten CFC liegt nun schon fünf Spieltage zurück.
Trotz Ungenauigkeiten im Aufbau kamen beide Teams zu Chancen: Für Chemnitz schoss Fink übers Gebälk (5.), beim Angriff durch Babelsbergs Hebib (8.) war Keeper Pentke genauso zur Stelle wie bei einem Kreuels-Freistoß (21.). In der 58. Minute lupfte Förster den Ball über SV-Keeper Löhe ins Tor (58.). Sekunden später hätte er nachlegen können, scheiterte aber. Lange sah es nach dem sicheren Sieg aus, doch Babelsberg kämpfte und hatte Glück. Ein unberechtigter Freistoß führte zum 1:1 in der Nachspielzeit.
Erfurt nur Remis gegen Remis-Könige
Keinen Sieger gab es auch in Erfurt, wo Rot-Weiß ein 2:2 gegen Wehen-Wiesbaden erreichte. Obwohl Erfurt damit seit vier Spielen ungeschlagen ist, bleibt das Team auf einem Abstiegsplatz. Rot-Weiß verschlief die Anfangsphase und lag schnell hinten. Nervös wurde RWE aber nicht, stattdessen sorgte Ströhl mit einem direkt verwandelten Freistoß für das 1:1. Nach dem Wechsel spielten beide Mannschaften Alles oder Nichts. Es ging auf und ab - und durchaus munter zu. Zunächst bekam Erfurt einen Elfmeter zu gesprochen und traf. Doch die Freude über die Führung währte nur kurz. Denn Wehen glich aus - und wie es sich gehört auch vom Elfmeterpunkt.
