3. Liga

Verband lässt Vereine bei Sicherheitsfragen im Stich : RWE-Präsident Rombach kritisiert DFB

Der Präsident des Fußball-Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt, Rolf Rombach, hat dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorgeworfen, die Vereine in der Frage der Stadionsicherheit im Stich zu lassen. "Der Verband macht es sich viel zu einfach und verlagert die Probleme auf den Verein", sagte Rombach am Montagabend in der MDR-Sendung "Fakt ist …!". "Wenn wir dem DFB erläutern, was wir gemacht haben und ihn um Ratschläge bitten, kommt keine Antwort. Dann passiert etwas und wir bekommen eine Strafe." Das könne nicht der Ausweg sein.

Rolf Rombach
RWE-Präsident Rombach: DFB lässt Vereine bei Sicherheitsfragen im Stich

Auch Polizei-Einsatzleiter René Treunert von der Polizeiinspektion Jena kritisierte die Fußballverbände. Diese seien viel zu weit von den Vereinen entfernt, sagte er in der Sendung. "Die Verantwortungsträger in den Verbänden wissen nicht mehr, wie es an der Basis läuft." Hier müsse die Kommunikation zwischen Verbänden und Vereinen wieder aufgenommen werden. Beim DFB und den anderen Verbänden müsse es ein besseres Verständnis für die Arbeit der Vereine etwa bei der Schulung von Ordnungsdiensten sowie Unterstützungsangebote geben. An solchen Angeboten fehle es vor allem für die Fußballvereine in den unteren Ligen.

Sowohl Rombach als auch Treunert bezeichneten Stadionverbote für gewalttätige Fans als notwendiges Mittel zur Gewaltprävention. Nach Treunerts Angaben haben derzeit 57 Personen ein Stadionverbot in Erfurt und 38 in Jena. Solange man diesen Fans aber Möglichkeiten anbiete, ihre Fankultur während eines Spiels außerhalb des Stadions zu leben, beispielsweise in festgelegten Treffpunkten, lasse sich "das gut steuern". Probleme habe die Polizei eher "mit denen, die nicht am Fußball interessiert sind, sondern Fußball nur als Deckmäntelchen für ihre Aktivitäten benutzen".

Kritik übte Rombach an nach seiner Ansicht überzogenen Sicherheitseinstufungen bestimmter Spiele. So sei beispielsweise das Spiel von Rot-Weiß Erfurt gegen den Halleschen FC am vergangenen Sonnabend fälschlicherweise als Spiel mit größeren Sicherheitsvorkehrungen eingestuft worden. "Dabei weiß jeder, dass zwischen beiden Vereinen eine Fanfreundschaft besteht." Wenn dann wegen der Sicherheitseinstufung eine größere Polizeipräsenz da sei, "dann sorgt das bei Fans für eine aggressive Grundstimmung, die eigentlich nicht notwendig war."


Zuletzt aktualisiert: 18. Dezember 2012, 13:43 Uhr

4. Wooohooo:
Es ist auch bekannt, dass es zwischen Chemnitz und Rot-Weiß nicht raucht. Und trotzdem waren extrem viele Herren in Rüstung beim letzten Spiel im SWS. Ein Großteil der DFB-Verantwortlichen lebt hinter dem Mond. Die Liga 3 wird es bald nicht mehr geben, wenn nicht schleunigst was an der Finanzpolitik geändert wird.
18.12.2012
17:10 Uhr
3. Klapse:
Sehe ich auch so wie S. Hannawald. Klasse!
18.12.2012
16:42 Uhr
2. hansi hintermeier:
Ja das kenn ich wenn Zwickau gegen Dynamo spielt (z.b. sachsenpokal) dann ist höchste sicherheitsstufe angesagt und die zwickauer ultras Stellen sich dafür mit zu den Dynamos in Gästeblock und singen gemeinsam Lieder.ja so dumme Sachen gibts hier.für diese "Steuergelder-Verschwendung" wird doch auch keiner bestraft...tja so wie bei den Chaos bankern die , die Wirtschaft der halben weit zerstörten.im Gegenteil.es regnet Belohnungen ;)
18.12.2012
16:37 Uhr
1. S. Hannawald:
Bemerkenswerte Statements & Positionierung eines Präsidenten! Darf gern Schule machen, meine Herren.
18.12.2012
14:56 Uhr

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