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Fußball | 2. Bundesliga : Warum fehlen Aue die Fans?

Im Lößnitztal steht vor allem der FC Erzgebirge Aue für Identität und Erfolg. Doch dem Zweitligisten laufen die eigentlich treuen Fans davon. Zuletzt pilgerten gegen Aalen nur 5.500 Fans ins Stadion. Dies ist wohl auch der Hauptgrund, warum die Auer Dynamo Dresden ihr Auswärtskontigent von 2700 Tickets zur Verfügung stellen wollen. Dabei hatte Dynamo zuvor angekündigt ohne Fans zum Sachsenderby am 10. März nach Aue sowie nach Braunschweig und Union Berlin reisen zu wollen.

Am vergangenen Freitag erkämpften die "Veilchen" gegen den VfR Aalen nur einen Punkt. In diesem Jahr war es der erste Punkt für das Team von Karsten Baumann. Die Erzgebirgler brauchen jedoch nicht nur Siege auf dem Platz, sondern auch Erfolge auf den Zuschauertribünen.

Knapp 1.000 Anhänger weniger pro Spiel

Denn im bisherigen Saisonverlauf sind wesentlich weniger Fans ins heimische Stadion gepilgert als erwartet und vor allem auch veranschlagt. Die fehlenden Eintrittsgelder entwickeln sich allmählich zum existenziellen Problem. "Wir haben bereits ein Minus gemacht. Es ist ganz wichtig, dass die Zuschauer uns unterstützen, damit wir weiter in der zweiten Liga spielen können", appellierte Sportdirektor Steffen Heidrich. In zwölf Heimspielen kamen bisher 95.600 Zuschauer ins Stadion. Das sind im Schnitt 7.967 Besucher. Doch der Trend geht seit Dezember abwärts. Das letzte Mal war das Erzgebirgsstadion am 25. November 2012 bei der Partie gegen Hertha BSC mit 11.200 Zuschauern richtig gut besucht.

Warum bleiben in Aue die Fans weg?

  • Die Liga ist weniger attraktiv.
     
    5 Prozent | 101 Stimmen
  • Die Mannschaft spielt weniger attraktiv.
     
    45 Prozent | 854 Stimmen
  • Das Umfeld im Stadion stimmt nicht.
     
    26 Prozent | 492 Stimmen
  • Es gibt andere Gründe.
     
    24 Prozent | 456 Stimmen
Die Abstimmung ist beendet.

10.03.2013 | 08:03:49 Uhr | 1903 abgegebene Stimmen

Die Abstimmungsergebnisse sind nicht repräsentativ.

Danach brachen die Zahlen gegen den SV Sandhausen (6.150), Energie Cottbus (7.050), den FSV Frankfurt (6.500) und den VfR Aalen (5.500) ein. Den Verantwortlichen im Verein bereitet das Kopfzerbrechen. "Wir haben natürlich mit gewissen Zahlen kalkuliert und sie angegeben. Die sollten wir am Ende auch erreichen", sagte Heidrich. Der Sportdirektor wollte noch keine Zahlen nennen. Stellen sich Erfolg und die damit verbundene Zuschauerresonanz aber nicht zügig ein, dann ist die Bilanz in den verbleibenden fünf Heimspielen kaum noch wesentlich aufzubessern.


Dynamo-Fans beim Sachsenderby?

Fans Dynamo Dresden
Doch Dynamo-Fans in Aue? (Archivbild)

Die Auer Klubverantwortlichen kündigten zudem an, 2.700 Tickets des Auswärtskarten-Kontingents für das Sachsenderby für Dynamo Dresden bereitzustellen. Dabei hatten die Dresdner nach den erneuten Krawallen vor zwei Wochen in Kaiserslautern angekündigt, in den Auswärtsspielen in Aue, Braunschweig und bei Union Berlin freiwillig auf die eigenen Fans verzichten zu wollen. Maßgeblich zu dieser Entscheidung beigetragen habe die Einschätzung der Polizei, die keine rechtlichen Grundlagen für die Nichtanreise von Dresdner Fans sieht, wie die Auer vor dem Spiel am 10. März im Erzgebirgsstadion mitteilten. "Unser Hauptaugenmerk gilt dabei ganz klar der Ordnung und Sicherheit. Mit unserer Entscheidung für den Verkauf der Tickets wollen wir die zuletzt recht angespannte Situation um dieses Thema entschärfen und in geordnete Bahnen lenken", sagte FCE-Geschäftsführer Michael Voigt.

Zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2013, 15:49 Uhr

50. Udo841:
@ricojena Die Fans sollen also eine Massenschlägereio riskieren, was selbst die Polizei nicht wollte.
26.02.2013
15:44 Uhr
49. schmidt:
Ich hole jetzt mal die Verschwörungstheorie hervor. Aue will das es dort "knallt" und hofft das de Dynamos noch für diese Saison Punktabzug bekommen. So landet man am Ende der Saison noch vor den Schwarzgelben und steigt ni ab. Das is doch mal ne tolle Story.
26.02.2013
15:32 Uhr
48. nur mal so:
@Seikilos: Gestern im Sachsenspiegel kam von Seiten der Polizei die Aussage, dass man den Kartenverkauf ausdrücklich begrüßt... Das einzige, was der Verein Dynamo Dresden getan hat, ist alle Verantwortung von sich zu weisen. Niemand glaubt ernsthaft, das sich der Großteil der Dresdner Fans zuhause geblieben wäre. Vielmehr ging man davon aus, dass sich einige Hundert dennoch auf den weg machen würden. Welche Zustände das zu Folge gehabt hätte mag man sich nicht ausmalen.
26.02.2013
15:07 Uhr
47. Sachsenring:
Ihr werdet sehen in absehbarer Zukunft wird Auch Aue wieder gegen uns in der Regio spielen..andere habens vorgemacht. Man wird dann 1.&2. Bundesliga in 1.&2. Westliga umnennen und eine 1.&2. Ostliga erschaffen (3.Liga+Regio) Verwaltung Ost NOFV und West DFB..wer weiß
26.02.2013
14:37 Uhr
46. Kai:
Also ein Sponsor ist ja ein Geldgeber, der für seinen EINSATZ eine gewisse Gegenleistung erwartet. Ich hoffe ihm bringt dies das Spiel und die Umgehung der Absprachen nachhaltig - aber auch negative Werbung ist ja ein Werbung in der Sache - man bleibt im Gespräch. Bleibt abzuwägen, ob man da von Vereinsseite auf den Sponsor verzichten sollte. Jeder echte Fan der nun nach Aue fährt um den Schachtsch... den Saisonetat zu retten hat den Schuss nicht gehört - leidtragend wird wieder Dynamo sein - so oder so... Aber die 2.700 Kartenkäufer hoffentlich personalisiert ...
26.02.2013
14:36 Uhr
45. Udo841:
Warum soll Dynamo eigentlich mit Aue sprechen, nachdem sie ihren Verzicht erklärt haben ? Zumal ich nirgendwo auf der Auer webseite davon gelesen habe, daß man mit Dynamo überhaupt gesproche hat. Den Verzicht können sie nicht zurück nehmen.
26.02.2013
14:27 Uhr
44. Seikilos:
@Gregor: Das heißt also, weil Dynamo einfach seinen Standpunkt behalten möchte, ist es Aue gestattet, darum drumherumzuarbeiten? Interessante Auslegung. Anstatt einfach auch mal die Meinung des Gegenüber zu akzeptieren, torpediere ich ihn lieber. Ich hätte kein Problem damit, wenn man vor Ort den Gästeblock aufgemacht hätte und Dynamo-Fans statt in gemischte Blöcke, dorthin geleitet hätte. Aber komplettes Ausblenden des Gegenübers ist Mißachtung. Nimmt an der Sicherheitskonferenz dann der Sponsor teil? Und wie schauts dann mit dem Schadensersatz aus, sollte etwas durch diese Fans kaputtgehen?
26.02.2013
14:09 Uhr
43. Der Alte:
@ ricojena: Nee, Du hast es eben nicht verstanden, das Verhindern von Straftaten dieser brutalen!!!!! Dimension ist nicht Sache von Privatpersonen oder Vereinen sondern der, die dafür ausgebildet sind. POLIZEI und ORDNUNGSDIENSTE (diese IM Stadion). Auch bezeichnend: Bei Freiburg - Frankfurt und Köln - Union gibts nach dem Spiel zahlreiche Festnahmen (vgl. diverse Tageszeitungen)...., hier war man mal konsequent, und auch die Polizei in Aue schätzt die Lage m. E. richtig ein und sieht eine Kollektivstrafe eher kritisch. Dies sind Maßnahmen, wie es gehen kann [...]* * Beleidigenden Part gelöscht - MDR.DE-Redaktion
26.02.2013
13:58 Uhr
42. nur mal so:
Die 2.700Karten sind verkauft, damit dürfte das Thema geklärt sein. Es gibt genügend Dynamo-Fans, die das Vorgehen der eigenen Vereinsführung mißbilligen und dies mit dem Kartenkauf klar zum Ausdruck bringen...
26.02.2013
13:22 Uhr
41. ricojena:
@34.Peter Danke jetzt habe ich es verstanden! Tausende Dynamofans haben gegen eine Gruppe von 10 "eingeschleusten" Leuten des schwehrsten Kalibers einfach keine Chance!
26.02.2013
13:21 Uhr

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