Fußball | Sicherheitskonzept : Aue stimmt komplett zu, Dynamo nicht
Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue haben das am Mittwoch beschlossene Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) begrüßt. Allerdings stimmten die Dresdner nicht allen Anträgen zu. Aue hingegen war mit dem Papier voll zufrieden. Sachsen Innenminister Ulbig fordert jedenfalls von den Vereinen eine konsequente Umsetzung des DFL-Konzeptes.
Dresden nicht völlig zufrieden
Zwei Punkte lehnte Dynamo ab. Einer betrifft Punkt 5, zu dem die Schwarz-Gelben einen Änderungsvorschlag gemacht hatten. Dieser beinhaltete eine Ausübung des Hausrechts für Ordnungskräfte des Gastvereins bei Risikospielen, wenn der Gastverein dies ausdrücklich für erforderlich hält. Wegen juristischer Bedenken wurde der Vorschlag aber abgelehnt. Daraufhin lehnte Dynamo den entsprechenden Antrag nach eigener Aussage ab. Auch Punkt 14, der eine Reduzierung des Gästeticket-Kontingentes durch Heimvereine in besonderen Fällen möglich macht, blieb ohne Zustimmung der Dresdner.
Die vom Verein eingereichten Änderungsanträge bei Punkt 8 (Wahrung der Persönlichkeitsrechte bei Zugangskontrollen) und Punkt 13 (Erarbeitung und Förderung von Aspekten einer positiven und schutzwürdigen Fankultur als Aufgabe der neuen Kommission "Stadionerlebnis") wurden laut Dynamo berücksichtigt. Deshalb habe man hier zugestimmt. "Wir nehmen vom heutigen Tag die Zusage der Liga mit, die Fans künftig besser einzubinden. Dynamo Dresden wird darauf achten, dass dieses Versprechen gehalten wird", sagte Geschäftsführer Christian Müller.
Aue gibt sein Ja-Wort
Der FC Erzgebirge Aue ist derweil mit den Inhalten des verabschiedeten Sicherheitskonzeptes zufrieden. "In der jetzigen und heute von den Clubs verabschiedeten Version sind Vorschläge und Änderungen enthalten, die es auch in unseren Vorstellungen gegeben hat. Diesen wurde Rechnung getragen", erklärte Geschäftsführer Michael Voigt. Zudem versicherte er, dass es für die Anhänger bei den Heimpartien keine großen Veränderungen geben werde: "Bei unseren Heimspielen wird sich für die Besucher und Fans kaum etwas ändern, denn viele Punkte des Papiers werden in Aue ja schon lange mit Erfolg durchgesetzt und mit Leben erfüllt. Ebenso ist doch ganz klar, dass Randalierer, Pyrotechnik oder auch Vermummte bei uns absolut nichts zu suchen haben."
Im Zuge der Diskussionen rund um das Konzept lobte der Geschäftsführer die Auer Anhänger: "Die Zusammenarbeit und der Umgang miteinander waren auch in dieser Angelegenheit äußerst fair. Fans, Fanprojekt und Verein haben gemeinsam an einem Strang gezogen. Das werden wir im Sinne der Sicherheit in unserem Stadion auch künftig in bewährter Weise tun."
Ulbig: "Konzept konsequent umsetzen!"
Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) fordert von den Vereinen eine konsequente Umsetzung der Beschlüsse, sieht dabei aber auch den DFB in der Pflicht. "Eines ist klar, der Prozess muss weitergehen", sagte Ulbig. Es müsse künftig möglich sein, ohne Furcht vor Verletzungen durch Feuerwerkskörper oder Schlägereien ins Stadion zu gehen. Daran arbeiteten Polizei, Behörden, Vereine und die friedlichen Fans gemeinsam. "Das ist die beste Fankultur, die es gibt." Pyrotechnik im Stadion sei keine Fankultur, sondern lebensgefährlich.
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