Fußball | 3. Liga : Erfurt und Chemnitz können jubeln
23. Spieltag
Freudentänze bei Rot-Weiß Erfurt und Chemnitzer FC: Beide Mannschaften fuhren am Sonnabend jeweils drei Punkte ein und bleiben damit auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen. Im Kampf gegen den Abstieg musste dagegen Jena eine Pause einlegen, denn in Münster war kein Spiel möglich.
Das Warten hat ein Ende: Der FC Rot-Weiß Erfurt hat nach fünf Monaten endlich wieder im heimischen Steigerwaldstadion gewonnen. Die Thüringer setzten sich am Sonnabend gegen den Angstgegner VfB Stuttgart II mit 3:1 durch.
Die Partie hatte trotz Schneefalls pünktlich begonnen. Der Rasen war grün, aber dennoch sehr glitschig und für die beiden Teams schwer zu bespielen. Erfurt kam mit den Bedingungen letztlich am besten zurecht, ging schnell in Führung und legte in der 23. Minute mit dem 2:0 nach. Auch danach zeigte RWE ein ansehnliches Kombinationsspiel und hatte die Partie gegen einfallslos agierende Gäste voll im Griff - bis zur 83. Minute: Da nutzte Stuttgart seine erste gute Chance zum Anschlusstor. Danach begann bei den knapp 4.000 Zuschauern das Zittern, das Reichwein aber mit dem 3:1-K.o.-Schlag schnell beendete. Erfurts Sieg ist der erste nach sechs Pleiten gegen Stuttgart II.
CFC kann auch auswärts jubeln
Deutlich länger zittern musste der Chemnitzer FC um seinen 1:0-Erfolg in Offenbach. Hier sahen die insgesamt rund 6.000 Zuschauer eine flotte Partie, in der Großchancen allerdings selten waren. Der Chemnitzer Siegtreffer war ein Eigentor der Gastgeber, deren Zuschauer sich nicht zu benehmen wussten: Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit musste das Spiel für zehn Minuten unterbrochen werden, weil Feuerzeuge und andere Gegenstände geworfen wurden. Während der unfreiwilligen Pause verloren beide Mannschaften den Spielfaden. Chemnitz fand ihn zuerst wieder, vergab aber beste Chancen, was sich gegen Ende beinahe noch gerächt hätte. Aber das Glück hatte diesmal eine himmelblaue Farbe.
Kein Spiel im Preußenstadion
Die Partie zwischen Preußen Münster und Carl Zeiss Jena fiel am Sonnabend aus. Nachdem eine Platzkommission den Rasen im Preußenstadion in Augenschein genommen hatte, sperrte die Stadt Münster das Feld. In der Folge sagte der Deutsche Fußball-Bund die Begegnung ab. In den vorangegangenen Tagen hatte es in Münster stark geregnet. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Damit verschiebt sich auch das Debüt des neuen Münster-Trainers Pavel Dotchev, der von 2005 bis 2008 Rot-Weiß Erfurt betreut hat.
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