Fußball | 3. Liga : Neuzugang Fink lässt CFC jubeln
24. Spieltag
Die derzeitige sibirische Kälte hat mal wieder ihren Tribut gefordert: Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena wurden am Sonnabend in ihrem Tatendrang ausgebremst. Die Partien der Thüringer sollen am Dienstag (19:00 Uhr) nachgeholt werden. In Chemnitz jedenfalls wurde gespielt - und das sehr erfolg- und torreich.
Der Chemnitzer FC ist nicht zu bremsen: Gegen die SpVgg Unterhaching gewannen die Himmelblauen am Sonnabend mit 5:1 – der vierte Heimsieg in Serie. Ein Mann stach dabei besonders hervor – und der hieß Fink.
Hausherren beginnen effektiv
Bei den Chemnitzern verstärkte Wachsmuth nach seiner Gelbsperre wieder die Abwehr. Im Angriff spielte Neuzugang Fink von Anfang an. Und der Schachzug von Trainer Schädlich sollte sich lohnen. Nach fünf Minuten war der Wirbelwind, der 2008/2009 noch für die Sportvereinigung auf Torejagd gegangen war, gegen seine alten Kollegen erfolgreich. Vorausgegangen war ein Gewühl im Strafraum: Fink reagierte am schnellsten und traf aus zentraler Position zur Chemnitzer Führung.
Nach dem Rückstand spielten die Gäste zwar gefällig, doch mehr als ein 20-Meterschuss von Thiel (22.), der über den CFC-Kasten ging, sprang nicht heraus. Viel besser machten es die Hausherren, die ihren zweiten Streich folgen ließen. Diesmal war es Dobry, der nach einer Flanke von Birk nur noch die Sohle hinzuhalten brauchte – 2:0 (25.). Filigrantechniker Garbuschewski hatte Sekunden vor der Pause noch eine dicke Möglichkeit, allerdings rutschte ihm der Ball über den Schlappen.
Chemnitz wie im Rausch
In der zweiten Hälfte schienen die Gäste dann endgülig überfordert zu sein, denn Betrieb machten nur die Himmelblauen. In der 49. Minute schraubte Fink das Zwischenergebnis auf 3:0. Der Stürmer hatte am kurzen Pfosten goldrichtig gestanden und mühelos eingenetzt. Treffer Nummer vier ging auf das Konto von Garbuschewski. Der Mitteldakteur zog aus vollem Lauf ab und versenkte die Kugel am langen Pfosten (62.). Wieder einmal war Torhüter Riederer im Hachinger Tor machtlos. Nach so viel Überlegenheit "gönnten" die Schädlich-Schützlinge ihren Gästen zumindest den Ehrentreffer, den Thee (80.) besorgte. Nach einem abgewehrten Ball war ihm das Leder vor die Füße gefallen. Doch Chemnitz erholte sich schnell von dem "Schock". Wieder war es Fink - der Mann des Tages - der sechs Minuten vor dem Abpfiff den Endstand herstellte.
Insgesamt wurde den 3.400 Zuschauern eine überaus faire Partie geboten, in der die Chemnitzer spielten, als wollten sie die bösen Kältegeister verjagen. Unterhaching war am Sonnabend nicht zu schwach, sondern Chemnitz zu stark. Zur Belohnung sprangen die Sachsen auf Rang fünf und schnuppern nun am Relegationsplatz.
Trainerstimmen
Heiko Herrlich (SpVgg Unterhaching): "Nach diesem Spiel ist es für mich schwer, Erklärungen zu finden. Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht mal ganz unzufrieden. Trotz des Rückstandes haben wir immer versucht, Fußball zu spielen. In der Pause hatten wir uns vorgenommen, einen schnellen Anschluss zu machen. Aber mit dem dritten Tor wurden wir kalt erwischt. Danach hat sich der CFC in einen wahren Rausch gespielt und verdient gewonnen."
Gerd Schädlich (Chemnitzer FC): "In der ersten Hälfte war ich nur mit dem Ergebnis zufrieden. In Hälfte zwei haben wir mehr Spielfreude gezeigt und mit guten Angriffen gelangen uns schöne Tore. Nun haben wir zwei schwere Auswärtsaufgaben vor der Brust. Es wäre natürlich super, wenn unsere Serie halten könnte."
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