Fußball | Champions League RB Leipzig verliert auch zweites Auswärtsspiel

4. Spieltag

RB Leipzig muss auch nach dem zweiten Auswärtsspiel in der Königsklasse weiter auf die ersten Punkte in der Fremde warten. Beim FC Porto setzte es wettbewerbsübergreifend die dritte Niederlage in Folge.

FC Porto - RB Leipzig 1 - Aufstellung der Mannschaften von Leipzig (l.) und Porto
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Beim 1:3 (0:1) zeigten die Leipziger zwar phasenweise gute Ansätze, insgesamt kam die Elf von Ralph Hasenhüttl aber zu selten gefährlich vor das Tor des Champions-League-Siegers von 2004. Zudem offenbarte Leipzig im Defensivspiel immer wieder Schwächen, vor allem bei Standards. Zwei Porto-Treffer fielen nach ruhenden Bällen. In der Tabelle rutscht Leipzig durch die Niederlage auf Platz drei in Gruppe G. Ein Überwintern in der Champions League ist damit aus eigener Kraft nicht mehr möglich.

RB-Trainer mischt die Mannschaft durch

Ralph Hasenhüttl ging das zweite Champions-League-Auswärtsspiel in Porto mit vier Veränderungen im Vergleich zum 0:2 beim FC Bayern an. Timo Werner, Yussuf Poulsen, Lukas Klostermann und Diego Demme nahmen zunächst auf der Bank Platz. Dafür rückten Jean-Kevin Augustin, Bruma, Bernardo und Kevin Kampl in die Startelf.

Die taktischen Vorgaben des RB-Trainers griffen in der Anfangsphase, denn die Leipziger traten nicht verunsichert auf und ließen sich von den körperlich robusten Portugiesen nicht den Schneid abkaufen. Erster Leidtragender der hohen physischen Belastung war Portos Angreifer Moussa Marega, der schon nach zwölf Minuten und einigen rabiaten Zweikämpfen verletzt ausgewechselt werden musste. Sein Team steckte den Verlust allerdings gut weg und profitierte kurz darauf von einer Leipziger Unachtsamkeit nach einem Eckball. Hector Herrera kam bei diesem Standard nahezu unbedrängt an den Ball und schob aus Nahdistanz zum 1:0 ein (13.).

Die Leipziger rappelten sich nach dem Rückstand schnell wieder auf und übernahmen die Spielkontrolle. Sie hatten mehr Ballbesitz, was jedoch auch kaum Torchancen bedeutete. Die gefährlichste Szene in der ersten Halbzeit kam durch einen Freistoß von Emil Forsberg, der von Torwart Jose Sa gerade noch aus dem linken oberen Eck gekratzt wurde (21.). Mehr gelang offensiv nicht. Augustin hing zumeist in der Luft und die Außen Bruma und Forsberg liefen sich regelmäßig fest. Mit 1:0 ging es in die Pause.

Tor für Porto: Hector Herrera trifft gegen Torwart Peter Gulacsi
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Werner bringt zunächt neuen Schwung

Nach dem Seitenwechsel bewies Ralph Hasenhüttl ein glückliches Händchen, denn der gerade erst eingewechselte Timo Werner sorgte mit seiner ersten Aktion für das frühe 1:1 (48.). Beflügelt durch den Ausgleich spielten die Sachsen zunächst präsenter in der Offensive, schnitten sich aber durch schwache Defensiventscheidungen wieder selbst ins Bein. Erst kam Danilo bei einer Ecke nahezu ungestört zum Kopfball und schickte das Leder nur knapp über das RB-Tor, dann kam Portos Nummer 22 erneut zum Kopfball, dieses Mal nach einem Freistoß, und machte aus Nahdistanz das Führungstor. Zwar erzielte er den Treffer aus stark abseitsverdächtiger Position, große Gegenwehr gab es von Seiten der Leipziger in den entscheidenden Zweikämpfen allerdings auch nicht (61.).

