Fußball | 2. Bundesliga : Aue verliert beim Schlusslicht
20. Spieltag
Der Punktspiel-Start ins neue Jahr ging daneben: Erzgebirge Aue hat in Krlsruhe mit 1:2 verloren. Genau das gleiche Schicksal ereilte Hansa Rostock in Bochum und Eintracht Braunschweig in Frankfurt/Main.
Kopflos, hektisch, ungenau - der FC Erzgebirge Aue hat am Sonnabend beim Tabellenletzten Karlsruher SC unnötig, aber nicht unverdient mit 1:2 verloren. Die Niederlage wiegt noch schwerer, da Aue über eine halbe Stunde lang in Überzahl gespielt hat und nun den Abstiegsrängen ein weiteres Stück näher gerückt ist.
Mit dem harten Boden in Karlsruhe waren die Auer nicht so richtig zurecht gekommen. Bei ihren Aktionen wirkten sie zeitweise, als würden sie wie auf rohen Eiern laufen. Trotzdem begann die Partie eher positiv. Das Team von Trainer Rico Schmitt mühte sich redlich und ging nach der relativ ausgeglichenen Startphase sogar in Führung: König köpfte nach einem Freistoß von Müller ein (18.). Doch die Freude hielt nicht lang: Einmal mehr war Aue am eigenen 16er nicht energisch genug, sodass Groß ausgleichen konnte (22.). Lachheb, Schröder und Klingbeil hinderten ihn nicht am Querlaufen und Einschießen. Wenig später vergab der Karlsruher nach einer weiteren Unaufmerksamkeit der FCE-Abwehr eine Großchance zum 2:1 (30.).
Das fiel dann nach der Pause und war schön anzusehen: Einen Lupfer in den Strafraum nahm "Maskenmann" Haas direkt und überwand mit einem weiteren Heber Keeper Männel, der dabei nicht so gut aussah (55.). Die Chance, in Karlsruhe doch noch zu punkten, erhöhte sich unmittelbar danach, als Hochscheidt mit Buckley aneinander geriet. Dabei stieß der Karlsruher dem offenbar provozierenden Auer einen Finger ins Auge, was der umsichtige Schiedsrichter Schriever mit Rot ahndete. Aber auch in Überzahl lief bei den "Veilchen" nicht viel zusammen. Der dezimierte KSC war bei seinen Kontern viel gefährlicher. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab Kempe, der den Ball aus vollem Lauf und 16 Meter Entfernung in die Wolken schoss.
Trainerstimmen
Rico Schmitt (Aue): "Am Ende war es ein verdienter Sieg für den KSC. Heute hat sich wieder einmal gezeigt, dass Vorbereitungs- und Punktspiele eben nicht gleichzusetzen sind. Nach unserer Führung bekamen wir viel zu schnell den Ausgleich. Da hat mir auch der letzte Biss gefehlt, um das Tor zu verhindern. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit waren wir einfach nicht präsent genug. Ein defensiver Mittelfeldspieler darf nicht so frei im unserem Strafraum stehen. Den Platzverweis konnten wir leider nicht ausnutzen. Wir haben viel zu sehr durch die Mitte gespielt. Jetzt müssen wir am Freitag unbedingt gegen 1860 gewinnen."
Jörn Andersen (Karlsruhe): "Dieses Spiel mussten wir unbedingt gewinnen. Zumal auch die Konkurrenten im Abstiegskampf gepunktet haben. Nach dem Platzverweis haben wir eine taktische Meisterleistung vollbracht. Trotz Unterzahl ließen wir fast nichts zu. Es hat mir heute Spaß gemacht, meiner Mannschaft zuzuschauen. Wir fahren jetzt nach Braunschweig, um dort richtig Gas zu geben."

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