Bundesligen

Fußball | Sicherheit : Neue Technik bei Einlasskontrollen?

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier setzt im Kampf gegen die Gewalt in Fußballstadien auf neue technische Hilfsmittel. Demnach erwägt der CDU-Politiker ein personalisiertes Einlass-System, welches bereits in der Schweiz getestet wird. "Die Umsetzung der Stadionverbote durch die Vereine ist noch vollkommen unzureichend. Ich bin ein Befürworter der personalisierten Eintrittskarte in Verbindung mit einer Ausweiskontrolle", sagte er der "Sport-Bild". Damit soll gewaltbereiten Fans gewissermaßen der Riegel vorgeschoben werden.

Hansa Rostock startet Pilotprojekt

Man verfolge vor allem das Schweizer Modell, welches beim Eishockeyklub SC Bern bereits als Test im Einsatz ist. Dabei prüfen mit mobilen Geräten ausgestattete Ordner anhand des Personalausweises, ob der Besucher Stadionverbot hat. In der neuen Saison soll es bei Hansa Rostock ein Pilotprojekt geben. Die Rostocker hatten in der abgelaufen Saison teilweise massive Probleme mit ihren Anhängern. Voraussetzung für eine mögliche Zulassung dieses Systems ist, dass die Vereine ihre Hausordnung entsprechend anpassen müssten. "Das Veranstaltungsrecht lässt zu, dass die Vereine ihre Hausordnung ändern und allen Fans ab 16 Jahren vorschreiben, ihren Personalausweis zum Spiel mitzubringen", sagte Caffier.

Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2012, 20:59 Uhr

12. KNECHT:
Ich als Fan bin bereit mein Namen und Adresse offenzulegen wenn ich in das stadion möchte... Dein Postbote weiss sicherlich viel mehr geheimnisse über dich als ein Sicherheitsordner... von daher... FUSSBALL JA, gewalt nein!!! härtere Strafen für Gewalttäter!!!! Fusball ist kein Familienerlebnis mehr seit solchen Ausschreitungen... schämt euch (die leute die es betrifft)
25.06.2012
17:37 Uhr
11. mattotaupa:
@lenz: warum nur beim fussball? warum nicht auch bei allen anderen "zusammenrottungen"? ausweiskontrolle (und daten- und fotospeicherung) beim kneipenbummel (könnte ja ne schlägerei geben), beim kinobesuch (könnte ja n sitz schmutzig werden), beim busfahren (könnte ja ne scheibe zerkratzt werden), im wahllokal (könnte ja n falsches kreuz gesetzt werden), beim geld abheben (könnte ja einfach mal interessant sein), beim anstehen an der kasse im supermarkt (könnte ja n ladendieb sein) etc. wann merkt die habe-nichts-zu-verbergen-fraktion eigentlich, daß totale kontrolle keine sicherheit bringt, sondern nur ein selbstzweck ist?
15.06.2012
16:46 Uhr
10. mattotaupa:
@ sebastian b.: "... jeder richtige Fußballfan ist auch bereit für seine Eintrittskarte den Ausweis hinzuzeigen ..." dann bin ich eben - trotz vereinsmitgliedschaft und eintragslosem polizeilichem führungszeugnis - kein richtiger fussballfan. aber eine frage hätte ich dann doch noch: warum geben sie hier nicht unter jedem kommentar ihren vollständigen namen, geburtsdatum, geburtsort und meldeadresse an? kein vertrauen zu den anderen privatleuten hier? sie haben doch nicht etwa was zu verbergen? mir können sie doch vertrauen, ich verspreche auch die daten zu schützen (das gegenteil können sie eh nie beweisen). *sarkasmus off*
15.06.2012
16:39 Uhr
9. mattotaupa:
- wer kontrolliert dann die privaten kontrolleure, welche dann auf daten zugriff haben, welche ich auf arbeit beispielsweise als sozialdaten zu schützen habe? - outsourcing hoheitlicher aufgaben, ausweiskontrollen durch privatleute? - wer verhindert die weitergabe von ausweisen oder bekommen die fußballvereine nun noch lesegeräte für biometrische fotos? - wo sind die forderungen nach erfassung ALLER teilnehmer von demos für und gegen rechts, links, atom, bahnhöfe, bei konzerten(viel spaß bei loveparade-daten), handball, eishockey, olympia, em, wm etc? das sind alles großveranstaltungen mit konfliktpotentiall, wo der steuerzahler per polizei für ordnung sorgt
15.06.2012
16:32 Uhr
8. Lenz:
Personalisierte Tickets wären ein guter Schritt nach vorn. Im Flugverkehr werden Sie auch nicht hinterfragt. Erst einmal sollte man damit in der BL beginnen, um Erfahrungen zu sammeln, um die günstigsten Verfahren zu finden. Später muss man dies auf alle Großveranstaltungen im Fußball ausweiten. Jeder einzelne Zuschauer oder Mitarbeiter trägt Verantwortung für Sicherheit im Stadion. Chaoten darf man keine Bühne geben, sonst leidet der Sport und der Verein selbst. Vermummung für das Verdecken von Straftaten ist abzulehnen.
15.06.2012
14:10 Uhr
7. Egal:
Leider sind solche Maßnahmen mitlerweile ohne Alternative. @Bertesmonster: Als ob die Gewalt nicht schon immer auch in den Städten nach Fußballspielen stattfindet. Das war schon 1998 in Frankreich so. Was fehlt sind die richtigen Konsequenzen für die Gewalttäter, also echte Abschreckung.
15.06.2012
11:32 Uhr
6. Sebastian B.:
@ ich: Ich habe gesagt der Datenschutz muß gewährleistet sein. Und willst du das dein Verein immer für die Kosten aufkommt, die irgendwelche "so genannte" Fans ansammeln. Irgendwie muß man doch ne Lösung suchen oder nicht? Und unter nem Decknamen irgendwelchen Kommentare rein schreiben ist auch ne Lösung!
14.06.2012
20:36 Uhr
5. ich:
Ihr zwei würdet auch nackt draußen rum laufen und euch ein schild umhängen mit all euren privaten daten drauf!
14.06.2012
17:37 Uhr
4. Bertesmonster:
Verlagern wir das Problem schön nach außerhalb des Stadions, wo man Keinen mehr kontrollieren kann und es Kaos gibt, wie in Warschau.
14.06.2012
17:10 Uhr
3. Sebastian B.:
Finde ich gut, denn jeder richtige Fußballfan ist auch bereit für seine Eintrittskarte den Ausweis hinzuzeigen. Hoffe nur die Daten glangen nicht nach der Saison in fremde Hände. Ich würde es sogar so machen wie die Polen, habe da mal ein Bereicht gesehen. Da muß sich jeder Fan vor dem Kauf einer Eintrittskarte mit nem Foto ne Stadionkarte kaufen. Erst dann hat man das Recht sich ne Eintrittskarte zu kaufen. Die Stadionkarte gilt nur für eine Saison. Und wer auswärts Fahren will, da muß der Verein 24h vor Spielbeginn eine Liste mit Namen der Fans an den Heimgegner Faxen. Nur wer auf der Liste steht hat dann die Cahnce vor Ort Karten zu erwerben. Das vorgehen finde ich nicht schlecht. Weiß aber auch dass, das kaum machbar ist. Aber so könnte man ein paar ehrenamtliche Fans mit ins Boot holen und die übernehmen dann den Papierkram.
14.06.2012
17:07 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK