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Fußball | 2. Bundesliga : Kitambala und Müller schießen Dynamo auf Relegationsplatz

22. Spieltag

Ein Sieg war Pflicht und genau den holte Dynamo Dresden vor 19.444 Fans gegen den SV Sandhausen. Ein 19-Jähriger wurde dabei nach seiner Einwechslung zum Matchwinner. Duisburg und Kaiserslautern trennten sich torlos. Cottbus verlor im Kampf um die Aufstiegs-Relegation bei Tabellennachbar FSV Frankfurt.

Vujadin Savic (Dresden), Marco Pischorn und Seyi Olajengbesi (beide Sandhausen), Mickael Pote (re., Dresden).

Mit 3:1 (1:0) hat Dynamo Dresden einen ganz wichtigen Sieg am Sonntag gegen Sandhausen eingefahren. Drei Monate traf Dynamo nicht vor heimischem Publikum. Gegen die Süddeutschen wurden es am Ende gar drei Tore. Vor dem Anpfiff zeigten die Dynamo-Fans Tausende Rote Karten gegen Gewalt, die vor der Begegnung auf ihren Plätzen verteilt worden waren.

Ouali macht viel Betrieb - Kitambala die Dynamo-Führung

Lynel Kitambala hate den Treffer zum 1:0 erzielt und jubelt.
Kitambala jubelt über das 1:0.

Von der ersten Minute an gab Dynamo klar den Ton an, besonders über die linke Seite, namentlich durch Ouali, wurde Sandhausen permanent unter Druck gesetzt. Einen dieser schnellen Angriffe verwertete Kitambala aus sieben Metern zur Führung für die Hausherren (7.). Solga schickte Ouali, der von der linken Seite in den Strafraum eindrang und dem Torschützen den Ball auflegte. Genau drei Monate hatte es gedauert, dass die Dynamo-Fans ein Heimspiel-Tor bejubeln durften. Wenig später später schickte Kitambala per Fallrückzieher Kapitän Poté steil, allerdings schnappte sich Sandhausen-Schlussmann Ischdonat den Ball vor dem Angreifer (13.).

Ein Schlenzer von Ouali und ein 18-Meter-Schuss von Kitambala waren danach die besten Einschussmöglichkeiten für die Schwarz-Gelben. Sandhausen fing sich erst kurz vor der Halbzeit. Löning köpfte freistehend über den Kasten von Kirsten (39.) und Pischorn kam nach einem Eckball aus acht Metern zum Schuss - doch das Leder wurde ins Toraus abgefälscht (42.).

Pacult wechselt goldrichtig ein

Vujadin Savic (Dresden), Marco Pischorn und Seyi Olajengbesi (beide Sandhausen), Mickael Pote (re., Dresden).
Kopfballduell in der zweiten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel war das Tempo der ersten Hälfte bei den Schwarz-Gelben verschwunden. Die Gäste kamen besser in die Partie. Solga und Savic vertändelten schließlich den Ball an Löning, der Wooten genau in den Fuß spielte. Der 23-Jährige schoss aus 15 Metern von halbrechter Position zum Ausgleich ein (57.). Danach war Dynamo gelähmt und erst der Doppelwechsel von Coach Pacult in der 68. Minute brachte wieder Schwung in die Partie. Neben Ex-Kapitän Koch kam der erst 19 Jahre alte Müller ins Spiel. Er war es auch, der nach einem Eckball das Spielgerät aus einem Meter über die Linie (71.) zur erneuten Führung drückte.

Mit seiner nächsten Chance legte er gleich sein zweites Profi-Tor im zweiten Profi-Einsatz nach. Eine Vorlage von Poté zog er direkt auf den Kasten, traf den linken Innenpfosten und verwertete den Abpraller aus fünf Metern zum 3:1 (75.). Als der Sandhäuser Kandziora kurz darauf nach einem überharten Einsteigen gegen Savic die Rote Karte sah, war das Spiel praktisch entschieden.

Trainerstimmen

Peter Pacult
Dynamo-Coach Peter Pacult (Archivbild)

Peter Pacult (Dynamo Dresden): "Wir haben uns gut auf die gefährlichen Standards von Sandhausen eingestellt und die ersten 20 Minuten so absolviert, wie wir es uns vorgenommen hatten. Als uns das 2:0 nicht gelang, war der Faden irgendwann gerissen und wir haben viel zu viel gegnerische Aktionen zugelassen. Doch mit dem Wechsel sind wir dann wieder auf den richtigen Weg gekommen und können jetzt erst einmal etwas entspannter durchatmen. Das soll aber nicht heißen, dass wir für die nächsten Begegnungen nicht unter Druck stehen."

