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Fußball | DFB-Pokal-Auslosung : Reaktionen - kein Spiel wie jedes andere

1. Runde

Kein Spiel wie jedes andere - die vier DFB-Pokalpartien mit mitteldeutscher Beteiligung rufen zwar unterschiedliche Emotionen hervor, lassen aber keinen kalt. Die Bundesligisten Leverkusen und Frankfurt kreuzen in Jena bzw. Aue auf. Zweitligist Duisburg muss wieder nach Halle. Und Chemnitz erwartet zum ewig jungen Duell Dynamo Dresden. Wir haben Reaktionen auf die Auslosung gesammelt.

Der DFB-Pokal und die Logos der Mannschaften von Dynamo Dresden, Chemnitzer FC, Erzgebirge Aue, Carl Zeiss Jena und Hallescher FC.

Chemnitzer FC: Saisonhöhepunkt

CFC-Coach Gerd Schädlich: "Wir sind mit der Auslosung sehr zufrieden. Wir haben einen attraktiven Gegner bekommen. Ich denke, das ist für die Fans ein sehr interessantes Spiel. Das Stadion wird sicherlich ausverkauft sein. Das ist bestimmt ein Saisonhöhepunkt. Beide Mannschaften sind in der vergangenen Saison aufgestiegen und haben ein richtig gutes Spieljahr absolviert. Ich freue mich mit der Mannschaft auf das Duell mit Dynamo. Wir haben eine Außenseiterchance."

Dynamo Dresden: Wiedersehensfreude mit Kegel und Pfeffer

SGD-Trainer Ralf Loose: "Die neue Saison beginnt damit für uns, wie die alte aufgehört hat. Mit einem Derby. Ich denke, dass wir uns in Chemnitz auf ein attraktives Spiel vor ausverkauftem Haus freuen dürfen, schließlich ist es ein Sachsenderby, das beide Mannschaften unbedingt gewinnen wollen."

Robert Koch und Cristian Fiel
Robert Koch und Cristian Fiel

Kapitän Cristian Fiel: "Es gibt leichtere Aufgaben als diese! Es ist ein Derby und es kommt noch dazu, dass sich der CFC bisher sehr gut verstärkt hat. Dadurch, dass zwei Ex-Spieler von uns im Sommer dorthin gewechselt sind, ist natürlich noch mehr Brisanz drin in diesem Pokalspiel."

Außenstürmer Robert Koch: "Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Maik und Sascha und natürlich auch darüber, dass unsere Fans nicht so weit fahren müssen. Ich erwarte ein umkämpftes und spannendes Derby."

Erzgebirge Aue: Nicht alle Tage

Aue-Trainer Karsten Baumann: "Eintracht Frankfurt ist ein schweres Los. Klar, dass man gegen so einen Verein einen richtig guten Tag erwischen muss, wenn man weiterkommen will. Wir haben eine Chance, uns zu beweisen, werden uns gut vorbereiten. Man bekommt nicht alle Tage so einen Gegner zu sehen. Da muss das ganze Erzgebirge zusammen stehen. An Motivation wird es nicht fehlen. Diese Spiele sind immer etwas Außergewöhnliches. Die Mannschaft wird heiß sein."

Eintracht Frankfurt: Aue ist schweres Los

Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen: "Mit Aue haben wir den Verein gezogen, der in Lostopf 2 den höchsten sportlichen Rang einnimmt. Von daher ist es ein schweres Los. Unser Anspruch lautet aber, dass wir die nächste Runde erreichen wollen."

Carl Zeiss Jena: Nach drei Jahren wieder dabei

FCC-Trainer Petrik Sander: "Sich mit unserer jungen Mannschaft gegen einen Bundesligisten messen zu können, ist ein toller Höhepunkt für jeden unserer Spieler."

Präsident Rainer Zipfel: "Wir freuen uns, nach dreijähriger Abstinenz endlich wieder im Pokal dabei zu sein. Mit Bayer Leverkusen haben wir einen sehr attraktiven Gegner zugelost bekommen, auf den sich unsere Fans freuen können. Die werden auf eine Sensation bei David gegen Goliath hoffen."

Bayer Leverkusen: Vieles nicht vorhersehbar

Bernd Schneider
Er zauberte für beide Klubs: Bernd Schneider

Bayer-Trainer Sascha Lewandowski: "Natürlich sind wir der Favorit in dieser Begegnung und wollen dieser Rolle auch gerecht werden. Allerdings nehmen wir Carl Zeiss Jena sehr ernst. In Spielen wie diesen sind viele Dinge nicht vorhersehbar. Wir erwarten einen hochmotivierten Gastgeber, der alles in die Waagschale werfen wird, vor allem Kampfkraft und Leidenschaft. Wir müssen top-konzentriert auftreten."

Hallescher FC: Rechnung mit MSV offen

HFC-Präsident Michael Schädlich: "Unsere Chancen stehen 30:70, also besser als vor zwei Jahren." Im Oktober 2010 gab es in der 2. Runde in Leipzig eine 0:3-Pleite.

Trainer Sven Köhler: "Wir haben eine Rechnung offen. Duisburg ist eine etablierte Mannschaft, die sicherlich 2010 personell stärker besetzt war. Wir haben im eigenen Stadion eine schwere Aufgabe, aber auch unsere Chance als Außenseiter."

Kapitän Nico Kanitz: "Damals hat ja Stefan Maierhofer fast allein das Spiel entschieden, uns wurde ein reguläres Tor aberkannt. Für unsere Fans hätte ich mir den FC Bayern, Schalke oder Dortmund in Halle gewünscht. Aber so ein Duell kann ja in der 2. Runde kommen."

MSV Duisburg: Halle als gutes Omen?

Der neue MSV-Verteidiger und Ex-Hallenser Adli Lachheb: "Wir werden natürlich alles tun, um weiter zu kommen. Unabhängig davon freue ich mich, wieder einmal in Halle zu sein."

MSV-Sportdirektor Ivo Grlic: "Es ist kein einfacher Gegner. Der Hallesche FC ist vollkommen verdient in die dritte Liga aufgestiegen. Außerdem ist ihr neues Stadion fertig, sie müssen nicht mehr für den DFB-Pokal nach Leipzig ausweichen. Es wird ein heißes Duell."

Coach Olli Reck: "Die Fans werden eine unglaubliche Atmosphäre ins Stadion zaubern. Der HFC wird uns alles abverlangen. Auf Grund der Begegnung vor zwei Jahren wissen wir aber auch, dass wir uns durchsetzen können. Vielleicht ist dies auch ein gutes Omen für den restlichen Pokalwettbewerb." Damals erreichte Duisburg das Finale in Berlin.

Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2012, 10:12 Uhr

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