Fußball | Oberliga

RB Leipzig startet "Mission Bundesliga"

Am Sonnabend hat der neu gegründete Fußballverein RB (RasenBallsport) Leipzig die entscheidende Hürde übersprungen. Der NOFV erteilte dem "Nachfolger" des SSV Markranstädt grünes Licht und die Spielgenehmigung für die Oberliga. Daraufhin begann Stadionbesitzer Michael Kölmel mit den Rechenspielen in Richtung Bundesliga.

Nach dem Einstieg von Großsponsor Red Bull beim neuen Fünftligisten RB Leipzig rechnet der Besitzer des Leipziger Zentralstadions, Michael Kölmel, spätestens 2017 mit der Bundesliga.

Kölmel: "Acht Jahre sind realistisch"

"Wenn es schlecht läuft, steigt der Klub alle zwei Jahre auf. Acht Jahre halte ich für ein realistisches Szenario, das niemanden zu sehr unter Druck setzt", erklärte Kölmel seine Erwartungen in der Zeitung "Die Welt". Er bestätigte zudem, dass Red Bull die Namensrechte an der Leipziger Arena erwerben möchte und eine Reservierung bereits vereinbart sei. "Red Bull will sich langfristig engagieren, weit über 20 Jahre hinaus. Dies können Sie schon daran sehen, dass der Vertrag über die Namensrechte des Stadions bis mindestens 2030 läuft - plus Option auf Verlängerung", sagte Kölmel.

Ibrahim Sekagya of Salzburg fights for the ball with Rubin Okotie of Austria Vienna during their Austrian Bunddesliga soccer match in Vienna, Austria, 22 March 2009.
Red Bull kommt nach Leipzig

NOFV gibt Zustimmung

Am Wochenende hatte der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) der Spielrechtsübertragung vom in der Oberliga aktiven SSV Markranstädt an den RasenBallsport Leipzig e.V. zugestimmt. "Der Vorstand hat den Antrag des Sächsischen Fußball-Verbandes einstimmig angenommen. Es gab auch keine Veranlassung, das nicht zu tun", sagte NOFV-Vizepräsident Rainer Milkoreit dem MDR. Allerdings wurde das Spielrecht unter Vorbehalt erteilt. Schließlich hat RB noch nicht alle Bedingungen für einen regulären Oberligisten erfüllt. Dazu gehört eine gewisse Anzahl von Schiedsrichtern und Nachwuchs-Mannschaften. Diese Auflagen müssen jedoch nicht bis zum Saisonstart erfüllt werden. "Das kann man bei einem neu gegründeten Verein nicht voraussetzen" sagte Milkoreit.

Holger Nußbaum
SSV-Manager Holger Nussbaum

"Red Bull" bestätigt Zusammenarbeit

RB Leipzig wird von der Salzburger Firma Red Bull gefördert, der am Sonnabend erstmals auch seine Partnerschaft mit dem SSV Markranstädt bestätigte. Das Getränke-Unternehmen, das bereits in Salzburg und New York zwei Fußball-Vereine betreut, will mit dem Einstieg in Deutschland das "enorme Potenzial in der Fußball-Stadt Leipzig" nutzen. Das mittelfristige Ziel sei der Aufstieg in den Profifußball. "Wir wollen dabei helfen, dem Fußball in dieser Region wieder den Stellenwert zu geben, den er verdient. Red Bull kommt nicht nach Leipzig, um etwas wegzunehmen, ganz im Gegenteil", sagte Markus Egger, Geschäftsführer von Red Bull Soccer.

"Eine Weltfirma steigt ein, was kann es Besseres geben", meinte auch Holger Nussbaum, Manager des SSV Markranstädt, in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung". Dem MDR sagte er, dass "keine Spieler entlassen werden" und auch "der Trainer (Tino Vogel; d.Red.) bleibt". In der nächsten Woche will er weitere Details bekanntgeben.

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Zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2009, 15:21 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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