Fußball | 3. Liga Dynamo dreht Spiel und setzt sich weiter ab

25. Spieltag

Dynamo Dresden hat am Sonntag die Bremer U23 mit 2:1 bezwungen und damit den Vorsprung in der Tabelle auf zehn Punkte ausgebaut. Die drei Punkte waren insofern etwas Besonderes, da Dynamo in der ersten Halbzeit sogar mit 0:1 zurückgelegen hatte.

Dynamo brauchte etwas, um in Fahrt zu kommen. Das lag vor allem an den gut eingestellten Gästen. Die standen eng am Mann, griffen konsequent zu und ließen Dynamo einfach nicht ins Spiel kommen. Zudem starteten sie immer wieder gefährliche Konter, bei denen Dresdens Hintermannschaft stets auf der Hut sein musste. Einer dieser Gegenstöße endete mit einem ungeschickten Foul von Fabian Holthaus an Giorgi Papunashvili. Der fällige Foulelfmeter war ein kleines Geschenk, das Hilßner vom Punkt in ein 1:0 umwandelte.

Tor, 1:1 Ausgleich fuer Dresden, Marco Hartmann (6, SGD) trifft und jubelt.
Hartmann trifft zum 1:1. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Dynamo arbeitete danach sofort am Ausgleich, tat sich dabei aber weiter sichtlich schwer. Von den Rängen wurde das mit ersten Pfiffen kommentiert. Nach etwa 25 Minuten griff Dynamo etwas variabler an. Das brachte gleich deutlich mehr Gefahr. Nach Stefan Kutschkes Pfostentreffer (28.) und der anschließenden Ecke köpfte dann Marco Hartmann aus fünf Metern zum 1:1 ein (29.). Nun lief es in fast allen Belangen besser. In der 34. Minute hatte Kutschke die Führung auf dem Kopf, doch er scheiterte am schon gegen Magdeburg starken Bremer Torhüter Eric Oelschlägel.

Kutschke wird gefeiert

Tor, 2:1 fuer Dresden, Stefan Kutschke
Stefan Kutschke: erster Startelf-Einsatz, erstes Pflichtspiel-Tor. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Die Dresdner Dominanz setzte sich nach der Pause fort. Die erste große Chance in Hälfte zwei hatte Stefan Kutschke nach Pass von Giuliano Modica (51.), aber sein Schuss war zu schwach und wurde geblockt. Drei Minuten später war der 27-Jährige erfolgreicher: Nach einer Flanke von Andreas Lambertz köpfte Kutschke am herauseilenden Torhüter vorbei zum 2:1 ein (54.). Es war sein erstes Pflichtspieltor für die Dresdner und wurde entsprechend gefeiert. In Führung liegend waren die Schwarz-Gelben nun klar überlegen. Nur die dicken Chancen oder gar Tore fehlten. Am knappsten war es noch bei einem Freistoß von Marvin Stefaniak, der aus 23 Metern die Latte traf. In den letzten zehn Minuten wurde Bremen wieder etwas mutiger. Die Dresdner mussten dadurch noch mal zittern, konnten letztlich aber doch einen verdienten Dreier bejubeln.

Trainerstimmen

Alexander Nouri (Bremen): "Wir hatten uns heute vorgenommen, mutig und beherzt aufzutreten. Im Vergleich zum Spiel in Magdeburg wollten wir dazulernen. Das ist uns v.a. in der ersten Halbzeit gelungen. Doch zwei individuelle Fehler haben uns nach der überraschenden Führung dann doch noch in Rückstand gebracht. Dennoch mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf, gegen einen souveränen Tabellenführer in einem guten Spiel verloren zu haben."

Uwe Neuhaus (Dresden): "Man hat v.a. in der Anfangsphase deutlich gesehen, dass die Bremer in den vergangenen Spielen viel Selbstvertrauen gesammelt haben. Da zeigte sich unsere Mannschat etwas beeindruckt. Doch sie fand mit zunehmender Dauer immer besser ins Spiel. Sie steckte auch den Rückstand locker weg. Mit deutlich mehr Druck nach vorn und größerer Übersicht in Hälfte zwei kamen wir dann auf die Siegerstraße und sicherten sozuverän die Führung. Ich fand die Art und Weise in Ordnung. Man muss nicht immer ein Schützenfest abliefern, um ein gutes Spiel zu zeigen."

