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Fußball | 2. Bundesliga : Männel und Hochscheidt sichern Aue einen Punkt

19. Spieltag

Der Befreiungsschlag blieb aus: Erzgebirge Aue hat gegen den FC Ingolstadt nur ein 1:1 erkämpft. Mit dem regelrecht errackerten Punkt müssen die "Veilchen" sogar zufrieden sein, denn die auf einem Abstiegsplatz stehenden Gäste waren über weite Strecken besser und hatten Chancen für mehr. Am Ende flogen dann die Fäuste.

Aues Enrico Kern (l) und Ingolstadts Marvin Matip im Zweikampf um den Ball.
Aues Enrico Kern (l.) im Zweikampf mit Marvin Matip

Die Partie begann mit einem offenen Schlagabtausch. Bei heftigem Wind, Regen und auf sehr tiefem Boden kamen beide Teams in den ersten zehn Minuten kamen beide Teams zu je zwei Großchancen. Auf Auer Seite war dabei Kempe mit seinen Schüssen glücklos (1./7.). Danach verflachte das Spiel, wobei Ingolstadt den besseren Eindruck und auch das 1:0 machte: Leitl traf unter Mithilfe der einmal mehr viel zu passiven FCE-Abwehr. Quasi im Gegenzug hatte König die Chance zum Ausgleich, köpfte den Ball aber in Bedrängnis direkt auf den Körper des Gäste-Keepers. Ingolstadts Führung zur Pause war dennoch verdient, zumal FCE-Torwart Männel mehrmals eingreifen musste.

Harter Kampf in Hälfte zwei und danach

Nach dem Seitenwechsel machte Aue mehr Betrieb und suchte schneller den Abschluss. Vor allem Kocer versuchte es häufig, war mit seinen Fernschüssen aber häufig zu harmlos. Deutlich gefährlicher waren die Knaller von Hochscheidt (57./60.), der zuerst nur den Pfosten traf (71.). Bei seinem 1:1 in der 85. Minute war dann aber auch etwas Glück dabei: Seine 30-m-Bogenlampe landete hinter dem unglücklich aussehenden Torwart Özcan im Tor. "Wir sollten den Ball vor das Tor bringen. Also schieße ich den Ball einfach rein. Dass der dann so weit geht, hätte ich nicht gedacht", sagte er hinterher zu seinem kuriosen Treffer. Den damit erarbeiteten Punkt hielt hinten jedenfalls Keeper Männel fest. Mit seinen weiteren Glanzparaden (50./81./83.) avancierte er zum insgesamt besten Auer an diesem Freitagabend.

Schlägerei zwischen den Funktionsteams beider Mannschaften. Mitten drin Aues Guido Kocer, Martin Männel und Adli Lachheb
Nach dem schlusspfiff: Männel & Co. im Infight

Der Kampf zwischen Aue und Ingolstadt war übrigens nach dem Schlusspfiff nicht zu Ende. Die Ingolstädter gingen Aues Trainer Rico Schmitt an, der zuvor auf die Tribüne geschickt worden war und aufs Feld zurückkam. Das führte zu einer handfesten Prügelei, an der sich mehrere Spieler und Betreuer beider Teams beteiligten. Gäste-Trainer Tomas Oral verweigerte später Schmitt den Handschlag, "denn was er gesagt hat, war unter der Gürtellinie. Das hat im Fußball nichts zu suchen." Welche Worte genau gefallen waren, verriet er nicht. Aues Trainer konterte: "Ich bin nicht in den Fight gegangen. Wie die Gäste sich hier aufgeführt haben, war nicht in Ordnung." Zudem soll es nach Aussage von Torhüter Männel eine gezielte Provokation der Ingolstädter gegen Guido Kocer gegeben haben, der sich derzeit gerichtlich für die Beteiligung an Überfällen verantworten muss.

Trainerstimmen

Tomas Oral (Ingolstadt): "Schon in den Anfangsminuten gab es Chancen auf beiden Seiten. Wir gingen dann aber verdient 1:0 in Führung. In der zweiten Halbzeit haben wir klarste Chancen ausgelassen und mussten durch eine unglückliche Bogenlampe den Ausgleich hinnehmen. Am Ende müssen wir mit nur einem Punkt zufrieden sein."

Rico Schmitt (Aue): "Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Ingolstadt war aber gefährlich beim Kontern, und einer davon saß. Unser Torhüter Martin Männel hat uns zwei, drei Mal mit starken Paraden im Spiel gehalten. Meine Mannschaft hat bis zum Schluss gut nach vorn gespielt und das 1:1 erzwungen. Damit konnten wir Ingolstadt in der Tabelle auf Distanz halten."

Union kassiert derbe 0:5-Pleite

derweil hat der 1. FC Union Berlin den Abstand zur Tabellenspitze nicht verkürzen können. Die Köpenicker kassierten am Freitagabend in Fürth eine 0:5-Pleite. Union war dem neuen Tabellenzweiten über die gesamten 90 Minuten unterlegen - spielerisch und kämpferisch. Nach zwei Toren von Nöthe (2./23.) und einem Eigentor von Madouni (10.) lagen die Berliner zeitig hinten. Schröck (64.) und Nehrig (71.) erhöhten nach der Pause. Für die Berliner war es die zweithöchste Pleite in der zweiten Liga. Der höchste war im Oktober 2002 in Köln (0:7).

Die erste Saisonniederlage musste Tabellenführer Düsseldorf einstecken: Die Fortuna unterlag Paderborn 2:3 (0:1). Dabei waren die Platzherren eigentlich das bessere Team und hatten viele gute Chancen. Allerdings setzte Paderborn sehr gefährliche und vor allem erfolgreiche Konter.

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Zuletzt aktualisiert: 17. Dezember 2011, 11:50 Uhr

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