Fußball | 3. Liga : Bittere Pleite für Erfurt
Nachholspiel vom 21. Spieltag
Der FC Rot-Weiß Erfurt hat zum verspäteten Liga-Auftakt ins neue Jahr eine bittere Niederlage einstecken müssen. Am Ende verloren neun Erfurter gegen den 1. FC Heidenheim mit 1:2.
RWE-Führung nach Strafstoß - Ausgleich durch Handelfmeter
Erfurt erwischte einen Blitzstart: Nach einem Foul im Strafraum an Ötztürk entschied der Referee auf Strafstoß. Pfingsten-Reddig (9.)verwandelte im zweiten Anlauf sicher, da beim ersten erfolgreichen Versuch Erfurts Drexler vorzeitig in den Strafraum gelaufen war und der Referee den Elfer wiederholen ließ. Im Anschluss rannte Heidenheim wütend an, doch die RWE-Abwehr machte die Schotten an der Strafraumgrenze dicht. Bei den Thüringern sorgte vor allem Ötztürk als Alleinunterhalter immer wieder für Torgefahr. Seine größte Chance war ein 20-m-Schuss, der an den linken Pfosten knallte (23.). Nach einem vermeintlichen Handspiel von Möckel zeigte der Referee erneut auf den Punkt. Schnatterer versenkte den Ball sicher zum Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff der nächste Rückschlag für Rot-Weiß: Nach einem Foul von Kopilas an Sirigu in der eigenen Hälfte, flog der Erfurter mit Rot vom Platz.
Zweiter Platzverweis für Erfurt - Thurk trifft für Heidenheim
Nach dem Wechsel rückte bei den in Unterzahl spielenden Erfurtern Oumari zur Abwehr-Stabilisierung in die Viererkette. Dort gab es einige brenzlige Situationen für Erfurt zu überstehen. Dabei hatte RWE großes Glück, als Haldenfelder nur die Latte traf (64.). Eine Minute später dezimierte sich Erfurt weiter, da Möhwald nach einem groben Einsteigen gegen Malura ebenfalls mit Rot vorzeitig in die Kabine musste (65). Danach zog sich Rot-Weiß noch weiter zurück. Dennoch traf Thurk per Heber (77.). Sechs Minuten vor dem Abpfiff brachte Trainer Schwartz mit Tunjic und Nielsen noch zwei frische Offensivkräfte, doch es reichte nicht mehr für den erhofften Punktgewinn.
Stimmen zum Spiel:
Trainer Alois Schwartz (RWE): "Das Spiel ist schwer in Worte zu fassen. Es war schon etwas bedenklich, dass die Partie überhaupt angepfiffen wurde. Wir haben gut ins Spiel reingefunden. Nach der Führung haben wir dem Gegner das Feld überlassen. Das 1:1 war eine Konzessionsentscheidung. Mit der zweiten Roten Karte war es nur eine Frage der Zeit, bis Heidenheim das Tor machte. Die Trauben hängen hier hoch, wir haben fast daran ziehen können."
Trainer Frank Schmidt (FCH): "Das war heute ein schwierigerer Gegner als Unterhaching. Zum Schiedsrichter sage ich nichts. Trotz des Elfmeters haben wir versucht, Fußball zu spielen. Wir haben versucht, den Ball flach zu halten. Schließlich wurden wir mit dem 1:1 belohnt. Trotz der Überzahl hätten wir den Druck auch in der zweiten Halbzeit weiter hochhalten müssen, aber gegen einen Gegner zu spielen, der sich nur hinten reinstellt, ist das nicht so einfach."
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