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Fußball | 2. Bundesliga : Ex-Erfurter Bunjaku schießt Dynamo ab

4. Spieltag

Dynamo Dresden muss weiter auf den ersten Heimsieg der Saison warten. Gegen Erstliga-Absteiger Kaiserslautern gab es am Freitag mit 1:3 eine kalte Dusche. Ebenfalls mit einem Erstliga-Absteiger hatte es Energie Cottbus zu tun. Doch bei den Lausitzern herrscht im Gegensatz zu Dynamo nach dem Auswärtsieg in Köln als "Freitag-Abend-Tabellenführer" eitel Sonnenschein. Ähnlich gute Laune dürfte 1860 München nach dem Erfolg über den MSV Duisburg haben.

Dynamo Dresden hat am Freitag ein bitteres 1:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern kassiert. Der Erstliga-Absteiger war nicht besser, aber einfach ungemein effektiv. Dynamo verpasste auch im zweiten Versuch den ersten Heimerfolg.

Nicht viel los vor der Pause

Kaiserslauterns Albert Bunjaku (r) trifft gegen Dresdens Vujadin Savic (M) und Cheikh Gueye (l) zum 1:0
Bunjaku (re.) trifft gegen Dresdens Vujadin Savic (Mi.) und Cheikh Gueye (li) zum 0:1.

Die Partie war eine halbe Stunde lang ereignisarm. Beide Teams agierten verhalten und voller Respekt. Die Sicherheit stand im Vordergrund. Zudem leisteten sich beide Mannschaften kaum Fehler. Nur eine Szene sorgte in dieser Phase für einen erhöhten Adrenalinspiegel: Nach einer Flanke von Kitambala verhinderte Kaiserslauterns Keeper Sippel mit einem Reflex bei einem Kopfball von Potè das 1:0 (10.). Das Tor fiel dann doch, aber auf der Gegenseite: Ein Zusammenspiel von Borysiuk und dem Ex-Erfurter Bunjaku hebelte die SGD-Defensive aus und Bunjaku überwand Kirsten zum 0:1 (29.). Danach bemühte sich Dresden um den Ausgleich, das aber sehr kontrolliert, die Überraschungsmomente fehlten.

Poté mit dem verdienten Ausgleich

Der Dresdner Anthony Losilla (11) spielt Mickael Pote (li.) frei, welcher den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 ins leere Tor schießt
Pote (li.) nutzte ein Losilla-Zuspiel

Nach dem Wechsel drängte Dynamo die Pfälzer nicht sehr deutlich, aber doch bestimmt in deren Hälfte. Die Befreiungsversuche des Erstliga-Absteigers blieben nur halbherzig. Bei einer Kombination von Guèye, Losilla und am Ende Poté fiel der Ausgleich (67.). Dem Stürmer gelang damit das vierte Tor im vierten Liga-Spiel. Allerdings half dabei auch FCK-Verteidiger Abel, der die eigene Abseitsfalle aushebelte. Danach war Dynamo vor der Kulisse von 29.057 Zuschauern drauf und dran nachzulegen.

Kalte Dusche durch Bunjaku

Der Dresdner Mickael Pote küsst nach seinem Treffer zum 1:1 den Rasen
Kurzer Glücksmoment: Dynamos Poté küsst nach seinem Treffer zum 1:1 den Rasen.

Aber mitten in der Drangphase kam die kalte Dusche: Nach Fortounis-Zuspiel setzte sich Bunjaku durch und überwand SGD-Keeper Kirsten in die kurze Ecke (74.). Für den Ex-Erfurter, der es nach seinem Wechsel aus Nürnberg gleich zum FCK-Kapitän gebracht hat, war es ebenfalls schon das vierte Saisontor. Gegen nun desillusionierte Dresdner sorgte ein Volleyschuss des griechischen Nationalspielers und EM-Teilnehmers Fortounis (82.) für die endgültige Entscheidung. In der Nachspielzeit hatte der auffällige Poté noch die Chance zum Anschluss, freistehend köpfte er aus Nahdistanz jedoch daneben.

