Choreografie von Bayern München Fans im Zentralstadion
Red Bull Arena Leipzig. (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Fußball | Champions League Abenteuer "Königsklasse" beginnt für RB Leipzig

Europa kann kommen: Rechtzeitig zum Auftakt der Gruppenphase hat RB Leipzig offenbar die Champions-League-Form gefunden. Auf den mäßigen Liga-Beginn gegen den FC Schalke 04 folgten zwei überzeugende Siege. Vor allem die Art und Weise, wie RB den bis dahin ungeschlagenen Hamburger SV auf den Boden der Tatsachen zurückgeschickt hat, ließ Lobeshymnen auf die Sachsen einprasseln. Am Mittwoch kommt mit der AS Monaco allerdings ein dicker Prüfstein in die Messestadt.

Choreografie von Bayern München Fans im Zentralstadion
Red Bull Arena Leipzig. (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Die Vorfreude auf die französische Spitzenmannschaft ist groß, Nervenflattern sucht man bei den Leipzigern aber vergeblich. "Gerade zu Hause traue ich uns zu, für eine Überraschung zu sorgen", fasste beispielsweise RB-Kapitän Willi Orban seine Gefühlslage zusammen. "Die Vorfreude ist riesig, das merkt man bei allen in der Mannschaft", fügte Lukas Klostermannn hinzu.

Großes Fragezeichen hinter Keita

Etwas Sorgen bereitet den Sachsen der Gesundheitszustand von Mittelfeldmotor Naby Keita. Der 22-jährige Dribbelkünstler musste gegen den HSV wegen Adduktorenproblemen ausgewechselt werden. Ob er am Mittwoch auflaufen kann, ist eher unwahrscheinlich. Noch am Montag konnte Keita nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Stattdessen absolvierte er eine individuelle Einheit. Das Abschlusstraining am Dienstag musste er abbrechen.

Im Gegensatz zu Keita konnte Emil Forsberg, der zuletzt wegen einer Erkältung kürzer treten müsste, am Mannschaftstraining teilnehmen. "Ich war zehn Jahre alt, als ich das erste Mal diese Hymne gehört habe", sagte der beste Vorlagengeber der Bundesliga über seine Vorfreude auf das Champions-League-Flair.

Torjubel Naby Keita mit Trainer Ralph Hasenhüttl  (Leipzig) nach dem Tor zum 1:0
Ob Keita (re) gegen Monaco spielt, ist noch unklar. (Archiv) Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Ausrufezeichen bei Werner

Kein Fragezeichzen steht hinter dem Einsatz von Timo Werner. Leipzigs Topstürmer schwebt derzeit auf Wolke sieben und sorgt bei Monacos Abwehrriegel sicher schon jetzt für Schweißperlen auf die Stirn. "Timo ist mit seinem wahnsinnigen Speed schwer zu halten. Es ist eine Sache, zwei, drei Leute stehen zu lassen, aber dann auch noch so eiskalt vor dem Tor zu sein - wir wissen, was wir an ihm haben", sagte Orban über Leipzigs Senkrechtstarter.

Der aktuell beste deutsche Stürmer hat durch seine starken Leistungen nicht nur hierzulande überzeugt, sondern auch bei europäischen Spitzenclubs für Aufsehen gesorgt. Gerüchten zu Folge soll Werner u.a. schon bei Real Madrid ganz oben auf dem Wunschzettel stehen.

Im Bild - Tor für Leipzig. Timo Werner (11, RB Leipzig) erzielt den Treffer zum 0:2 und jubelt.
Timo Werner hat auch international für Aufsehen gesorgt. (Archiv) Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Monaco ohne Mbappé im Formtief?

Noch hat Leipzig seinen Topstürmer in den eigenen Reihen. Bei der AS Monaco sieht das anders aus. Erst vor wenigen Tagen wurde Superstar Kylian Mbappé zu Paris Saint-Germain transferiert und seit Dienstag steht fest, dass Ausnahmetalent Thomas Lemar wegen einer Oberschenkelverletzung ausfallen wird. Auch sportlich musste Monaco einen Tiefschlag einstecken. So ging die Champions-League-Generalprobe am Wochenende gründlich in die Hose.

Mit 0:4 wurde die Mannschaft um den verbliebenen Superstar Radamel Falcao beim OGC Nizza verhauen. Für Monaco war es nach vier Siegen in Serie in der französischen Liga die erste Saisonniederlage. In der Tabelle steht die Mannschaft von AS-Trainer Leonardo Jardim, die im vergangenen Jahr das Champions-League-Halbfinale erreichte, dennoch gut da. Nur Paris hatte einen besseren Saisonstart. Jardim zum Gegner: "Leipzig hat eine junge Mannschaft mit zwei guten Stürmern. Es wird ein hartes Spiel für uns."

