Fußball | 3. Liga : Erneut Pleiten für Erfurt und HFC
13. Spieltag
"Deprimierender Pleitentag für CFC, HFC und RWE", lautete unsere Schlagzeile zum 12. Drittliga-Spieltag. Eine Woche später lief es für Erfurt und Halle nicht wirklich besser. Allerdings könnte der Chemnitzer FC am Sonntag noch für einen Lichtblick sorgen.
Der FC Rot-Weiß Erfurt hat am Sonnabend die dritte 0:3-Pleite kassiert und schlittert damit in eine waschechte Vereinskrise. Der Schuldige an der sportlich miesen Situation ist zumindest von den lautstarken Fans ausgemacht: Es ist der Präsident, der mit "Rombach raus"-Rufen bedacht wurde.
Der 11:0-Erfolg im Landespokal zeigte nur kurzzeitig positive Wirkung. Genau genommen waren es die ersten fünf Minuten, in denen die Rot-Weißen gegen Aufsteiger Stuttgarter Kickers einen guten Eindruck machten. Dann lief bei den Thüringern, vor allem im Spielaufbau, fast nichts mehr zusammen. Die einzige nennenswerte Chance in der ersten Hälfte hatte Strangl mit einem Schlenzer (38.). Nach dem 0:1 in der 52. Minute brach RWE regelrecht ein. Die Spieler schauten dabei zu, wie Stuttgarts Topscorer Grüttner seine Saisontore sieben und acht erzielte. Und die Fans machten den Präsidenten zum Buhmann.
HFC mit Abwehrproblem
Von einer Krise wollte HFC-Trainer Sven Köhler vor der Partie bei Wacker Burghausen nichts wissen. Beim 0:2 am Sonnabend riss seine Mannschaft aber offensiv wieder keine Bäume aus. Von den favorisierten Gastgebern kam in Hälfte eins allerdings auch nicht viel. In der HFC-Mannschaft gab Verteidiger Eismann sein Comeback. Wirklich weg sind die Personalprobleme in der Abwehr trotzdem nicht, denn Mouaya musste bereits in der 19. Minute verletzt ausgewechselt werden, und Benes kassierte seine fünfte Gelbe Karte. Die lange Zeit sehr langweilige Partie nahm nach der Pause zumindest etwas Fahrt auf. Das lag aber vor allem an den Burghausenern, die im Gegensatz zu Halle nun mehr Biss hatten und zumindest nicht unverdient zwei Tore machten.
Sonntag: Chemnitz beim Schlusslicht
Der Chemnitzer FC ist erst am Sonntag dran. Dabei kann Trainer Gerd Schädlich mal wieder nicht aus dem Vollen schöpfen, denn den CFC begleiten beim Auftritt in Dortmund Personalsorgen.
Anton Makarenko, Carsten Sträßer, Toni Wachsmuth und Marcel Baude sind auch gegen die zweite Mannschaft des deutschen Meisters nicht an Bord. Dafür gibt's aber wenigstens für Stürmer Benjamin Förster nach überstandener Knieverletzung wieder grünes Licht. "Es wird eine schwierige Aufgabe. Wir müssen sofort in die Zweikämpfe kommen und körperliche Präsenz ausstrahlen", fordert Schädlich. Die Papierform spricht für den CFC, doch der Coach warnt: "Wir dürfen uns nicht von Tabellensituation der Dortmunder blenden lassen." Letzte Woche verlor der BVB II - momentan Letzter - denkbar knapp in Münster.
Am Sonntag könnte es für den CFC auch ein Wiedersehen mit Chris Löwe geben. Der wechselte vor zwei Jahren von Chemnitz nach Dortmund. Löwe gehört zwar zum Kader der Ersten, hätte aber nichts gegen einen Ausflug in die Zweite: "Ich wäre gern dabei. Die 3. Liga hat Qualität, und ich brauche Spielpraxis", sagte er der "Bild" und prophezeite gleich mal: "Die können alle gut kicken in unserer U23. Das wird nicht einfach für Chemnitz."
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