MDR-INFO-Podiumsdiskussion in Dresden : Wie weiter mit dem Fußball im Osten?
Dienstag, 6. November 2012, 19 Uhr
Seit Jahren rollt der Erstliga-Fußball an Ostdeutschland vorbei. Was läuft da schief? Darüber diskutiert MDR INFO am Dienstag, den 06. November 2012 ab 19:00 Uhr im Stadion von Dynamo Dresden. Zu Gast sind der künftige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig, Präsident Michael Schädlich (Hallescher FC), Trainer Petrik Sander (Carl Zeiss Jena), Sportdirektor Christian Beeck (Energie Cottbus) und Vermarktungsexperte Ralf Koslowski (Managing Director bei Infront Deutschland).
Egal ob Dresden, Halle oder Jena: Die Ostklubs schaffen es entweder nicht nach oben oder können sich dort nicht lange halten. Zuletzt haben Cottbus und Rostock im Oberhaus mitgemischt. Aber auch hier werden inzwischen wieder kleinere Brötchen gebacken.
Liegt es nur am Geld, das den West-Vereinen den entscheidenden Vorteil verschafft, oder an der schlechteren Infrastruktur? Welche Strategien verfolgen die Ost-Vereine? Wie kann das Kult-Potenzial von Traditionsklubs wiederbelebt werden? Welcher Klub hat das Zeug zum Erstligisten? Und welche Rolle wird RB Leipzig spielen? Diese Fragen diskutieren die MDR-INFO-Moderatoren Peer Vorderwülbecke und Sven Kochale gemeinsam mit den Podiumsgästen, u. a.:
Künftiger DFL-Geschäftsführer Rettig
Andreas Rettig, der künftige Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga. Bei der DFL tritt er am 1. Januar 2013 die Nachfolge von Holger Hieronymus an. Schon jetzt ist er ein vielgefragter Fußball-Funktionär. So war Rettig auch am Donnerstag beim Fan-Gipfel in Berlin vor Ort und hörte sich als Gast an, was die Fans auf dem Herzen haben. Der 45-Jährige, der unter Reiner Calmund bei Bayer Leverkusen das Geschäft lernte, führte zuletzt den FC Augsburg in die Bundesliga. Zuvor arbeitete er auch schon beim SC Freiburg und dem 1. FC Köln. Damit hat er für eine Reihe sehr unterschiedlicher Vereine gearbeitet.
Sander mit Erfahrungen bei vier Klubs
Christian Beeck, Sportdirektor von Energie Cottbus. Die Lausitzer stehen von allen ostdeutschen Mannschaften im Moment am besten da und gehören zu den Spitzenteams der 2. Liga. Christian Beeck hat als Spieler Erfahrungen mit Energie in der 1. Liga gesammelt und war auch Sportdirektor bei Union Berlin.
Das Auf und Ab im Ostfußball kennt Petrik Sander. Er ist Trainer beim FC Carl Zeiss Jena und soll den Traditionsverein in die dritte Liga führen. Dabei können ihm Erfahrungen helfen, die er bei Vereinen wie Cottbus, Koblenz und Aalen gesammelt hat.
Vermarktungsexperte weiß um die Schwierigkeiten im Ost-Fußball
Im Höhenflug befindet sich der Hallesche FC. Präsident Michael Schädlich, im Hauptberuf "Geschäftsführer des Instituts für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung", hat den Klub in seiner mehr als zehnjährigen Amtszeit auf Vordermann gebracht: Er hat den Klub auf wirtschaftlich gesunde Füße gestellt, das Stadion modernisiert und ist in die dritte Liga aufgestiegen.
Ralf Koslowski, Managing Director von Infront Deutschland, gewährt Einblick in die Schwierigkeiten bei der Vermarktung von Vereinen in Ostdeutschland. Er kann Vergleiche ziehen zu Vereinen wie Schalke, Bremen oder Freiburg, die von Infront betreut werden.
Eingeladen sind zudem Vertreter aller ostdeutschen Traditionsvereine, Fanorganisationen sowie Verbandsfunktionäre – und natürlich alle Fußballbegeisterten. Der Eintritt ist frei.
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