Bundesligen

Fußball | 2. Bundesliga : Cottbus eine Nummer zu groß für Aue

2. Spieltag

Erzgebirge Aue hat noch viel Arbeit vor sich. In Cottbus bekam die Mannschaft von Trainer Karsten Baumann eine Lehrstunde von den Lausitzern. Der 1.FC Kaiserslautern hat bei Überraschungsteam VfR Aalen einen glücklichen Auswärtssieg gefeiert. Der 1.FC Köln sah gegen Sandhausen bis kurz vor Schluss wie der Gewinner aus. Doch es kam alles anders.

Daniel Adlung (re.) hat den Treffer zum 1:0 erzielt und bejubelt sein Tor mit den Teamkollegen Kruska und Sanogo.

Erzgebirge Aue hat mit 0:3 (0:2) bei Energie Cottbus verloren. Das Team von Trainer Karsten Baumann muss damit weiterhin auf einen Sieg in der Lausitz warten.

Adlung schlägt zweimal zu

Bei bestem Fußballwetter tasteten sich die beiden Teams in der Anfangsphase noch ab. Das sollte sich aber schlagartig ändern.

Männel hält Elfmeter
Den Elfmeter konnte Männel noch parieren, beim Nachschuss hatte er keine Chance.

In der 12. Spielminute gab Stiepermann aus neun Metern einen ersten Warnschuss an Aue ab. Drei Minuten später hätte Möhrle dann die Führung für Cottbus klar machen müssen. Nach einer Ecke traf er aber freistehend den Ball aus drei Metern nicht. Im Gegenzug verbuchten die "Veilchen" die erste - wie sich später herausstellte, allerdings auch einzige - gute Chance im ersten Durchgang: Sylvestr zog aus 20 Metern ab und zwang Kirschbaum zu einer Glanzparade. Danach spielte nur noch der Gastgeber und ging in der 22. Minute auch in Führung. Aues Keeper Männel hatte den Ball ohne Bedrängnis zu Kruska geschossen, der reagierte schnell und spielte zum gut aufgelegten Adlung. Gegen dessen straffen Schuss aus 20 Metern war Männel dann machtlos. Bei Aue klappte danach gar nichts mehr, die "Veilchen" wirkten nach dem Rückstand total verunsichert. Energie drückte weiter und nutzte schließlich einen Elfmeter zum 2:0. Höfler hatte den agilen Farina im Strafraum zu Fall gebracht. Den ersten Versuch von Adlung konnte Männel noch parieren, gegen seinen Nachschuss war er aber machtlos. Aue konnte sich über den 2:0-Rückstand nicht beschweren, Sanogo per Drehschuss und Stiepermann mit einem schönen Volleyschuss hätten sogar noch auf 3:0 erhöhen können.

Sanogo macht den Sack zu

Aue kam mit viel Schwung aus der Kabine und wollte sich noch nicht geschlagen geben. Müller zog gekonnt in den Strafraum, sein Schuss war aber zu harmlos (51.). In der 53. Minute zerschlug Sanogo mit dem dritten Cottbusser Tor alle Auer Hoffnungen auf Auswärtspunkte. Zunächste fasste sich Stiepermann ein Herz und nagelte einen Gewaltschuss an das rechte Lattenkreuz. Den Abpraller köpfte der wachsame Sanogo dann ins Tor. Aue gab sich trotz des hohen Rückstandes nicht auf, wirkte aber über die Partie hinweg einfach zu ideenlos. Vor allem Neuzugang Munteanu enttäuschte auf der ganzen Linie. Der Auer Sylvestr war an diesem Abend der Einzige in Normalform. Er zeigte sich sehr laufstark und spielfreudig, wurde aber zu oft im Sturm allein gelassen. Cottbus verwaltete den Vorsprung bis zum Ende und verließ als verdienter Sieger den Platz.

Das sagten die Trainer:

Karsten Baumann (Erzgebirge Aue): "Wir haben uns heute selbst geschlagen. Vor allem beim 1:0 haben wir den Gegner zum Tore schießen eingeladen. Martin Männel war da nur das letzte Glied in der Kette. Bis zum Strafraum haben wir einigermaßen gefällig gespielt, aber dann klemmte unser Spiel. Was ich überhaupt nicht verstehen kann, ist, dass wir uns heute schon nach 22 Minuten geschlagen gegeben haben."

Rudi Bommer (Energie Cottbus): "Wir sind gut ins Spiel gekommen. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht. Natürlich hat bei den Toren auch ein Stückchen Glück dazu gehört, um auch in Führung zu gehen. Was mir nicht gefallen hat, waren die ersten 10 bis 15 Minuten nach der Halbzeitpause. Ansonsten bin ich rundum zufrieden und möchte keinen Spieler aus der Mannschaft heraus heben."

"Teufel" Bunjaku sichert ersten Dreier

Der 1.FC Kaiserslautern hat beim starken Aufsteiger VfR Aalen einen 2:1-Auswärtssieg gefeiert. Dabei erzielte Bunjaku beide Treffer für das Team von Trainer Foda.

Aalens Tim Kister (links) und Kaiserslauterns Mathias Abel kämpfen um den Ball
Aalens Tim Kister (links) und Kaiserslauterns Mathias Abel kämpfen um den Ball.

Die Pfälzer gingen nach 16 Minuten durch einen schmeichelhaften Elfmeter in Führung. Bunjaku fiel nach einer Berührung von Hofmann wie vom Blitz getroffen und verwandelte danach den Strafstoß sicher unter die Latte. Der Neuling aus Aalen wirkte überhaupt nicht geschockt und kam nur acht Minuten später zum verdienten Ausgleich. Lauterns Simunek hatte bei einer Flanke im eigenen Strafraum den Ball mit der Hand berührt. Den Elfer setzte Dausch ins linke Eck. Danach dominierten die Gastgeber. Lechleiter hatte in der 35. Minute die große Chance zur Führung, seinen 20-Meter-Hammer konnte Keeper Sippel aber noch aus dem rechten Eck kratzen. Kurz vor dem Pausenpfiff schlugen die Gäste aber erneut zu. Bunjaku wurde von Idrissou geschickt und traf aus 16 Metern. Zuvor hatte der Ex-Erfurter noch eine dicke Kopfball-Chance ausgelassen. Diesem 1:2-Rückstand rannte Aalen in der zweiten Halbzeit erfolglos hinterher. Kaiserslautern stand nun sehr tief, ließ dabei aber nur wenig zu. Sechs Minuten vor Schluss hatten die Pfälzer allerdings Glück, als Simunek per Kopf beinahe ein Eigentor produzierte.

Köln verspielt den Heimsieg

Der 1.FC Köln hat die Auftaktniederlage in Braunschweig nicht wettmachen können. Das Stanislawski-Team musste sich nach schwacher erster und guter zweiter Halbzeit gegen den SV Sandhausen mit einem 1:1 begnügen.

 Kölns Miso Brecko und Sandhausens Timo Achenbach (r) versuchen den Ball zu spielen.
Kölns Brecko (li.) behauptet das Leder.

Wegen einer DFB-Strafe durften nur 25.000 Zuschauer das erste Heimspiel des 1.FC Köln besuchen. Die sahen eine ausgeglichene erste Halbzeit. Den ersten kleinen Aufreger gab es in der 23. Minute, als Sandhausens Adler aus 18 Metern knapp verzog. Sechs Minuten später landete ein Schuss an der Lattenoberkante des Kölner Tores. Auf Kölner Seite wurde Brecko in aussichtsreicher Position geblockt. Nach dem Wechsel erhöhte Köln den Druck, ohne sich größere Chancen herauszuspielen. Dann die 63. Minute: Brecko fiel nach einer Berührung von Adler. Den fälligen Elfmeter verwandelte Bröker sicher. Elf Minuten vor dem Abpfiff wurde den Gästen ein klarer Treffer aberkannt. Schulz hatte per Kopf getroffen, das Tor wurde aber wegen angeblichen Abseits nicht gegeben. In der 89. Minute klappte es dann aber doch noch für die Gäste. Dorn lupfte den Ball aus 16 Metern per Seitfallzieher über den Kölner Keeper hinweg ins Netz.

Aktuelle Berichte zur 2. Fußball-Bundesliga

Zuletzt aktualisiert: 11. August 2012, 16:45 Uhr

1. mviel.:
Ist es zu spät Rico Schmitt zurück zu holen? Nachdem Auftritt gestern... Baumann wollte unsere Spieler mit den Berichten der lokalen Cottbuser Presse an heizen. Nachdem Spiel war das wohl ehr die Micky Maus. Gercaliu war auf links total überfordert. Höfler und Munteanu konnten, wie gegen Pauli, nicht überzeugen und Sylvestr vergab gute Chancen kläglich. Warum wurden Savran und Kocer erst nachdem 3:0 eingewechselt, schon gegen Pauli brachten genau diese beiden sehr viel neuen Schwung ins Auer Angriffsspiel. Savran zeigte in der Vorbereitung das er weiß wo das Tor steht, auch wenn hauptsächlich gegen unterklassige Gegner gespielt wurde. Cottbus war gestern schlagbar. Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln, nocheinmal die Auer Tugenden verinnerlichen (Sind die bei Baumann überhaupt noch gefragt?) und nächsten Montag den ersten Dreier gegen derzeit schwache Kölner holen. Glück Auf!
11.08.2012
10:28 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK