Fußball | Regionalliga Halberstadt nicht mit dem Glück im Bunde

24. Spieltag

Im Kalenderjahr 2016 hat der Germania Halberstadt in der sechsten Partie die erste Niederlage hinnehmen müssen. Trotz deutlicher Überlegenheit unterlagen die Vorharzer dem Tabellennachbarn FSV Luckenwalde im Kellerduell mit 0:1 (0:0).

Zwei Alu-Treffer für die Germania

Rufat Dadashov (VfB Germania Halberstadt) - Testspiel Saison 2015-2016 Germania Halberstadt vs. Eintracht Braunschweig im Friedensstadion in Halberstadt
Rufat Dadashov köpfte den Ball an den Pfosten (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Gleich vom Anstoß weg ging die Post ab: Tommy Müller beförderte den Ball aus 22 Metern halblinks an die Lattenunterkante (2.). Von dort sprang das Leder auf die Linie - oder dahinter? Der Schiedsrichter entschied nicht auf Tor und die Gäste klärten ins Toraus. Den anschließenden Eckball setzte Rufat Dadashov an den Pfosten (3.). Im Anschluss wurde aus ruhiger und die Hausherren münzten ihre Überlegenheit nicht in weitere Chancen um. Der FSV Luckenwalde, bei denen nach der Entlassung von Ex-Nationalspieler Jörg Heinrich wieder Ingo Nachtigall an der Linie steht, fand in der Offensive so gut wie nicht statt.

Ein Torschuss reicht Luckenwalde

Nur vier Minuten nach der Pause zum dritten Mal Alu: Manuel Hoffmann traf aus zwölf Metern den rechten Pfosten der Brandenburger. Der Aserbaidschaner Dadashov verfehlte nach einer Stunde den Kasten ganz knapp und Ivan Ristovski scheiterte aus fünf Metern an FSV-Schlussmann Robert Petereit (66.). Dann der Schock für Halberstadt. Fouley zirkelte einen 17-Meter-Freistoß an der Mauer vorbei ins Netz zum 0:1 (73.). Mit dem ersten gefährlichen Torschuss gingen die Luckenwalder in Führung.

Die Germania machte so weiter wie zuvor. Alle Schussversuche wurden entweder geblockt oder Petereit im Gehäuse des FSV stand im Weg. Der Keeper der Gäste wehrte kurz vor dem Ende einen Schuss des eingewechselten Pascal Wedemann aus zwei Metern ab (89.). In der Nachspielzeit dezimierte sich der FSV: Gelb-Rot für den erst in der 64. Minute eingewechselten Tiago Sprenger nach wiederholtem Foulspiel.

Das sagten die Trainer:

Ingo Nachtigall
Ingo Nachtigall ist wieder Trainer in Luckenwalde (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Ingo Nachtigall (Luckenwalde): "Ich hatte jetzt zwei Tage Zeit, die Mannschaft einzustellen und wusste, dass das heute noch kein entscheidendes Spiel für sein kann. Es hat auch viel mit Glück zu tun, dass wir heute gegen eine überlegene Mannschaft drei Punkte mitnehmen. Halberstadt hat permanent Druck ausgeübt, gute Chancen gehabt, aber macht eben das Tor nicht, das uns in der einen Situation vergönnt war. So nehmen wir gern die drei Punkte mit, müssen aber realistisch sein und klar anerkennen, dass heute nicht der bessere gewonnen hat."

Thomas Waldow (Halberstadt): "Ich glaube, ich kann meiner Mannschaft auch heute kaum einen Vorwurf machen. Sie hat mit zunehmender Spielzeit alles versucht, dieses Tor zu machen. Was uns im Weg stand waren heute Pfosten und Latte und vielleicht in der ersten Halbzeit zwei, drei Prozent Konzentration. Sie haben inklusive Torhüter bis zur allerletzten Sekunde einen bedingungslosen Fight abgeliefert, leider ohne zählbaren Erfolg."

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2016, 19:37 Uhr

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