Fans des FC Hansa Rostock zünden Pyrotechnik und Bengalische Feuer zu Spielbeginn und werfen diese aufs Spielfeld
Hansa-Anhänger zünden Pyrotechnik beim Auswärtsspiel in Zwickau Bildrechte: IMAGO

Fußball | 3. Liga Hansa-Fans dürfen nach Magdeburg und Jena

Fans des FC Hansa Rostock zünden Pyrotechnik und Bengalische Feuer zu Spielbeginn und werfen diese aufs Spielfeld
Hansa-Anhänger zünden Pyrotechnik beim Auswärtsspiel in Zwickau Bildrechte: IMAGO

Fans des FC Hansa Rostock dürfen nun doch zu den Auswärtsspielen nach Magdeburg (7. Spieltag) und Jena (12. Spieltag). Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gab einem Gnadengesuch der Norddeutschen statt. Die übrigen Teile der Gerichtsentscheidung (12.000 Euro Geldstrafe) bleiben bestehen.  

Statt Ausschluss eine Spende

Der teilweise Straferlass wird unter der Voraussetzung bewilligt, dass der Verein 24.000 Euro an die Robert-Enke-Stiftung spendet. Das DFB-Sportgericht hatte am 9. August für beide Spiele einen Ausschluss der Rostocker Fans verhängt. Es ahndete Vorkommnisse im Zeitraum von März bis Mai 2017. Von dem Urteil nicht betroffen sind die Vergehen beim Pokalspiel am vergangenen Montag gegen Hertha BSC.

"Vor dem Hintergrund der jüngsten Erklärung des DFB, den offen Dialog mit den aktiven Fanszenen und Vereinen zu suchen sowie vorerst auf das Verhängen von Kollektivstrafen verzichten zu wollen, hatte Robert Marien, der Vorstandsvorsitzende des F.C. Hansa Rostock, in dieser Woche einen entsprechenden Gnadengesuch beim DFB eingereicht, dem heute vom DFB-Präsidenten stattgegeben wurde", hieß es auf der Homepage des Vereins.

DFB-Mediendirektor Ralf Köttker erklärte dazu: "Mit der Entscheidung unterstreicht der DFB-Präsident noch einmal sehr deutlich, wie wichtig ihm der Dialog ist. Die anstehenden Gespräche mit Vertretern von Fan-Organisationen und Ultra-Gruppen sollen nicht durch zurückliegende und noch nicht vollzogene Beschlüsse über Kollektivstrafen belastet werden."

rei

Ein Thema bei "Sport im Osten" MDR FERNSEHEN | Sonnabend | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. August 2017, 14:56 Uhr

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8 Kommentare

20.08.2017 11:17 fläming 8

@Stadtrand
Ich hoffe darauf das es fair und friedlich bleibt. Die Unbelehrbaren sollten auch langsam begreifen, das sie dafür mit verantwortlich sind, wenn der Verein nach unten rutscht oder gar eine Liga tiefer und das nicht nur wegen der Strafen. Schaut genau hin! Ich habe den Eindruck das SR auch nur Menschen sind und nicht zu 100% objektiv entscheiden. BWG

19.08.2017 13:33 Stadtrand 7

Nach der Verbrüderungsaktion haben die Koggensegler ja dann 3000 Karten beim FCM.
Das wird bestimmt hoch interessant.

19.08.2017 13:15 Michael 6

@5
Sie können auch nur Beleidigungen.
Raus mit diesen Menschen aus unseren Stadien, diese sind nur für den Fußball und seine Fans da.
Es lebe der Fußball.

19.08.2017 12:41 Alex 5

@1,2,4 Ich glaube ihr Bildzeitungsleser seit nicht in der Position euren sinnfreien Senf hier abzulassen. Ihr seit doch eh beratungsresistent , das ist wie Blinden Farben zu erklären.

18.08.2017 01:00 hallunke0815 4

Wann werden denn die Fussballfans vor den Gewalttätern geschützt?
Ich fand es super, was die Hansa-Fans gegen die Gewalttäter beim Pokalspiel gerufen haben. Warum kann der Staat nicht gegen diese Leute vorgehen?

18.08.2017 20:33 Steffen 3

AHU! Ich hoffe alle nutzen die Chance, und machen Alarm im positiven Sinne. Lasst den Gästeblock in MD und Jena erbeben ohne Pyro. Ich als Jenaer, bin gespannt was rauskommt.

18.08.2017 18:56 Hans-Hermann Kühl 2

Solange die Vereine für die Schäden.die ihre Fans-ich sage Verbrecher-nicht selbst bezahlen müssen wird es nicht anders.Eine Schande,daß der Bürger dafür aufkommen muß.

18.08.2017 18:53 böse-zunge 1

... Der teilweise Straferlass wird unter der Voraussetzung bewilligt, dass der Verein 24.000 Euro an die Robert-Enke-Stiftung spendet. ...

Ablasshandel im Lutherjahr?
Das nenne ich mal Fingerspitzengefühl.
Harte Kerle in einem Männersport, deren Ultras munter beim Erobern von Trophäen Recht und Sitte bei Seite lassen - schachern um Gnade statt eine Strafe aufrecht zu ertragen.
Ein Meilenstein der Sportgeschichte.
Aber dafür wird es dann in Magdeburg und Jena ruhig und gesittet zu gehen, weil man ja Vertrauen nicht zerstören wird, nicht wahr?
Vorfreude, schönste Freude...