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Fußball | 2. Bundesliga : Dynamo packt keine Punkte in Bochum ein

1. Spieltag

Zweitligist Dynamo Dresden hat beim ersten Saisonspiel wichtige Punkte in Bochum liegen lassen und 1:2 verloren.

Bochum begann sein erstes Saisonspiel zackig. Zweikampfstark und mit viel Ballbesitz erkämpften sich die Gastgeber innerhalb der ersten Viertelstunde mehrere Ecken, die aber nichts einbrachten. Einen Heber von Bochums Kramer (3.) faustete Dynamo-Keeper Kirsten locker weg, Schüsse von Maltritz (9.), Dabrovski (13.) oder Sinkiewicz (16.) gerieten entweder zu hoch oder gingen klar am Kirsten-Kasten vorbei.

Dresdens Erwachen - starke erste Halbzeit

Bochums Christoph Kramer (r) im Zweikampf um den Ball mit Dresdens Filip Trojan (l).
Bochums Kramer (re.) und Dresdens Trojan (li.) im Zweikampf.

Nach etwa 20 Minuten schien sich Dresden aus der Umklammerung des VfL zu lösen. Zunächst nahm Fort eine Trojan-Flanke auf, der Kopfschuss ging aber gute zwei Meter über die Latte (21.). Nur zwei Minuten später fand eine erneute Trojan-Flanke Dresdens Stürmer Poté, der den Ball vom Fünf-Meter-Raum aus in Richtung Ecke hämmerte, aber an Bochum-Keeper Luthe scheiterte. Nach dem Motto "aller guten Dinge sind drei" kam dann fast überraschend das Tor für die Gäste: Nachdem Bochum in der 27. Spielminute einen möglichen Treffer durch den Ex-Dresdner Dedic knapp verpasst hatte, holte Dynamo zum Gegenschlag aus. Nach einer wunderschönen Ballstafette eilte Poté nach direktem Zuspiel von Koch nach vorn und spitzelte den Ball an Bochums Keeper Luthe vorbei ins Netz (28.). Sein erstes Saisontor war dem Stürmer sogar ein Rasen-Kuss wert.

Danach zog sich Dynamo etwas zurück und ließ eine weitere Ecken-Serie der Gastgeber zu, die jedoch nichts einbrachte, da Dynamo defensiv sicher stand. Fünf Minuten vor Halbzeitpfiff brachte Trojan seine Dresdner Elf mit einem Flachschuss vom Sechzehner wieder ins Spiel, den Bochums Torwart Luthe aber zu entschärfen wusste.

Bochum in Halbzeit zwei wie ausgewechselt

Bochums Zlatko Dedic (r) im Zweikampf um den Ball mit Dresdens Anthony Losilla (l)
Ex-Dynamo-Stürmer Dedic erzielte fast einen Treffer.

Die Ansprache des Bochumer Trainers Bergmann in der Halbzeitpause schien deutlich ausgefallen zu sein, denn der Gastgeber zeigte sich von der ersten Sekunde an präsent. Nach einem Tasaka-Zuspiel zog der Ex-Dresdner Dedic in der 49. Minute aus fünf Metern ab, doch Dynamo-Keeper Kirsten warf sich reflexartig dazwischen und bugsierte den Ball per Fuß ins Aus. Nur drei Minuten später kam jeder Rettungsversuch zu spät: Nach zehn erfolglosen Eck-Hereingaben von Iashvili fand ein Freistoß von links Goretzka, der den Ball aus etwa acht Metern in die linke Ecke köpfte. Danach waren die Gastgeber außer Rand und Band. Völlig beflügelt vom Ausgleich war es immer wieder Iashvili, der völlig ungehindert Bälle reinbringen konnte. So war das 2:1 für die Gastgeber nur eine Frage der Zeit – und wurde in der 84. Minute Realität: Nach der 13. Ecke von Iashvili war der eingewechselte Freier zur Stelle und knallte den Ball unhaltbar für Kirsten ins linke untere Eck. Ein Pepic-Schuss aus 16 Metern brachte Bochums Torwart Luthe zwar noch zu einer Parade, konnte die Niederlage der Dresdner aber nicht mehr in ein Unentschieden verwandeln.

Am Ende gewann Bochum verdient, da der Gastgeber vor allem in der zweiten Halbzeit merklich aufdrehte. Zumindest in der ersten Halbzeit verkaufte sich Dynamo aber dennoch gut.

Trainerstimmen zum Spiel

Ralf Loose (Dynamo Dresden): "Die erste Halbzeit lief ähnlich wie im letzten Jahr. Beide Mannschaften haben das Spiel kontrolliert und wenig Torchancen zugelassen. Wir haben dann nach einer guten Kombination den Führungstreffer erzielt und hätten das zweite Tor nachlegen müssen. Stattdessen kam der Ausgleich durch Bochum, weil sie sehr starke Leute haben und besser von Abwehr auf Angriff umschalten konnten. Wir haben gesehen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen."

Andreas Bergmann (VfL Bochum): "Wir haben nicht unverdient gewonnen. In den ersten 25 Minuten haben wir sehr intensiven Fußball gezeigt. Wir sind nach dem Gegentor etwas getaumelt, hatten dann in der 2. Halbzeit sechs neue Spieler in der Mannschaft, die viel investiert und tolle Tore erzielt haben. Unterm Strich bin ich froh, dass sich die Mannschaft so belohnt hat. Wir werden Stück für Stück weiterarbeiten."

1860 München gewinnt Bayern-Derby

Im bayrischen Derby zwischen 1860 München und Aufsteiger Jahn Regensburg hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite und gewannen am Ende mit 1:0 (1:0).

Die Münchner freuen sich über ihren Sieg gegen Regensburg.
Derby-Sieger München kann sich über drei Punkte freuen.

Vor 45.300 Zuschauern lenkte Philipp Ziereis den Ball im Anschluss an eine Ecke ins eigene Tor (9.) und brachte die Regensburger damit früh auf die Verliererstraße. Die Gäste hatten in der Folgezeit durch einen Freistoß von Christian Rahn (22.) und eine Chance durch Denis Weidlich (46.) zwar große Möglichkeiten auf den Ausgleich, scheiterten aber jeweils am "Löwen"-Keeper Gabor Kiraly. In der Schlussphase avancierte Kiraly dann endgültig zum Matchwinner als er vier Minuten vor Spielschluss einen Foulelfmeter von Abdenour Amachaibou parierte. Jahn-Coach Oscar Corrochano war nach dem Spiel trotzdem zufrieden mit seinem Team: "Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen. Wir haben nach einem Standard das Gegentor kassiert und hatten ansonsten die besseren Chancen." Dagegen zeigte sich "Löwen"-Trainer Reiner Maurer sichtlich erleichtert: "Wichtig war, dass wir gewonnen haben. Die Spieler hatten sich heute zu viel vorgenommen und wollen sich vor der tollen Kulisse beweisen."

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Zuletzt aktualisiert: 11. August 2012, 19:50 Uhr

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