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2016, 19:26 Uhr

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64 Kommentare

16.02.2016 11:11 Rino 64

Diverse Vereine aus dem Osten der Republik haben in den vergangenen Jahren die nötigen Strukturen und Voraussetzungen geschaffen, um sich auf den Weg in die zweite Liga aufzumachen. Dynamo befindet sich momentan in der Pole-Position und dies nicht durch Zufall. Was der Verein und sein Umfeld hat entstehen lassen, war vor sechs, sieben Jahren noch vollkommen unvorstellbar. Schön zu sehen, was geschehen kann, wenn die richtigen Personen an den entscheidenden Stellen sitzen. Trotz allem, ist der Erfolg ein zartes Pflänzchen und niemand sollte verdrängen, welches Tal der Verein durchlebt hat. Wer bei einem solchem Spiel Pfeift, hat wohl aufgrund seiner Grobmotorik noch nie einen Ball mehr als fünf Meter bewegt und sollte besser das Fanlager wechseln … als Bayern-Fan kann man seinen schwaches Selbstwert bestens aufpolieren. Die Jungs spielen eine souveräne Saison … dies kann man nur würdigen.

16.02.2016 03:31 Michael 63

Wo waren die Magdeburger nach 1974? Was hier manche über die SGD ablassen ist einfach nur respektlos. Schade eigendlich! 16 000 Mitglieder hat Die SGD. Magdeburg ist momentan da eher am Strafe zahlen und die Halloren verletzen Polizisten. Da könnt Ihr 100 mal schreiben, das passiert nur bei Dynamofans, aber das ist gelogen. Dynamische Woche...

16.02.2016 02:04 Michael 62

3. gustav:, Warum spielst du kein Lotto?

15.02.2016 22:57 Rob 61

Es ist schon amüsant wie hier die Magdeburger zum Teil abgehen. Ich freue mich persönlich sehr das ihr wieder da seid, aber ich denke es tut allen nicht schlecht bißchen auf dem Boden zu bleiben. Wenn der FCM mal 3-4 Jahre in der 3.Liga spielt, es mal nicht so läuft, dann darf man gespannt sein wie die Lage dann ist...

15.02.2016 21:44 Leader 60

Lasst doch die Magdeburger, die sich nicht benehmen hier faseln, die sollten mal lieber ihre Randaliererszene in den Griff bekommen, ansonsten braucht keiner mehr über Dynamo schimpfen. Die sind nur angefressen wegen der 40.000Euro Strafe.

15.02.2016 19:45 Seikilos 59

@53. Brecher: Eigentlich müsste man in selbiger Tabelle Dynamo sogar auf Platz 8 zurückstufen, wenn alle Teilausschlüsse und sonstigen Strafzahlungen mit einberechnet würden. Aber für notorische Dynamo-Basher ist Realismus nunmal irgendwas zum Essen. ;)

15.02.2016 19:34 Dynamo Mehnert 58

zu Karli ich geh seit 35 Jahre zu Dynamo . Hartmann hat sich über vereinzelte Pfiffe erregt . Die Stimmung nach den Toren super . Man muß ne stundenlang hüpfen , wie gestörte

15.02.2016 19:32 SGDHarzer66 57

Ich war vor Ort, die Pfiffe waren völlig daneben. Jeder und ich meine jeder, sollte hinter der Mannschaft stehen. Wir werden Situationen in der zweiten Liga erleben, in denen es nicht nur 0:1 steht und dann ist der wahre Fan gefragt. Event-Fans sollten einfach nur zu Hause bleiben. Ich sehe auf dem Weg aus dem Unterharz viele Kfz mit MSH, WB, WR, BLK usw., wir sind dankbar für jedes Spiel, weil wir Dynamo lieben! Denkt mal drüber nach!!!!!

15.02.2016 19:28 Michael Spargelbauer 56

Man, hatten wir wieder ein Glück. Die Stimmung war ne Katastrophe. Wir spielen weit über unserem Limit. Was erwarten denn die Fans noch ? Sich über den Schacht aufregen ist schon Perversion. Dort stehen die Fans immer hinter dem Team. Deshalb gönne ich von Herzen den Aufstieg.

15.02.2016 19:24 Dynamo Dresden 55

zu 36 . bist doch ne ganz echt