Fußball | DFB-Hallenpokal : Frauen-Elite läuft in Magdeburg auf
Am Sonnabend steht das erste Frauenfußball-Highlight des neuen Jahres auf dem Programm. In Magdeburg spielen alle zwölf Erstligisten den deutschen Hallenmeister aus. Der 1. FFC Frankfurt geht als Titelverteidiger an den Start, als ärgste Konkurrenten gelten Bundesliga-Spitzenreiter VfL Wolfsburg und Turbine Potsdam.
USV muss gegen Frankfurt bestehen
Für den in dieser Saison schwächelnden FFC hat die Verteidigung des DFB-Hallenpokals jedoch nicht oberste Priorität. "Wichtig ist mir da nur, dass sich keine Spielerin verletzt und sich das Team selbst organisiert. Wenn es dann noch erfolgreich ist, umso besser", sagte der Frankfurter Trainer Philipp Dahm, der in Magdeburg wohl auch auf die vor der Winterpause verletzten Stammkräfte Kim Kulig und Dzsenifer Marozsan zurückgreifen kann. Weiterhin fehlen werden die Nationalspielerinnen Simone Laudehr und Lira Bajramaj, die ihre Verletzungen noch nicht auskuriert haben.
Der siebenmalige Triumphator trifft in der Gruppenphase unter anderem auch auf den USV Jena. Für die Thüringerinnen bleiben in einer starken Gruppe jedoch allenfalls Außenseiterchancen, weswegen USV-Trainer Daniel Kraus das Hallenturnier vorwiegend als bessere Trainingseinheit sieht. Insbesondere für die großen Probleme im Abschluss könnte der Hallenauftritt neues Selbstvertrauen bringen, schließlich sind viele Chancen und viele Torschüsse vorprogrammiert. USV-Führungsspielerin Carolin Schiewe sieht die Ursache indes beim Personal: "Uns fehlt einfach eine echte Torjägerin." Dennoch freut sich Schiewe auf den Pokal, den sie 2008 mit Turbine Potsdam bereits gewonnen hatte: "Das ist ein toller Wettbewerb. Die Stimmung in der Halle ist immer einmalig. Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß, den Tag mit den Kolleginnen und Kontrahentinnen zu erleben."
DFB lobt Magdeburg
Auch DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg erwartet am 19. Januar ein hochklassiges Turnier: "Der DFB-Hallenpokal ist für die Frauen-Bundesliga eine ideale Plattform, um sich zu präsentieren. Die Bedingungen dafür sind in Magdeburg optimal. Die Halle bietet beste Voraussetzungen, die Atmosphäre ist beeindruckend, die Zuschauer haben das Turnier sehr gut angenommen." Auch bei DFB-Direktorin Steffi Jones ist die Vorfreude groß: "Hier kann jeder jeden schlagen, und es herrscht immer eine ganz besondere Atmosphäre. Die Zuschauer erwartet ein Spektakel."
Die Spiele werden über zwölf Minuten ausgetragen, in den einzelnen Gruppen spielt Jeder gegen Jeden. Die beiden Erstplatzierten jeder Staffel sowie die beiden besten Gruppendritten erreichen das Viertelfinale. Daneben werden die beiden Halbfinale und das Endspiel ausgetragen, ein Spiel um Platz drei gibt es nicht. Insgesamt ist ein Preisgeld von 10.000 Euro ausgeschrieben.
Die Gruppen in der Übersicht
Gruppe A: VfL Wolfsburg, Bayern München, Bayer Leverkusen, SC Freiburg
Gruppe B: Turbine Potsdam, FCR Duisburg, SGS Essen, VfL Sindelfingen
Gruppe C: FFC Frankfurt, USV Jena, FSV Gütersloh, Bad Neuenahr

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