Fußball | 2. Bundesliga : Zwei Veilchen für die Geißböcke
3. Spieltag
Die Auer "Veilchen" haben am Montag gegen Bundesliga-Absteiger Köln einen 2:0-(1:0)-Erfolg gefeiert. Es war der erste Saisonsieg für die Auer und der erste Heimsieg gegen Köln überhaupt. Während die Sachsen mit dem Sieg vom vorletzten Tabellenplatz auf Rang elf kletterten, rutschte Köln auf Rang 17 ab. Mit einem Remis und zwei Niederlagen ist der Zweitliga-Saisonstart für das Team von Coach Stanislawski endgültig misslungen.
Frühe Tore in jeder Halbzeit
Köln war insgesamt das bessere Team und von Beginn an spielbestimmend. Die Tore machte aber Aue. Das erste fiel dabei schon zeitig: Nach tollem Pass von Neuzugang Sylvestr in die Spitze spitzelte Müller den Ball bereits nach acht Minuten über FC-Keeper Horn ins Tor. Danach rannten die "Geißböcke" gegen das Auer Tor an, trafen aber nicht. Bei der besten Chance scheiterte der Ex-Dresdner Bröker aus zehn Metern an der Latte (43.). Zuvor flatterte der Ball nach einem McKenna-Kopfball bereits knapp am Tor von Aue-Keeper Männel vorbei (37.) Doch auch die Gastgeber hatten ihre Chancen, das Team vom ehemaligen Kölner Spieler Baumann wartete auf Konter und hätte erhöhen können: Sylvestr (29./39.) konnte zwei Tempogegenstöße nicht nutzen.
Sylvestr bester Spieler
"Wir haben hinten zu schlecht verteidigt und vorn zu viel liegenlassen", sollte Köln-Coach Stanislawski nach dem Spiel sagen. Damit analysierte er das Spiel treffend. Zur Pause führte Köln die Torschussstatistik 11:2 an, nach dem Wechsel war aber erneut Aue zur Stelle. Savran traf nach einer Links-Flanke von Sylvestr aus Nahdistanz (55.). Nun brachte Aue den Sieg sicher nach Hause, hätte sogar erhöhen können. Immer wieder stand dabei der agile Sylvestr im Mittelpunkt des Geschehens. Einen Musterpass des Slowaken konnte Kocer nicht zum 3:0 nutzen. Bei seiner Auswechslung nach 85 Minuten erhielt der 23-jährige Sylvestr viel Beifall. Kurz vor dem Abpfiff hatte erneut Kocer die Chance zum dritten Tor, Horn rettete aber glänzend (88.).
Köln: Bessere Statistik hilft nicht zum Sieg
Den Anschlusstreffer für die Gäste, die auch nach dem Wechsel mehr Ballbesitz hatten, vergaben Bröker per Fallrückzieher (79.) und Clemens (84.). Am Ende jubelten die 10.000 Auer Fans und die Spieler. Neben den drei Punkten können sich Sylvestr und Co. auch über eine Runde Pizza am Dienstag freuen. Trainer Baumann muss seinem Team ein entsprechendes Versprechen erfüllen. "Wenn wir gewinnen, kriegen wir vom Trainer eine Pizza, wenn wir verlieren, müssen wir eine ausgeben", erklärte Abwehrspieler Nickenig den Deal.
Das sagten die Trainer
Holger Stanislawski (Köln): "Für uns war es schon ein sehr kurioses Spiel. Wir hatten viel Ballbesitz, haben streckenweise guten Fußball gespielt, aber aus der Vielzahl der Möglichkeiten konnten wir kein Tor erzielen. Hinten haben wir in den entscheidenden Situationen nicht gut verteidigt, so dass Aue verdient gewonnen hat."
Karsten Baumann (Aue): "Es war von uns eine engagierte und konzentrierte Leistung. Wir wollten schnell ein Tor erzielen, danach in der Defensive gut stehen und auf Konter setzen. Das gelang auch sehr gut. Trotzdem hätten wir einige Male besser abschließen müssen. Mit vier Punkten in der Liga und dem Pokalsieg über Frankfurt können wir durchaus von einem gelungenen Saisonstart sprechen."
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