Fußball | 2. Bundesliga : Dynamo gibt Spiel aus der Hand - Union verliert zu Hause
11. Spieltag
Bittere Pille für Dynamo Dresden: Trotz 2:0-Führung haben die Schwarz-Gelben am Sonntag beim FC St. Pauli noch verloren. Damit bewahrt nur das bessere Torverhältnis die Dresdner vor einem Abstiegsplatz. Der gefährlichen Region nähert sich nach einer Niederlage gegen Paderborn auch Union Berlin. In die andere Tabellenrichtung klettert dagegen der FSV Frankfurt. Die Hessen gewannen gegen Regensburg trotz Unterzahl.
Dynamo Dresden bleibt im Tabellenkeller. Am Sonntag verloren die Sachsen nach einer 2:0-Führung noch 2:3 bei St. Pauli. Dabei war Dresden eine Hälfte lang das bessere Team und ließ den Gastgebern kaum eine Möglichkeit.
Dynamo musste zunächst den Ausfall von drei Stammkräften kompensieren. Brègerie und Koch waren gesperrt und Trojan hatte sich verletzt. Sie wurden ersetzt durch Thoelke, Jänicke und Jungwirth. Doch davon war in der ersten Hälfte nichts zu merken. Nach einem ersten Abtasten präsentierte sich Dresden kompakt und aggressiv. St. Pauli sah sich unter Druck gesetzt. Dresden griff früh an und kam folgerichtig zu guten Chancen. Vor allem über die linke Seite ging einiges bei Dynamo. Oft ausgehend von Fiel setzte sich Ouali gut in Szene. Die erste große Möglichkeit hatte dann Poté nach einer Flanke von Ouali. Der Stürmer bekam den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle (15.).
Nur drei Minuten später war es wieder Ouali, der sich nach einem steilen Pass von Jungwirth auf der linken Seite schön durchsetzte und den Ball einschieben konnte. Weiterhin lief bei Dynamo alles über links. Fiel, der ein feines Spiel machte, setzte seine Mitspieler immer wieder gut in Szene. Und so bereitete der Ex-Kapitän auch das zweite Tor vor. Nach einem Pass gab es ein schönes Zusammenspiel von Losilla und Jänicke, das in einem Pass auf Poté gipfelte. Der Stürmer musste aus ca. fünf Metern nur noch den Fuß hinhalten. St. Pauli wirkte in den ersten 40 Minuten in allen Bereichen ziemlich überfordert. Richtig gefährlich wurde das Team bis dahin nicht. Einzig bei Standards kam die Dynamo-Defensive in Unordnung. Umso überraschender war, der Anschlusstreffer kurz vor dem Halbzeitpfiff. Nach einer Ecke von Kringe war es Boll, der unbedrängt aus kurzer Distanz traf (45.).
Dresden und St. Pauli tauschen die Rollen
Nach der Pause bot sich den 21.045 Zuschauern dann ein völlig anderes Bild: St. Pauli ließ den Ball laufen, strahlte mehr Sicherheit aus und zeigte sich viel aggressiver als noch in der ersten Hälfte. Quasi folgerichtig fiel der Ausgleich. Dresden präsentierte sich nach einer Ecke wieder verwirrt und Avevor nutzte die Chance zum Ausgleich (49.). Weiterhin herrschte Konfusion bei den Gästen und St. Pauli wusste das zu nutzen. Sechs Minuten später musste Kirsten erneut hinter sich greifen und die Gastgeber hatten das Spiel gedreht. Kapitän Boll schickte Ginczek mit einem mustergültigen Pass in die Tiefe, der ließ Kirsten keine Chance. Unverständlicherweise wechselte Trainer Loose dann den besten Dresdner, Cristian Fiel, aus. Auch Jänicke musste auf die Bank. Für die beiden kamen Solga und Kitambala.
In den Schlussminuten verlegte sich Dynamo dann aufs Kontern und suchte mit hohen Bällen vor allem den Kopf von Poté. Doch St. Pauli stand nun sicher und ließ nichts mehr zu.
Dynamo bleibt nach dieser Niederlage im Tabellenkeller und steht nur dank eines besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz.
FSV Frankfurt siegt trotz Unterzahl
Der FSV Frankfurt bleibt auch im fünften Heimspiel unbesiegt. Beim 3:1-Erfolg über Jahn Regensburg mussten die Hessen 70 Minuten in Unterzahl agieren, weil Schlicke bereits nach 20 Minuten wegen Nachtretens die Rote Karte sah. Frankfurt begann druckvoll und ging durch Leckie nach 13 Minuten in Führung. Nach dem Platzverweis gegen Schlicke verschärfte Regensburg nun in Überzahl das Tempo, ohne aber zu klaren Möglichkeiten zu kommen. Auch nach der Pause fand der SSV Jahn kein Durchkommen gegen die kompakte Abwehr der Frankfurter. Im Gegenteil: Nach einer Stunde schloss Görlitz einen Konter für den FSV erfolgreich zum 2:0 ab. Erst sechs Minuten vor dem Ende hoffte Regensburg auf einen Punkt, nachdem Sembolo zum Anschluss traf. Bambara stellte in der Nachspielzeit den alten Abstand wieder her, indem er aus 18 Metern zum 3:1-Endstand traf.
Unnötige Heimpleite für Union
Mehr Spannung kam in der "Alten Försterei" beim 0:1 zwischen Union Berlin und dem SC Paderborn auf. Beide Teams schenkten sich von Beginn an nichts und spielten auf Sieg. Zunächst versuchte es Union mit Angriffen über die Flügel, doch Kruse im SCP-Tor war zweimal zur Stelle, als er die Flanken aus der Luft abfing. Yilmaz und Kempe für die Gäste (23./24.) sowie Mattuschka für Berlin (43.) vergaben gute Möglichkeiten vor der Pause. Auch nach dem Wechsel war es ein abwechslungsreiches Duell mit leichten Vorteilen für Union. Dennoch erzielte Paderborn eine Viertelstunde vor Schluss das Tor des Tages, als Naki den Ball mit dem Außenrist über Torwart Haas zum 0:1 spitzelte.
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