Hans-Jürgen Boysen (SV Sandhausen): "Mein Fazit sieht ziemlich traurig aus. Denn wir sind nach gutem Spiel zuletzt einigermaßen optimistisch nach Dresden gefahren. Doch hier hatten wir einige Anfangsschwierigkeiten, sind dann unaufmerksam in Rückstand geraten und haben lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Das ist uns erst Ende der ersten und Anfang der zweiten Halbzeit gelungen. Doch anstatt sich nach dem Ausgleich mit dem Punkt zufrieden zu geben, wurde meine Mannschaft dann mehr und mehr verkrampft. Die Dresdner kamen dann eindrucksvoll zurück. Deshalb ist das 3:1 verdient."

FSV Frankfurt überrascht Cottbus mit erster Chance

Daniel Adlung (re.) hat den Treffer zum 1:0 erzielt und bejubelt sein Tor mit den Teamkollegen Kruska und Sanogo.
Cottbus wartet jetzt seit vier Spielen auf ein Tor (Archivbild).

Die Mannschaft von Cottbus-Trainer Rudi Bommer startete beim FSV Frankfurt mit mehr Spielanteilen besser ins Spiel. Die Hessen gingen aber mit dem ersten richtigen Angriff durch den Schweden Rasmus Jönsson (39.) in Führung. Bommer schickte in Frankfurt eine stark offensivorientierte Elf auf das Feld. Winterneuzugang John Jairo Mosquera spielte bei Energie Cottbus erstmals von Beginn an. Der ersehnte Torerfolg blieb aber auch im vierten Spiel nacheinander aus. Selbst eine 22-minütige personelle Überzahl nach einer Roten Karte für Marcel Gaus nach einer "Notbremse" brachte den Gästen vor 3.383 Zuschauern in Frankfurt nichts ein. Die Hessen überflügelten die Lausitzer dank des zehnten Saisonsieges sogar in der Tabelle.

Keine Tore aber zwei Platzverweise in Duisburg

Schiedsrichter Thorsten Schriever zeigt Duisburgs Goran Sukalo (r) die Rote Karte.
Duisburgs Sukalo sieht Rot

Zwischen dem Gastgeber Duisburg und dem 1. FC Kaiserslautern ging es trotz des 0:0 hoch her. Duisburg hätte einen Foulelfmeter zugesprochen bekommen müssen (19.). Lauterns Albert Bunjaku traf die Latte (29.). Und MSV-Mittelfeldspieler Goran Sukalo flog wegen eines Kopfstoßes an der Seitenlinie vom Platz (40.). Auch Alexander Baumjohann hätte in dieser Szene Rot sehen können. Nach der Halbzeitpause fiel der phasenweise überforderte Schiedsrichter Thorsten Schriever auf eine Schwalbe des Duisburgers Sören Brandy rein (65.) und zeigte dem Ex-Duisburger Idrissou Gelb-Rot. Es war ein giftiges Spiel. Theatralische Einlagen und Diskussionen waren vor den 13.725 Zuschauern häufiger als Torchancen.

