Jerome Propheter (Wacker Nordhausen)
Jerome Propheter (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Fußball | Thüringenpokal Wacker-Verteidiger trifft dreifach

2. Hauptrunde

Ausgerechnet ein Verteidiger glänzte beim Weiterkommen von Wacker Nordhausen im Thüringenpokal beim SV Grün-Weiß Siemerode. Nach guter erster Halbzeit hatte Wacker keine Probleme. Auch der ZFC Meuselwitz erledigte seine Pflichtaufgabe.. Die Auslosung zum Achtelfinale gibt es am Samstag, in der Halbzeit des Thüringen-Derbys Erfurt gegen Jena.

Jerome Propheter (Wacker Nordhausen)
Jerome Propheter (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Wacker Nordhausen ist souverän in das Achtelfinale des Thüringenpokals eingezogen. Bei Siebtligist SV Grün-Weiß Siemerode gelang dem Viertligisten am Sonntag ein 4:1 (3:0).

Drei Treffer von Propheter

Überragender Mann auf dem Sportplatz "Hohes Kreuz" war Wackers Innenverteidiger Jerome Propheter. Der vor der Saison aus Aachen gekommene 27-Jährige erzielte gleich drei Treffer (15.,FE/ 44./65.). Zunächst traf er per Foulelfmeter, Eric Kleineberg hatte Ucar gefoult. Bei Treffer Nr. 2 nutzte er aus zehn Metern seine Freiheiten. Beim dritten Tor dann köpfte er eine Ucar-Ecke ein. Auch der von Jena nach Nordhausen gelotste Angreifer Buval trug sich noch in die Torschützenliste ein (28.).

Nach der Pause ließ es Wacker deutlich ruhiger angehen. Siemerode tat, was man als Siebtligist tun kann und versuchte mit Kampf und Einsatz möglich viel Schaden vom eigenen Tor fernzuhalten. Umso schöner, dass sogar noch ein eigener Treffer gelang. Beim 15-m-Schuss von Weinrich war Gäste-Keeper Aulig wohl von der Sonne geblendet, mit einer Hand schlug er die Kugel ins eigene Netz (70.). In den zehn Minuten um das 1:4 herum zeigte Grün-Weiß seine beste, weil mutigste, Phase. Vor 602 Zuschauern donnerte Fluß die Kugel aus 30 Metern noch an die Latte des Siemeröder Tores (85.).

Das sagten die Trainer

Trainer Volkan Uluc
Marschrichtung aufgegangen: Trainer Volkan Uluc (Archivbild) Bildrechte: IMAGO

Spielertrainer Karsten Wellmann (Siemerode): "Wir haben uns sehr gut verkauft, gegen einen Regionalligisten vor über 600 Zuschauern, nachdem wir die ersten drei Punktspiele alle verloren hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir Nordhausen zeitweise unter Druck gesetzt und wenig zugelassen, so dass ich am Ende sehr zufrieden bin."

Volkan Uluc (Nordhausen) : "In der ersten Hälfte wollten und haben wir für klare Verhältnisse gesorgt. In der zweiten Halbzeit wollten wir dann Kraft sparen. Wichtig ist immer, dass es in den ersten Pokalrunden keine Verletzten gibt. Es gibt eben auch Spiele, wo man nur seine Pflicht erfüllt."

SG FC Motor Zeulenroda/Triebes - ZFC Meuselwitz

Der ZFC Meuselwitz ist ebenfalls ohne große Probleme ins Achtelfinale eingezogen. Der Regionalligist setzte sich beim drei Klassen tiefer spielenden FC Motor Zeulenroda mit 3:0 durch.

Elfmeter in die Wolken und ins rechte Eck

Der Landesklasse-Vertreter zeigte sich in den ersten 45 Minuten sehr mutig. Das Team, das von Lok-Legende Matthias Liebers trainiert wird, hielt die Partie zunächst recht offen und hatte auch eine richtig gute Chance. Manuel Sengewald nagelte einen Freistoß in der 13. Minute an die Latte. Im Gegenzug scheiterte René Weinert am stark reagierenden Fabian Ziehm. In der 20. Minute hatte Andy Trübenbach vom Punkt die Chance zur Führung, säbelte den Ball aber zwei Meter über die Latte. Auch danach hatte Trübenbach kein Schussglück, traf Außennetz und scheiterte an Ziehm. So musste ein weiterer Elfmeter herhalten. Der gefoulte Weinert traf in der 41. Minute unhaltbar ins linke untere Eck.

Heiko Weber, ZFC Meuselwitz
Musste nicht zittern: ZFC-Trainer Heiko Weber. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Meuselwitzer Einwechsler treffen

Nach dem Wechsel sorgten die Einwechselspieler des ZFC für klare Verhältnisse. Zunächst netzte Francesco Lubsch in der 65. Minute einen Abpraller ein, nachdem Trübenbach zuvor an Keeper Ziehm gescheitert war. 13 Minuten später machte Yanick Haag den Sack endgültig zu. Nach einer Eingabe von Trübenbach hämmerte er den Ball aus sechs Metern ins rechte Eck. Zeulenrodas Trainer Liebers freute sich trotz der Niederlage nach der Partie: "Ein Kompliment an meine Mannschaft, die sich hier sehr gut verkauft hat."

Über dieses Thema berichtet "MDR FERNSEHEN" MDR Thüringen Journal | 03.09.2017 | ab 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. September 2017, 17:42 Uhr

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