Fußball | 3. Liga : Eigentor beschert Chemnitz den Sieg
23. Spieltag
Der Chemnitzer FC bleibt in der Erfolgsspur: Bei den Kickers Offenbach gewann die Schädlich-Elf mit 1:0 und bleibt damit sechs Spielen unbesiegt.
Husterer lässt Chemnitz jubeln
Bei den heimstarken Kickers aus Offenbach waren die Chemnitzer sofort im Spiel. Das erste Achtungszeichen setzte dabei Garbuschweski. Der 25-Meter-Schussversuch des Flügelflitzers war allerdings kein Problem für OFC-Keeper Wulnikowski. Auch Bankerts Volleyschuss nach einer Ecke fand nicht den Weg ins Tor. In der 22. Minute jubelte der "himmelblaue" Anhang dann doch. Und zwar über das Eigentor von Husterer. Der Abwehrspieler spitzelte eine scharfe Eingabe von Garbuschewski ins eigene Netz. Verärgert vom Gegentreffer spielten die Platzherren zum zielstrebiger, in Gefahr geriet das von Pentke gehütete Chemnitzer Tor aber nie. Was dem durchaus flotten Spiel fehlte waren Großchancen. Die gefälligen Angriffszüge verpufften kurz vorm finalen Abschluss. So auch als Förster, Serien-Torschütze der Vorsaison, auf dem Weg zum Tor war. Noch ehe er abschließen konnte, wurde er von Stadel erfolgreich "eingefangen". Für Förster war in der Halbzeit dann auch Schluss. Trainer Gerd Schädlich wechselte den Gelbverwarnten Angreifer aus und brachte stattdessen Neuzugang Anton Fink.
Dobry verpasst Vorentscheidung
Richtig warm wurde Fink aber nicht. Denn nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff wurden die Spieler wieder in die Kabine geschickt. Fans der Offenbacher konnten sich nicht benehmen. Sie warfen Gegenstände auf den Platz und zwangen Schiedsrichter Christian Fischer (Hemer) zur Pause. Als sich die Hitzköpfe auf der Tribüne beruhigt hatten, ging es weiter. Den Spielfaden hatten beide Teams in der Pause verloren. Chemnitz fand ihn zuerst wieder und hatte durch Dobry zwei sehr gute Gelegenheiten. Der Stürmer scheiterte erst an Wulnikowski und kurz danach an einem Abwehrbein. Die ausgelassenen Chancen hätten sich beinahe gerächt. In der Schlussphase wurde es das ein ums andere Mal brenzlig, doch der Fußballgott war diesmal ein "Himmelblauer".
Trainerstimmen nach dem Spiel
Gerd Schädlich (CFC-Trainer): "Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben aktiv nach vorn gespielt und den Gegner von unserem Tor fern gehalten. Auch das Umkehrspiel war in Ordnung und hat uns auch das 1:0 beschert. Leider haben wir in der zweiten Halbzeit verpasst, ein weiteres Tor zu erzielen. So mussten wir bis in die Nachspielzeit ein wenig zittern."
Arie van Lent (OFC-Trainer): "Wir haben verdient verloren. Chemnitz hat in den ersten 30 Minuten gut agiert, wir haben uns schwer getan. Uns ist nicht viel eingefallen. Es hat an vielen Ecken und Kanten gefehlt."
