Fußball | 3. Liga : Erfurter Stadtrat stimmt Stadionumbau zu
Das Steigerwaldstadion in Erfurt wird umgebaut. Das hat der Stadtrat am Mittwoch Abend beschlossen. Mit 40 Ja-Stimmen und sechs Enthaltungen gab es eine deutliche Mehrheit für das Vorhaben. Oberbürgermeister Andreas Bausewein sagte MDR 1 RADIO THÜRINGEN, das sei so im Vorfeld nicht klar gewesen. Erfurt habe nun die Chance, mit einem Eigenanteil von 4,6 Millionen Euro eine neue Arena zu bauen.
Insgesamt wird der Umbau rund 27 Millionen Euro kosten, der Löwenanteil kommt als Zuschuss vom Land. Die Fördermillionen sind mit der Auflage verbunden, dass es kein reines Fußballstadion werden darf. 120 andere Sport- und Freizeitveranstaltungen müssen pro Jahr auf die Beine gestellt werden, anderenfalls muss Erfurt die Fördermillionen zurückzahlen.
Der Umbau sieht vor, dass die Zuschauerkapazität von 20.000 auf 21.600 erhöht werden soll. Zudem soll eine komplett neue Haupttribüne mit 7.600 Plätzen entstehen. Laut Rot-Weiß Erfurt-Präsident Rolf Rombach wird die Tribüne auf der Seite des jetzigen Marathontores gebaut. Lediglich die jetzige Haupttribüne bleibt bestehen, informierte Rombach bereits Anfang Mai.
Jahrelange Debatte um Stadionumbau
Im Jahr 2009 gab es schon einmal grünes Licht für den Stadionumbau, ein Jahr später sollte es losgehen. Dann wurde es still um die Pläne, bis es Überlegungen dazu gab, in Nohra ein gemeinsames Fußballstadion für den FC Carl Zeiss Jena und RWE zu bauen. Dieser Neubau wäre aber noch teurer geworden, als die Umbauten.
