Fußball | 2. Bundesliga : Gerechtes Unentschieden in Dresden
2. Spieltag
Nach der Auftakt-Niederlage beim VfL Bochum hat Dynamo Dresden den ersten Punkt der neuen Saison eingefahren. Gegen den TSV 1860 München spielten die Schwarz-Gelben 2:2, boten streckenweise sehr guten Fußball, ließen aber zwei einfache Gegentore zu. Der DFB hatte für diese Partie nur 13.000 Zuschauer mit personalisierten Tickets zugelassen. Am Ende kamen aber nur knapp 10.000 in die Arena.
Dynamo kämpft sich zurück ins Spiel
Gleich zu Beginn zeigten die Dresdner, wer der Herr im Hause ist. Druckvoll erspielten sich die Schwarz-Gelben zahlreiche kleine Gelegenheiten. Erst köpfte Kapitän Koch einen Trojan-Freistoß über den Kasten (2.) und danach versuchten Poté und Papadopoulos mehrfach durchzubrechen. Allerdings konnten Kiraly und seine Abwehr größere Gefahr abwenden. Stahl hatte dann nach 13 Minuten die erste Gelegenheit für die Bayern. Sein Aufsetzer von der Strafraumgrenze konnte Kirsten noch aus dem Winkel kratzen. Als Dynamo dann wieder in der Vorwärtsbewegung war und stark aufrückte, konterten die Gäste blitzschnell. Nicu wurde aus der eigenen Hälfte geschickt, lief über die linke Seite Richtung Grundlinie, flankte vor das Tor und dort vollendete Lauth unhaltbar zum 0:1 aus Dynamo-Sicht (18.). Danach war der Anfangsschwung der Dynamos erstmal erlahmt.
Doch nach einer zerfahrenen Spielphase kämpften sich die Gastgeber wieder zurück ins Spiel. Nachdem ein Schuppan-Freistoß aus 18. Metern in die Mauer ging und ein Koch-Schuss aus 19 Metern knapp neben dem Kasten landete, war Poté zur Stelle. Schuppan flankte den Ball von der linken Seite und per Flugkopfball drückte der Stürmer das Leder zum völlig verdienten Ausgleich über die Linie (38.). Sein zweites Tor im zweiten Spiel der Saison.
Gerechtes Unentschieden
Nach dem Seitenwechsel waren die Dresdner wieder das bessere Team. Koch schoss gleich mal aus 16 Metern aufs Tor (47.), allerdings ging der Ball links daneben. Danach waren die Schwarz-Gelben Feldüberlegen, erarbeiteten sich aber keine Großchancen mehr. 1860 lauerte ausschließlich auf Konter und kam durch Stoppelkamp und Lauth zu Gelegenheiten. Dann kombinierte sich Dynamo mit Kurzpässen nach vorn. Trojan setzte zu Neuzugang Ouali ein und der flankte von der rechten Seite flach in den Strafraum. Am langen Pfosten rutsche Gästeverteidiger Wojtkowiak in den Ball, lenkte ihn gegen den Innenpfosten und ins eigene Tor (64.).
Allerdings hielt die Führung wieder nicht lange: Erneut waren die Gäste mit einem blitzschnellen Konter zur Stelle. Der eingewechselte Halfar legte im Strafraum auf Bierofka, der eiskalt aus acht Metern zum 2:2 einschob. Zu diesem Zeitpunkt wurde Poté außerhalb des Platzes an der Hand behandelt und musste anschließend verletzt ausgewechselt werden. Eine Minute nach dem Ausgleich tauchte Lauth frei vor Kirsten auf, doch der Keeper rettete. Allerdings spielte er dann den Ball dem Gegner zu. Doch seine Vorderleute blockten die Schussversuche auf den verwaisten Kasten. Dann war Schluss in der sächsischen Landeshauptstadt. Dynamo machte über weite Strecken das Spiel, wurde aber bei den Gegentoren zu leicht überrumpelt.
Trainerstimmen
Ralf Loose (Dynamo Dresden): "Auch wenn die Kulisse in unserem Stadion heute nicht so phantastisch war wie sonst immer: Die knapp 10.000, die uns unterstützt haben, haben tolle Stimmung gemacht und auch ein gutes Spiel gesehen. Die Sechziger haben am Anfang mehr Druck gemacht und auch ein reguläres Führungstor erzielt. Wir haben nicht aufgesteckt und beim Ausgleich gesehen, wie wertvoll Mickael Poté für uns ist. Dumm nur, dass gerade in seiner Verletzungspause der Ausgleich gefallen ist. Da haben meine Jungs nicht clever gespielt und sind böse ausgekontert worden. Jetzt heißt es die Konzentration auf das nächste Wochenende zu fokussieren. Denn ein drittes Mal hintereinander wollen wir nicht ohne Sieg vom Platz gehen."
Reiner Maurer (1860 München): "Wir haben ein packendes, spannendes Spiel gesehen und ich denke, letztendlich war die Punkteteilung verdient. Meine Mannschaft ist gut ins Spiel gekommen. Hat sich am Anfang einige guten Chancen erarbeitet und durch clevere Konter die Dresdner immer wieder verunsichert und so auch die Führung erzielt. Dresden hat sich toll zurückgekämpft und ist mit unserer Hilfe sogar in Führung gegangen. Aber meine Mannschaft hat Moral bewiesen, den Ausgleich erzielt und wäre fast noch als Sieger vom Platz gegangen. "

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