Fußball | 3. Liga : Glücksgefühle in Halle - Stirnrunzeln bei CFC und RWE
2. Spieltag
Den harten Auftakttest hat der Hallesche FC alles in allem gut überstanden: Gegen Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC hielten die Hallenser kräftig dagegen und erkämpften sich ein 0:0-Unentschieden. Chemnitz konnte seinen Fluch gegen Preußen Münster dagegen nicht abschütteln und verlor die Partie bei den Münsteranern mit 0:1. Desaströs lief es dagegen bei Erfurt: Katastrophale Abwehrfehler brachten die Rot-Weißen gegen Heidenheim bereits in Halbzeit eins hoffnungslos in Rückstand.
HFC hält gut mit Zweitliga-Absteiger mit
Äußerst passabel hat sich der Hallesche FC gegen Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC präsentiert. Die Saalestädter gönnten dem wohl stärksten Team der 3. Liga kein Tor, sich selbst allerdings auch nicht. Am Ende rettete Halle mit einem 0:0 einen verdienten Punkt nach Hause.
Halle baute von Beginn an auf eine starke Abwehr und ließ wenig zu – im gegnerischen Strafraum ließ sich der HFC allerdings auch nicht blicken. Gegen die gute Defensivarbeit der Hallenser fanden die optisch überlegenen Karlsruher kein Mittel, bei zwei Chancen gleich zu Beginn durch Elia Soriano und Karim Benyamina behielt HFC-Keeper Darko Horvat die Nerven. Fernschüsse von beiden Seiten stellten die einzige Gefahr in der zweiten Halbzeit dar, da beide Mannschaften lieber in den eigenen Strafräumen blieben. Gegen Ende verkrampfte Karlsruhe, doch Halle zeigte sich zu unentschlossen.
Insgesamt also ein guter Saisonstart für den HFC, der als Aufsteiger nach zwei Spielen bereits vier Punkte auf seinem Konto verbuchen kann.
CFC scheitert erneut gegen die "Unbesiegbaren"
Chemnitz dagegen konnte den "Niederlagen-Fluch" gegen Preußen Münster nicht brechen. Die Schädlich-Elf konnte auch auf neu ausgelegtem Münsteraner Rasen auswärts nicht bestehen und verlor mit 0:1.
Die Patzer von Karsten Sträßer und Marcel Wilke leiteten die Niederlage ein: Sträßer verlor den Ball im Mittelfeld, Wilke schlug beim Klärungsversuch drüber und ebnete Matthew Taylor den Weg zum 1:0 (8.). Nur zwei Minuten später war es wieder Wilke, der eine kritische Situation verschuldete – diese blieb aber folgenlos. Danach schnappte sich Chemnitz zwar immer öfter den Ball, ohne dabei aber zu Großchancen zu kommen. Lange Bälle fanden weder Benjamin Förster noch Anton Fink – und CFC-Coach Schädlich reagierte: Nach kurzer Zeit schickte er relativ viele Spieler zum Warmmachen. In der zweiten Halbzeit ging Chemnitz dann mit Jansen und mit mehr Schwung ans Werk. Zielstrebig und bissig erarbeiteten sich die CFC-Spieler drei gute Chancen, die durchaus den Ausgleich hätten bringen können, letztendlich aber am Tor vorbeigingen.
Damit bleibt es, wie es seit nunmehr neun Jahren Gesetz zu sein scheint: Chemnitz gewinnt nicht in Münster.
RWE ohne Rezept gegen Heidenheim
Auch vor Heimkulisse blieb der erhoffte Befreiungsschlag für Rot-Weiß Erfurt aus. Mit einer 0:4-Niederlage ging die Emmerling-Elf aus dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim.
Nach einem relativ verheißungsvollen Start sorgte der RWE durch ein Eigentor von Rafael Czichos (6.) für den schnellen Rückstand. Teilweise katastrophale Abwehrfehler machten es Heidenheim leicht, sich Wege zum Erfurter Tor zu bahnen. In ein bis zwei Spielzügen tauchten die Gäste oft frei vor dem Erfurter Keeper Andreas Sponsel auf und vergrößerten den Vorsprung auf 3:0. In der zweiten Halbzeit lehnte sich Heidenheim zurück. Erfurt kam zwar noch zu zwei guten Torchancen - unter anderem ein Pfostenschuss -, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachten. Das große Erfurter Aufbäumen blieb aus, Heidenheim legte dagegen noch einen drauf.
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