Fußball | Regionalliga Doppelter Malone sichert Lok einen Punkt

7. Spieltag

Nach zwei Niederlagen in Folge hat der 1. FC Lok Leipzig bei der VSG Altglienicke immerhin einen Zähler eingestrichen. Das 2:2 (0:0) lebte vor 832 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark von zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. Erst plätscherte die Partie vor sich hin, bevor es im zweiten Durchgang Chancen, Strafstöße und vor allem Tore gab. Spieler des Spiels war aus Sicht von Lok Leipzig nicht Geburtstagskind Markus Krug, sondern der doppelte Ryan Malone.

Lok noch ohne Durchschlagskraft

Heiko Scholz veränderte seine Startelf auf zwei Positionen. Für Paul Maurer und Andy Wendschuch rückten Maik Georgi und Hiromu Watahiki ins Team. Im Vergleich zum 0:1 gegen Viktoria Berlin machte Lok Leipzig einen frischen Eindruck zu Beginn. Die Sachsen ließen den Ball gut laufen, gute Chancen sprangen dabei in den ersten Minuten allerdings noch nicht heraus. Das änderte sich durch einen Freistoß, den Malone aus etwa 28 Metern knapp über das VSG-Tor schoss (7.).

Lok erarbeitete sich in der ersten halben Stunde noch mehr Möglichkeiten, ein Tor sprang aber weder bei guten Chancen von Malone (12.) und Peter Misch (25.) heraus. Altglienicke kam erst danach besser ins Spiel. Die beste Chance für die Berliner vergab Kevin Stephan, nachdem er aus etwa sieben Metern an Benjamin Kirsten scheiterte (34.) Mit 0:0 ging es in die Kabinen.

Rene Pütt (Nr. 21, VSG Altglienicke), Hiromu Watahiki (Nr. 15, 1. FC Lokomotive Leipzig)
Bildrechte: Matthias Koch

Zwei Elfmeter und vier Tore

Nach dem Seitenwechsel begann Lok erneut mutig, ein Pfiff von Schiedsrichter Christian Allwardt sorgte allerdings umgehend für Ernüchterung. Robert Zickert hatte zuvor Rene Pütt im Lok-Strafraum gefällt und damit einen Strafstoß verschuldet, den Torsten Mattuschka verwandelte (54.). Um ein Haar hätten die Gastgeber direkt erhöht, doch Stephan setzte seinen Schuss aus Nahdistanz an den linken Pfosten (57.).

Lok hatte sich schnell vom Gegentreffer und dem Aluminium-Kracher erholt und kam durch Malone, der sich aus 18 Metern ein Herz fasste, zum 1:1 (64.). Um ein Haar wäre Lok dann wieder in Rückstand geraten, doch Torschütze Malone kratzte einen VSG-Schuss gerade noch von der Linie (69.). Dann war der Ball doch drin: Kevin Kahlert stieg nach einer Mattuschka-Ecke am höchsten und nickte zum 2:1 ein (72.).

Die Entscheidung war dieser Treffer allerdings noch nicht, denn Schiedsrichter Allwardt griff nach einer unerlaubten Aktion im VSG-Strafraum erneut zur Pfeife. Dieses Mal bekam Lok Leipzig einen Strafstoß zugesprochen, weil Louis-Nathan Stüwe den Ball mit der Hand gespielt hatte. Malone schnürte seinen Doppelpack souverän und sicherte seinem Team und Geburtstagkind Markus Krug immerhineinen Punkt.

Ryan Malone (Nr. 11, 1. FC Lokomotive Leipzig) erzielt per Handelfmeter das Tor zum 2:2.
Bildrechte: Matthias Koch

Das sagten die Trainer:

Heiko Scholz (Leipzig): "Wir sind mit zwei Niederlagen im Gepäck hierher gereist und wollten undedingt die dritte Niederlage vermeiden. Mit dem Spiel bin ich nicht zufrieden, mit dem Kampfgeist schon. Es war ein hitziges Spiel, aber nicht unfair geführt. Wir müssen nun mit dem einen Punkt leben."

Miroslav Jagatic (Altglienicke): "Für mich fühlt es sich wie eine Niederlage an. Wir haben viele individuelle Fehler gemacht, die man so von uns nicht kennt. Wäre der Pfostenschuss in der zweiten Halbzeit reingegangen, wäre die Messe gelesen gewesen. Dann gleicht Lok aber aus. Nach dem 2:1 hatten wir das Spiel eigentlich in der Tasche. Kurz vor Schluss passieren uns aber drei Fehler, die Lok letztlich zum Ausgleich gebracht haben. Aber es ist, wie es ist. Wir werden durch solche Situationen wachsen."

ten/as

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. September 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2017, 17:39 Uhr

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4 Kommentare

17.09.2017 20:16 Gerald 4

Zu @Leipziger 2
Wenn ganz dumm läuft, steigt Cottbus nicht auf und es gibt 3 ostdeutsche Absteiger aus der 3. Liga!
Auszuschließen ist das nicht! Es wird spannend!

17.09.2017 19:18 Ragin Heri 3

Einfach enttäschend! Ein"Volkssportverein" ohne Stadion und Fans mit 2 Exprofis ist unserer LOK überlegen. Traurig

17.09.2017 17:10 Leipziger 2

Saison für uns gelaufen. Cottbus in 7 Meilenstiefeln weg. Können das dieses Jahr abhaken. Es werden nun auch weniger Zuschauer kommen. Bleibt zu hoffen das mit Cottbus dann der letzte Konkurrent endlich weg ist und wir dann nächstes Jahr dran sind. Hoffentlich steigt keiner aus 3 ab !

17.09.2017 15:38 Figo90 1

Immerhin 1 Punkt. Gegen die haben und werden noch ganz andere Teams Punkte liegen lassen.
Nur der FCL !!!