Fehlenden Willen kann man den Leipzigern nach dem erneuten Rückstand nicht vorwerfen, doch zu mehr als ein paar harmlosen Schusschancen reichte es in diesem Spiel nicht mehr. Porto nutzte die verzweifelten Offensivaktionen der Leipziger eiskalt aus und erkonterte sich in der Nachspielzeit sogar noch das 3:1 durch Maxi Pereira (90.+3).

Ralph Hasenhüttl
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Trainerstimme:

Ralph Hasenhüttl (Leipzig): "Wir haben drei verdammt harte Spiele hinter uns. Momentan bekommen wir nicht das, was wir uns eigentlich verdient haben. Aber wer uns kennt, weiß, dass wir das gut einordnen können und wissen, dass wir das Richtige für uns mitnehmen müssen."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 02. November 2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2017, 12:22 Uhr

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37 Kommentare

04.11.2017 10:29 Hartmut 37

@ 17
Rb sympathisch? Ja ne is klar.

04.11.2017 08:59 Spottdrossel 36

CL verspielt, Pokal verspielt und bei den Punktspielen eher flau. Die oberste Spielklasse ist wohl doch ein paar Nummern zu groß. Da reicht es eben nur zur "Vorband" und zum "Pausenclown".

03.11.2017 20:32 RumBelballer 35

@34 jochen, Du musst jetzt aber wirklich nicht beweisen, dass Du zu den 30% bei den RBL -Fans gehörst . Danke übrigens noch mal an Bernd und den Benachteiligten.
Immer wieder schön, dass es Euch gibt;-), hat man doch nach nem anstrengenden Tag noch was zu lachen für wenig Geld.

03.11.2017 12:59 jochen 34

Nr. 17 .:Königsklasse-sehr gut beschrieben,man könnte sogar noch einiges dazu fügen.
Zu Nr. 33 Ostdeutsche Traditionsvereine kämpfen um jeden Euro? Das ist nun mal ein nicht zu überbietender Witz-schämt Dich!
Morgen volle Hütte in der RED BULL ARENA-
CL abhaken-BULI in den Vordergrund !!!
Forza RBL- Leipzig überall

03.11.2017 09:55 Grausam 33

@ 17 Sollen wir jetzt staunen oder bewundern ? Um Himmels Willen. Ist doch keine Kunst, mit dem Milliardär-Opa im Hintergrund. Die ostdeutschen Traditionsteams müssen um jeden Euro kämpfen. Schämt Euch.

03.11.2017 09:48 Sr.Raul 32

@26 (toni), @30 (Leonard): CL 2007/2008, Achtelfinale, FCP-S04 1:4 n.E..

03.11.2017 09:35 Lieselotte Müller 31

ich beete für meinen Heimahtverein RBL dass wiederbessre Zeiten komen.
Bei uns im Vogtland kenn ich fasst nur RBL- Fenns.

Furzza RBL

03.11.2017 06:27 Leonard 30

Zu Nr. 26: Da sieht man , dass das ZDF noch nicht im vereinten Deutschland angekommen ist, wie bei vielen anderen Sendungen.

03.11.2017 03:05 Reisender 29

@26 toni, musste das jetzt sein? Immer müssen die "Dynamo's" unangenehm auffallen und sich nicht an die Regeln halten!!! Wie können die einfach in Porto gewinnen und der studierte Sportjournalist hat keine Ahnung davon? Vielleicht ist er aber auch nur zu jung ;-) Ich kann mich noch daran erinnern, habe mit meinem Vater vor der Schwarz-Weiß -Klotze gehangen und mit gefiebert. Weis ich deshalb so genau, weil es einen Tag nach meinem Geburtstag war und ich eigentlich nicht so lange aufbleiben durtfte. Aber da gabs ne Ausnahme:-)

02.11.2017 21:52 98 EC - Spiele 28

Lieber Hasseröder als Hasenhüttl