Radamel Falcao
Radamel Falcao ist einer der verbliebenen Topstars in Monaco. Bildrechte: dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. September 2017 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2017, 08:36 Uhr

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46 Kommentare

14.09.2017 14:33 Fußballfreund 46

@45, Sr.Raul, das mit dem Etikettenschwindel galt einem Kommentar von Ihnen in einem anderen Forum. Ich hätte den Hinweis hierfür nennen sollen. Sorry. Ob ein Sound oder Klang einer Mannschft automatisch ein Qualitätsmerkmal ist, sei dahingestellt.
@40 Hellmuuht, ich habe meine Meinung geäußert, wie jeder andere hier im Forum. Was Sie dauraus ableiten, ist Ihre Sache. Sollten Sie sich angegriffen fühlen, Ihr Problem.

14.09.2017 06:44 Sr.Raul 45

Mit gebotener Bescheidenheit, @35 (Fußballfreund), weise ich darauf hin, dass es sich bei dem Begriff Klangvolumen mitnichten um "etwas Neues" handelt sondern vielmehr um schlichtes Kreuzworträtsel 1x1. Dt. Klangvolumen=engl. Sound. Das mit dem Etikettenschwindel, in Verbindung zum Grundthema, einfach grandios!

13.09.2017 22:12 Kalle 44

Hallo @30 Ein Fan, ich glaube gerade auf mich als "Fussball-Fan" wird mein Lieblingsverein nicht verzichten. Ich bin (und kann es auch sein) dort Mitglied ,auch wenn Leute wie Sie scheinbar nicht mal wissen was das ist.
Und es wird Fussball gespielt ohne das dabei Millionen im Spiel sind und schon gar nicht aus einem Brausetank immer Geld nachgefüllt wird.

13.09.2017 21:42 Eisern 43

Wenn mir ein reicher Österreicher einen Porsche kaufen würde dann wäre ich auch schneller am Ziel. Das Drama was wir heute erleben ist weder erarbeitet geschweige denn erkämpft. Herr Brause hat Leipzig einen Porsche gekauft. Eiserne Grüße

13.09.2017 20:47 Mit Sinn und Verstand 42

Ein Konstrukt in der Königsklasse. Schade drum.

13.09.2017 20:32 Ichbins 41

Alles erkauft das sagt doch alles.gute nacht fussball Deutschland.p s.hatten wir in Leipzig schon europapokal unser grosser Fc Lokomotive Leipzig.

13.09.2017 19:20 Hellmuuht 40

Jetzt wird ein @35. {Fußballfreund} aber dienstlich, kommt mit Spitzfindigkeiten und erwartet, daß die Menschen auch ihre Gefühlslage danach ausrichten. Vielleicht hat er Anlaß zu denken, daß das in Deutschland so üblich ist. Hier ein paar europäische Beispiele von Diskrepanzen zwischen formaljuristischen Aspekten einerseits und dem Traditionsbewußtsein anderseits: Prominent dabei sind die Rangers aus Glasgow oder Parma mit seinen diversen Neugründungen. Ebenso die traurige Geschichte des FC Wimbledon und die ihm widerfahrene englische Varietät der "Delegierung" in eine andere Stadt à la Empor Lauter. Da haben sich verstockte Traditionalisten mit einer Neugründung gewehrt und es sogar geschafft, das verpflanzte Team tabellenmäßig hinter sich zu lassen. Vom Theater mit Bohemians Prag gar nicht zu reden. Aber kein dortiger Fans mit Herz wird solch Belehrungen begreifen, wie sie uns @{Fußballfreund} aufdrücken will, ebenso wenig wie diesen obskuren Zellteilungsakt von Markranstädt.

13.09.2017 19:18 Marcel aus Sachsen 39

Beide "Vereine" zerstören mit ihren zig Millionen eines Gönners den ehrlichen Vereinssport. Schlimm das sich auch immer Menschen daran erfreuen können...sogar der Regionalsender.
Gute Nacht

13.09.2017 18:01 Eisern 38

Zu "ein Fan". Bitte bezeichne das RB Klatschpappenpublikum nicht als Fans. Und MDR, das gehört nicht in die Ära mit Lok,Dynamo und Jena.

13.09.2017 17:58 Heinz 37

Es ist erschreckend, welches Niveau hier die Oberhand gewonnen hat. Ihr müsst euch nicht wundern, wenn ihr in den gebrauchten Bundesländern nur mitleidvoll belächelt werdet. Einige bedienen hier sämtliche Clichees , über die man sich dort belustigt. Sollten einige von hier mal drüber nachdenken. Schönen Abend.

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