Fußball | 3. Liga : RW Erfurt stellt Alois Schwartz vor
Alois Schwartz soll Fußball-Drittligist Rot-Weiß Erfurt aus der Abstiegszone führen. Die Thüringer präsentierten den 45-Jährigen am Montag als Nachfolger von Stefan Emmerling. Schwartz kommt von den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern, die er seit 2007 in der Regionalliga Südwest betreute. Er bekommt einen Vertrag bis 2014.
Alter Bekannter im Steigerwaldstadion
Mit Schwartz, der sich gegenüber 40 weiteren Kandidaten durchgesetzt hatte, kehrt ein alter Bekannter in die Thüringer Landeshauptstadt zurück. Der ehemalige Bundesliga-Profi (85 Einsätze und 4 Tore für die Stuttgarter Kickers und den MSV Duisburg) arbeitete zwischen November 2002 und Juni 2005 schon als Co-Trainer von Michael Feichtenbeiner und René Müller für Rot-Weiß. In dieser Zeit stieg er mit dem Klub unter anderem in die 2. Bundesliga (2004) auf. Auch René Müller (Scout in Gladbach) und der Ex-Auer Trainer Rico Schmitt gehörten zu den heißesten Anwärtern auf den RWE-Trainerjob. Am Ende aber setzte sich Schwartz durch, der bei seiner Vorstellung sagte: "Ich möchte die Jungs schnellen, attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen lassen." Er kündigte an, das Nachwuchskonzept des Vereins fortzusetzen: "Wenn ein jüngerer und ein älterer Spieler für mich gleich gut sind, dann spielt der jüngere."
Daumendrücken aus Halberstadt
Die Daumen drückt jedenfalls ein Halberstädter: Germania-Geschäftsführer Fait-Florian Banser spielte bis Ende 2010 ein halbes Jahr unter Schwartz beim FCK und meint: "Er arbeitete ja schon seit 2007 beim FCK und das sehr erfolgreich. Er ist schon vom Charakter her so ein Schleifertyp, der viel auf Physis setzt, aber auch ein umgänglicher Typ. Über die Physis wird er sicherlich sehr viel machen. Bislang hat er ja vor allem mit jungen Spielern gearbeitet, da muss man abwarten, wie er mit einer gestanderen Mannschaft zurecht kommt."
Nächste Aufgabe wartet in Saarbrücken
Nach einem verpatzten Saisonstart hatte Erfurt Stefan Emmerling vor zwei Wochen entlassen. Unter dem erst 28-jährigen Interimstrainer Christian Preußer holte RWE in zwei Drittliga-Spielen vier Punkte und schaffte im Landespokal den Sprung ins Achtelfinale. Den Cheftrainerposten lehnte Preußer allerdings ab. Als Grund gab der eigentliche U19-Trainer die noch fehlende Fußballlehrer-Lizenz und "viele unerledigte Aufgaben" mit dem RWE-Nachwuchs an.
Die Thüringer stehen in der Tabelle auf dem vorletzten Platz und haben nach acht Spielen erst fünf Punkte gesammelt. Am Sonnabend treten sie beim 1. FC Saarbrücken an.
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