Trainerstimmen

Ralf Loose (Dresden): "Wir haben heute ein gutes Zweitliga-Spiel mit zwei ballsicheren und spielstarken Teams gesehen. Kaiserslautern hatte anfangs Glück, dass wir nicht durch Poté in Führung gingen, sondern eine schöne Einzelleistung ihren die Führung brachte. In der zweiten Halbzeit sind wir dann konzentrierter zu Werke gegangen. Doch nach dem verdienten Ausgleich haben die Jungs wohl etwas zuviel gewollt. Und in entscheidenden Momenten nicht konsequent und konzentriert genug agiert. Ich denke aber mit 3:1 ist unsere Niederlage doch etwas zu hoch ausgefallen."

Franco Foda (Kaiserslautern): "Natürlich bin ich froh, dass wir hier bei einem heimstarken Gegner drei Punkte gewonnen haben. Das liegt vor allem daran, dass sich meine Mannschaft über weite Strecken an die vorgegebene Richtlinie gehalten hat und den Gegner unter Druck gesetzt und sich gute Gelegenheiten erarbeitet hat. So sind wir auch verdientermaßen 1:0 in Führung gegangen, haben aber dann Anfangs der zweiten Halbzeit einige Unaufmerksamkeiten gehabt. Und so ist Dynamo nicht unverdient zum Ausgleich gekommen. Das war aber ein Weckruf für meine Mannschaft, die dann aber schnell wieder in die Spur und zum Erfolg gekommen ist."

Cottbus schießt sich an die Spitze

Tobias Strobl kämpft mit dem Cottbuser Boubacar Sanogo (l.) um den Ball
Boubacar Sanogo (vorn) schoss die Cottbusser zum Sieg.

Energie Cottbus hat sich mit einem 1:0-Auswärtssieg beim Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln die Tabellenführung erobert. Die Kölner begannen stark und hätten vor 34.000 Zuschauern bereits in der vierten Minute durch Royer in Führung gehen können. Seinen Flachschuss konnte der Cottbusser Banovic im letzten Moment vor der Linie retten. Auch beim Kopfball von Maroh (23.) konnten sich die Gäste beim hellwachen Torwart Kirschbaum bedanken, der den Ball um den Pfosten lenkte. Im Anschluss wurde Cottbus stärker und erzielte prompt das Tor. Einen Konter über Adlung und Stiepermann schloss Sanogo ohne Probleme ab (30.).

Nach der Pause erwischte Köln erneut den besseren Start. Royer traf aus fünf Metern nur die Latte (48.), Clemens und Przybylko scheiterten an Kirschbaum. Dennoch fehlte den "Geißböcken" insgesamt im Angriff die Durchschlagskraft. Durch die Niederlage rutschen sie immer weiter in die Krise. Mit nur einem Punkt aus vier Spielen befindet sich der Traditionsverein momentan auf dem vorletzten Platz.

1860 München gibt sich keine Blöße

Dagegen befindet sich 1860 München weiter im Aufwind. Die "Löwen" gewannen ihr Heimspiel souverän mit 3:0 gegen den punktlosen Tabellenletzten MSV Duisburg. Matchwinner vor 22.600 Zuschauern war Benjamin Lauth mit einem Doppelpack. In der 2. Minute stocherte Lauth den Ball nach einer Ecke zur 1:0-Führung über die Linie. In der Folge verwalteten die Gastgeber den Vorsprung ohne großen Aufwand, die Gäste machten lange nur durch einige harte Fouls auf sich aufmerksam. Pech hatte der MSV in der 35. Minute, als Kastrati aus der Distanz die Latte traf. Nach dem Wechsel hatten die "Zebras" ihre beste Phase und kamen durch einen Schuss von Routinier da Silva zu einer guten Gelegenheit (49.). Mit seinem zweiten Treffer, diesmal per Kopf, sorgte Lauth aber für die frühzeitige Entscheidung (56.). Fünf Minuten vor Spielende erzielte Stoppelkamp dann sogar noch das 3:0.

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Zuletzt aktualisiert: 01. September 2012, 17:10 Uhr

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