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Fußball | Frauen-Bundesliga : USV Jena: Vorstand tritt zurück

Beim USV Jena rumort es in diesen Tagen ordentlich: Am Dienstag ist der Vorstand des Frauen-Fußball-Bundesligisten zurückgetreten. Wie es in einer Mitteilung des Klubs heißt, reagierte der USV-Vorstand damit auf vereinsintern geäußerte "Kritik an der Arbeit des Vorstandes und dem deutlich vernehmbaren Bekenntnis der Mitglieder, diese selbst besser machen zu wollen."

Riebel: "unsachlich"

Collage / Logo USV Jena vor Gewitterwolke

Auf einer Mitgliederversammlung am 9. Juli wurde die Vereinsspitze um Präsident Ralf Schmidt-Röh für wenig transparente und nicht-professionelle Strukturen kritisiert. Wie die "Thüringer Landeszeitung" (Ausgabe vom 10. Juli) schreibt, bemängelten die Mitglieder unter anderem eine fehlende klare Aufgabenverteilung. Werner Riebel, 2. Vorsitzender des Vorstandes, sagte dem MDR nun: "Dem Vorstand wurde in unsachlicher Weise unterstellt, dass er seine Aufgaben nicht erfüllt habe. Wir mussten zurücktreten."

Kritik auch von Spielerinnen

Auch Kapitänin Laura Brosius und Abwehrspielerin Saskia Schwarz zählten zu den Kritikerinnen. "Das Engagement, das der Vorstand zeigt, ist mir zu wenig", sagte Schwarz auf der Mitgliederversammlung, Brosius kündigte an, sich stärker einbringen zu wollen.

Nach dem Rücktritt des Vorstandes von Dienstag steht dem Verein nun im August eine außerordentliche Mitgliederversammlung bevor. Diese muss in den kommenden Wochen einberufen werden, auf ihr kann ein neuer Vorstand gewählt werden.

Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2012, 11:46 Uhr

2. Ex-Jenaer:
@1: Opposition, wa? :) Man kann aber auch alles schlechtreden. Immerhin hat der Vorstand seit Jahren den Verein so organisiert, dass Bundesligafussball möglich wurde, eine zweite Mannschaft finanziell abgesichert in der 2. Liga spielen konnte und tolle Spielerinnen immer wieder nach Jena geholt wurden. Das Argument Trainersuche ist lachhaft. Zaunmüller wurde gefeuert, weil er schlecht war. Das ist nun einmal so im Fussball. Und Martina Voss-T. wurde Nationaltrainerin und hatte ne Klausel. Ausserdem arbeitet Dani Kraus erfolgreich. Wenn Dein einziges Problem ist, dass Dr. Schmidt-Röh nebenbei einen Job hat, in dem er noch mehr Verantwortung trägt, dann bin ich echt beruhigt. Bin mal gespannt, wer sich nun der Verantwortung stellt.
18.07.2012
22:11 Uhr
1. Ulrich Bohmüller:
Hallo- ein längst überfälliger Schritt ! wie ein roter Faden zog sich die "jährliche" Trainersuche seit der Trennung von H. Vater. Trauriger Höhepunkt in letzter Zeit war die Genehmigung des Vorstands das der Trainer gleichzeitig den Job als Torwarttrainer beim FC hat. Dies ist genauso als wenn F.Magath auch die Torwartfrauen beim VfL Wolfsburg trainiert. Ein Präsident eines Frauenerstligaklubs sollte auch mehr Zeit für die Balange des Klubs aufbringen können -geht nicht, wenn er sich hauptberuflich um mehr als 20000 Studenten kümmern muss. In Zukunft bitte etwas mehr Weitsicht!
18.07.2012
08:28 Uhr

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