Fußball | 3. Liga : Carl Zeiss Jena setzt ein Zeichen
Der FC Carl Zeiss Jena schöpft im Kampf um den Klassenerhalt neue Hoffnung. Am Mittwochabend bezwangen die Thüringer die SpVgg Unterhaching hochverdient mit 2:0 und verkürzten damit den Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz auf sechs Punkte - und das bei einem Spiel weniger.
Jena machte in seiner ersten Partie seit vier Wochen, dem verlegten Spiel vom 26. Spieltag, nahezu alles richtig. Trainer Petrik Sander hatte sein Team aber auch glänzend eingestellt. Aus einer durchweg sicheren Abwehr heraus wurden die Gäste mit großem kämpferischen Einsatz und später auch guten Spielzügen in Schach gehalten. Nach zumindest etwas holprigem Beginn von beiden Seiten brachte gleich der erste gute Angriff die Führung: Hähnge bediente mit einer Eingabe Pichinot, der aus 15 Metern flach einschoss (17.). Das Tor machte die Jenaer selbstbewusster und sicherer. Die Riesenchance zum 2:0 aber wurde kläglich vergeben: Nach einem Foul an Pichinot schoss Simak den fälligen Elfmeter über den Kasten (30.).
Der Patzer hatte auf das Spiel der Gastgeber kaum Auswirkungen - sie waren auch danach klar besser. Einziger Kritikpunkt ist, dass sie aus ihrer Überlegenheit zu wenig machten. Das änderte sich nach der Pause. Hähnge schoss aus 13 Metern noch vorbei (46.). Pichinot danach aber nicht. Der bislang als Chancentod verschriene 22-Jährige nutzte einen Pass von Simak in den Strafraum zum 2:0 (49.). Von Unterhaching kam bis auf eine kleine Druckphase um die 60. Minute herum nicht viel. Stattdessen erarbeitete sich Jena zahlreiche gute Möglichkeiten, die Simak, Demirtas und Ramaj jedoch alle vergaben. Der Sieg war eigentlich nie wirklich in Gefahr.
Trainerstimmen
Heiko Herrlich (Unterhaching): "Wir haben das Ziel, hier etwas mitzunehmen, nicht erreicht. Wir waren im Spiel nach vorn zu harmlos und haben das 1:0 durch einen Ballverlust selbst vorbereitet. Jenas Sieg geht am Ende vollkommen in Ordnung."
Petrik Sander (Jena): "Es war kein einfaches Spiel nach der langen Pause. Wir hatten Probleme bei den einfachsten Sachen, die es im Fußball gibt. Mit dem 1:0 sind ein paar Bremsen gelöst worden. Dennoch haben wir unsere Kontermöglichkeiten schlampig vergeben. Vor allem nach dem verschossen Elfmeter haben wir gewackelt. Nach dem 2:0 konnten wir das Spiel aber souverän nach Hause fahren. Alles in allem war es ein souveräner Sieg. Auch das zu null ist sehr wichtig. Es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Weitere müssen folgen."
6 Kommentare
Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.
