Fußball | 2. Bundesliga : Dynamo-Anhänger randalieren in K'lautern
21. Spieltag
Schwarzer Freitag für Dynamo Dresden: Der Zweitligist hat am Abend nicht nur in Kaiserslautern verloren, Anhänger der Schwarz-Gelben haben danach auch noch in der Innenstadt randaliert. Es gab Verletzte und hohen Sachschaden.
Anhänger von Fußball-Zweitligist Dresden haben erneut für Negativ-Schlazeilen gesorgt. Am Freitagabend randalierten Fans der Schwarz-Gelben nach der 0:3-Niederlage von Dynamo in Kaiserslautern.
Polizei: "Hohes Maß an Aggressivität"
Wie die Polizei mitteilte, seien bei den Ausschreitungen in der Kaiserslauterner Innenstadt am Freitagabend Polizisten angegriffen sowie Busse und Einsatzfahrzeuge beschädigt worden. Ein Businsasse habe dabei durch herumfliegende Splitter Schnittwunden, eine Frau einen Schock erlitten. Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf 70.000 Euro. Bereits während des Spiels hatten Dynamo-Anhänger Pyrotechnik gezündet. Die Polizei musste zudem Dynamo-Anhänger am Stürmen eines Nachbarblocks hindern. Polizei-Einsatzleiter Franz-Josef Brandt erklärte: "Es hat sich während des gesamten Einsatzes gezeigt, dass bei den Dresdnern erhebliches Gewaltpotenzial sowie ein hohes Maß an Aggressivität vorhanden waren. Deshalb war die starke Polizeipräsenz sehr wichtig."
Dynamo-Sportdirektor kritisiert Fan-Randale
Am Sonnabend hat sich auch der Sportdirektor von Dynamo Dresden, Steffen Menze, zu Wort gemeldet. Der frühere Zweitliga-Fußballer kritisierte das Verhalten der Randalierer. Der Verein habe auf dem Spielfeld genügend Probleme, sagte Menze MDR 1 RADIO SACHSEN. Durch die Ausschreitungen stehe der Verein wieder negativ in die Öffentlichkeit da. Besonders schmerzhaft seien die damit verbundenen Geldstrafen. Alle Fußballfans müssten akzeptieren, dass Pyrotechnik in den Stadien verboten ist, betonte Menze.
Erst im Dezember Pokal-Ausschluss wegen Randale
Anhänger von Dynamo Dresden waren in der Vergangenheit in Ausschreitungen verwickelt. Erst im Dezember hatte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Zweitligisten wegen "fortgesetzten unsportlichen Verhaltens" seiner Anhänger für den kommenden Pokalwettbewerb gesperrt.
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