Aktuelle Berichte zur 2. Fußball-Bundesliga

Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2013, 10:23 Uhr

15. Kein Sachse:
Ach Ralle,laut deiner Aussage musste also in Richtung DFB was passieren,warum den??? Die Krawallbrüder sind doch keine Dresdner....merkst du was? Ne oder! Erst überlegen,dann schreiben!!!
18.02.2013
23:51 Uhr
14. Kai:
Also die drei Punkte okay und letztendlich verdient, aber das wie und warum schnell abhaken. Man hat endlich gesehen, was für Druck aufgebaut werden kann, wenn mit Doppelspitze gespielt wird. Die nächsten Spiele werden sicherlich nicht leicht und da sollte mindestens gegen Ingolstadt was gehen. solange sich die anderen weiter schwächen und die Punkte abnehmen (lassen) besteht Hoffnung. Aber wenn die Abwehrleistung der linken Außenbahn so weitergeht, dann gute Nacht... Wieso hat erst mit Koch und Müller Leidenschaft stattgefunden? Warum wurde verkrampft? Was hatte das alles mit Abstiegskampf zu tun - keine gelbe Karte und die hätte es mindestens bei Unterbindung des Gegentors geben müssen. Einfach mal dreckig spielen und kein Tor kassieren... Ansonsten mal alle hier nach dem eigenen Lieblingsverein schauen - Ohnmacht ist keine Form von Macht! und gegen die SGD kommt ihr eh nie an - egal welche Liga...
18.02.2013
15:18 Uhr
13. Brunzel:
Ich bin zwar ein HFC Fan,aber selbstverständlich möchte ich dass die SGD die Klasse hält.
18.02.2013
13:13 Uhr
12. Ralle:
@ No. 8 Dein Nickname sagt ganz sicher alles. Vielleicht solltest Du Dich sogar in Sachsenhasser umbenennen...., von den Schwätzern am Anfang ganz zu schweigen! Ansonsten erst einmal Glückwunsch den Dynamos aus Leipzig!!! Die Mannschaft hat vor allem nach dem Ausgleich alles richtig gemacht und ist wieder gekommen, was wohl niemand, vor allem die wenigsten im Stadion der Mannschaft zugetraut haben. Die Fanaktion find ich in Ordnung, über die Selbstverpflichtung bei den Auswärtsspielen könnte man sicher trefflich diskutieren. Aber es musste etwas passieren, vor allem in Richtung DFB musste der Verein was tun. Nach diesem Spiel kann man eigentlich nur hoffen, dass es in Zukunft nur um sportliche Dinge geht. Viel Erfolg auf dem Weg zum Klassenerhalt!!!
18.02.2013
12:24 Uhr
11. thüringer:
@ffc (#1): mh, komisch, ich wohne in thüringen und hab ganz gewiß nicht sandhausen die daumen gedrückt? wer hat sie eigentlich dazu ermächtigt für ganz fußballdeutschland zu sprechen und noch dazu anzunehmen, daß dort alle von neid und mißgunst gelenkt werden? man sollte nicht von sich auf andere schließen!
18.02.2013
11:58 Uhr
10. Preuße:
Na dann freut euch mal über den kurzzeitigen Relegationsplatz. In den nächsten 3 Spielen wird eure Punkteausbeute gegen Null gehen und das ist auch gut so. Aber ihr werdet vor eurem Abstieg sicher noch in ein, oder zwei Spielen nicht als Verlierer vom Platz gehen. Und eine Relegation wäre für jeden Nicht- Dresdener wohl ein Horror. Da würden eure Spinner sicher den Betze brennen lassen. ( Sorry, di e Chaoten sind ja keine Dresdener , sondern böse Auswärtige)
18.02.2013
10:55 Uhr
9. Uwe Jacob:
Dynamo hat mal wieder seit langer Zeit wieder mal gewonnen, dass muss doch jetzt erst ein mal Selbstvertrauen geben. Aber bitte jetzt nicht überheblich werden, denn jetzt muss in Ingolstadt nach gezogen werden, denn wenn man dort verliert, dann hat der Sieg gegen Sandhausen keinen Wert.
18.02.2013
08:59 Uhr
8. Kein Sachse:
"Glückwunsch" zur "Roten Karten" Aktion,genau so sinnlos wie damals das Ding mit den Anti DFB Bettlaken,wo jeder Vollpfosten sein Unmut über den so bösen und extrem Anti SGD eingestellten DFB kund tun konnte-wollte-musste!!! Immer wieder peinliche Aktionen,aber was will man verlangen vom selbsternannten "Top Klub" des Ostens....
18.02.2013
03:14 Uhr
7. SteffenD:
Endlich mal wieder ein Sieg, dank der Unbekümmertheit von Tobias Müller ... der im Gegensatz zu den Anderen den richtigen Weg gefunden hat einem Ball nachzusetzen.. ansonsten war es noch lange nicht so gut wie es das Ergebniss vermuten lässt ... aber mühsam ernährt sich die SGD .. Und noch was in Richtung Aue ... wie frech und dreist ist das denn .. Schadenersatz zu fordern weil Dresden auf sein Kartenkontingent verzichtet ... da lach ich mich doch schlapp ..... erstens wie viel Schadenersatz müssen dann Sandhausen oder der FSV Frankfurt zahlen weil sie nur 50 Fans mitbringen und zweitens hat Aue jetzt die Möglichkeit mehr eigene Fans ins Stadion zu bringen ... da waren wohl einige Herren der Auer Führungsriege zu lange der Kälte ausgesetzt
17.02.2013
18:25 Uhr
6. Reiner Arndt:
Dresden hat allen Kritikern gezeigt, dass die Mannschaft mehr kann, als schwachsinnige Randalierer aller Coleur mafisch anzuziehen. APROPOS: Die hasserfüllte Wortwahl einiger "Kommentatoren" hier steht der Aggressivität der sog. "Hooligans" in nichts nach. Vielleicht handelt sich's ja um dieselben...
17.02.2013
17:44 Uhr

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