Faußball | 2. Bundesliga : Peter Pacult: "Wir haben ein Ziel"
Gut gelaunt und mit viel Wiener Schmäh hat sich Peter Pacult auf der ersten Pressekonferenz bei Dynamo Dresden gezeigt. Der 53-Jährige stellte sich den zahlreichen Fragen der Journalisten zu Themen wie Vertragslänge, Klassenerhalt, RB Leipzig und eventuellen Neuverpflichtungen. Wir haben die spannendsten Antworten zusammengetragen.
Peter Pacult: "Es freut mich, dass ich wieder altbekannte Gesichter sehe. Es ist für mich sehr überraschend, dass ich nach einiger Zeit wieder in Dresden arbeiten kann. Ich freue mich riesig auf die Aufgabe. Ich weiß, was für ein Potential in Dresden steckt. Ich kenne die Mannschaft ein bisschen. Es ist eine schwierige Aufgabe. Wir werden uns aber gut einstellen und am 3. Januar mit dem Training beginnen."
Konnte man den Vertrag mit RB Leipzig schnell auflösen? Wie war das Gespräch mit Dieter Mateschitz?
Es war kurz und schmerzlos. Und erfreulich für beide Seiten. Für mich nicht ganz so. Ich bin ein bisschen unschuldig zu dem Handkuss im Sommer gekommen, weil sich in Salzburg eine neue Situation ergeben hat. Trotzdem haben wir ein sehr gutes Verhältnis gehabt. Deshalb war das auch schnell vom Tisch bei Red Bull.
Was ist ähnlich und anders im Vergleich zum ersten Antritt hier vor sieben Jahren?
Ein neues Stadion haben wir - darauf freue ich mich. Es hat sich auf im Verein einiges geändert. Es ist professioneller geworden hier in Dresden. Auch die Bedingungen für die Spieler sind viel besser geworden.
Wie realistisch sind die Chancen, dass sie den Klassenerhalt schaffen?
Sehr realistisch. Die Mannschaft hat ein Potential, was sie noch nicht ganz ausgespielt hat. Da muss man in den nächsten Wochen schauen, warum der ein oder andere nicht an die Leistungsgrenzen herangekommen ist. Wir haben hier tolle Fans und Leute, die mit Herzblut hinter diesem Verein stehen. Das muss man den Spielern vermitteln, damit sie zur Sache gehen, wie in den Aufstiegsspielen. Es liegt an mir, das wieder hinzubekommen.
Sie haben verzichtet, die Mannschaft eher aus dem Urlaub zu holen?
Die Problematik ist: Man muss entsprechend Urlaub geben. Es sind eh nur 14 Tage. Die Spieler sollen diesen Urlaub bei der Familie genießen. Obwohl es eine kurze Vorbereitung ist, die Spieler brauchen aber nach den nicht nur physischen Belastungen Regeneration. Dann kommen sie wieder mit Freude zum Training.
Hat Herr Menze einen Cent für Neuverpflichtungen?
In erster Linie schauen wir uns erstmal in Ruhe den Kader an. Der ist sehr breit aufgestellt. Dann werden schauen, ob wir handeln müssen. Der erste Gedanke ist, in die Mannschaft hineinzuschauen, wo wir eventuell Probleme haben.
Wo wollen sie den Hebel ansetzen?
Man braucht sich nur das Torverhältnis anschauen. Hinten haben wir zu viele gekriegt und vorn zu wenige geschossen. Beides müssen wir abstellen. Wir müssen schauen, dass wir das vorn korrigieren und uns auch hinten verbessern.
Ihr Abschied 2006 wird von einigen Dynamo Fans auch kritisch gesehen. Wie gehen sie damit um?
Damit muss ich umgehen. Ich habe damals die Wahrheit gesagt. Es war nicht nur eine Geschichte mit Rapid sondern auch eine private Geschichte. Dass nicht alle das mit einem lachenden Auge gesehen hat, ist mit klar. Wenn ich bedenke, wie ich danach bei Rapid angefangen habe. Beim ersten Training wurde ich von Fans gefragt, was ich hier mache. Es wird keinen Trainer geben, wo 20.000 Zuschauer gleich sagen, dass er der Richtige ist. Das andere muss ich auf dem Platz mit der Mannschaft zeigen. Hier geht es um den Verein. So bin ich damals vor sieben Jahren angetreten. Und genauso mache ich das jetzt auch. Ob du sympathisch bist oder nicht, ist mir egal. Wir haben ein Ziel, und das wollen wir erreichen.
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