Fußball | 2. Bundesliga : MDR: Dynamo-Geschäftsführer will endlich an die Täter
Nach den Ausschreitungen bei der Zweitliga-Partie von Dynamo Dresden beim 1. FC Kaiserslautern beklagt Dresdens Geschäftsführer die mangelhafte Täteridentifizierung. Trotz hervorragender Video-Aufnahmen der Polizei warte er weiter auf die konkreten Namen, sagte Müller in einem MDR-Interview.
Leichte Resignation bei Dynamo
"Da muss man als Dynamo Dresden leider ein wenig resignativ feststellen, dass es bisher jedenfalls nicht viel getaugt hat, dass die Polizei hervorragende Bilder der Täter hat", findet Müller, der von der Deutschen Fußball-Liga DFL nach Dresden wechselte. Schon seit dem Pokalspiel in Dortmund beobachtet er diese Situation. So bleiben große Fragen: "Wir wissen noch nicht einmal, ob die, die das getan haben, vorher im Stadion waren. Waren sie im Gästeblock, waren es Leute aus Dresden? All das ist mir jedenfalls nicht bekannt."
Täter statt Klubs rücken in den Fokus
Derzeit versuchen die Fußball-Klubs die Täter von Randalen zu ermitteln, um einer Kollektivstrafe zu entgehen. So wie Eintracht Frankfurt nach den Bengalo-Aktionen in Leverkusen. Dresdens Präsident Andreas Ritter sagte: "Die schuldunabhängige Haftung ist nach wie vor ein großes Problem für die Vereine." Der Ruf nach Staatsanwälten im Stadion, die Tatverdächtige sofort der Strafverfolgung zuführen können, wird lauter. "Das hielte ich für eine sehr positive Maßnahme", meint Müller. Die Sachsen selbst wollen künftig intensiv mit einem Rechtsanwalt für Strafrecht zusammenarbeiten: "Diesen Mangel an Kompetenz in den Vereinen wollen wir beseitigen."
Dynamo: Charta für Auswärtspartien
Zudem will Dynamo eine Charta entwickeln, die das Verhalten seiner Fans bei Auswärtsspielen festlegen soll. Zuletzt hatte der Klub verkündet, dass er bei den Auswärtsspielen bei Erzgebirge Aue, Union Berlin und Eintracht Braunschweig auf eigene Anhänger verzichtet.
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