Fußball | Frauen-Bundesliga : USV Jena: Vorstand tritt zurück
Beim USV Jena rumort es in diesen Tagen ordentlich: Am Dienstag ist der Vorstand des Frauen-Fußball-Bundesligisten zurückgetreten. Wie es in einer Mitteilung des Klubs heißt, reagierte der USV-Vorstand damit auf vereinsintern geäußerte "Kritik an der Arbeit des Vorstandes und dem deutlich vernehmbaren Bekenntnis der Mitglieder, diese selbst besser machen zu wollen."
Riebel: "unsachlich"
Auf einer Mitgliederversammlung am 9. Juli wurde die Vereinsspitze um Präsident Ralf Schmidt-Röh für wenig transparente und nicht-professionelle Strukturen kritisiert. Wie die "Thüringer Landeszeitung" (Ausgabe vom 10. Juli) schreibt, bemängelten die Mitglieder unter anderem eine fehlende klare Aufgabenverteilung. Werner Riebel, 2. Vorsitzender des Vorstandes, sagte dem MDR nun: "Dem Vorstand wurde in unsachlicher Weise unterstellt, dass er seine Aufgaben nicht erfüllt habe. Wir mussten zurücktreten."
Kritik auch von Spielerinnen
Auch Kapitänin Laura Brosius und Abwehrspielerin Saskia Schwarz zählten zu den Kritikerinnen. "Das Engagement, das der Vorstand zeigt, ist mir zu wenig", sagte Schwarz auf der Mitgliederversammlung, Brosius kündigte an, sich stärker einbringen zu wollen.
Nach dem Rücktritt des Vorstandes von Dienstag steht dem Verein nun im August eine außerordentliche Mitgliederversammlung bevor. Diese muss in den kommenden Wochen einberufen werden, auf ihr kann ein neuer Vorstand gewählt werden.
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