Fußball | 2. Bundesliga : Dicke Rechnung für Erzgebirge Aue
Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue muss an seinen ehemaligen Trainer Rico Schmitt mehr als 200.000 Euro zahlen. Im Rechtsstreit um die Kündigung des Arbeitsvertrages von Schmitt im Februar 2012 schlug das Arbeitsgericht Chemnitz nun einen Vergleich vor. Demnach soll der Verein 218.625 Euro zahlen.
Richterin: Erfolglosigkeit kein Kündigungsgrund
Schmitt war im Februar 2012 zunächst beurlaubt und später wegen Erfolglosigkeit gekündigt worden. Die Richterin befand, dass die Erfolglosigkeit allein kein rechtmäßiger Kündigungsgrund war. Demnach sei der Trainer noch Angestellter des Vereins und müsste nun zum 31.01.2013 ordentlich gekündigt werden. Die Summe setzt sich aus ausstehenden Gehältern, einer Prämie für den Klassenerhalt, Punktprämien vom März und April 2012 sowie Spesen zusammen. Sollte Erzgebirge Aue zustimmen, würde das Urteil am 12. November rechtskräftig.
Der 44-Jährige besaß noch einen Vertrag bis 2013. Seit 2009 war Schmitt Cheftrainer bei den Veilchen und schaffte gleich in der ersten Saison den sensationellen Aufstieg in die zweite Bundesliga. In der darauffolgenden Saison belegte Aue den fünften Platz. Am 21. Februar 2012 erfolgte nach einer Serie von sieglosen Spielen die Beurlaubung.
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