Fußball | Regionalliga Meuselwitz ringt Babelsberg nieder

19. Spieltag

Der ZFC Meuselwitz hat im ersten Spiel nach der Winterpause einen Sieg gefeiert. Die Zipsendorfer bezwangen den SV Babelsberg knapp mit 2:1. Die Partie hatte es in sich, denn es gab zwei Handelfer und eine Rote Karte.

Nach ausgeglichenem Beginn musste ZFC-Schlussmann Andreas Naumann erstmals eingreifen, als ein Heber von Onur Uslucan hinter der Meuselwitzer Abwehr aufsprang und gerade noch vor dem kopfballbereiten Steinborn geklärt werden konnte (15.). Fünf Minuten später versuchte es Akdari mit einem 20 Meter-Schuss, doch Weinert köpfte den Ball vor der Linie aus der Gefahrenzone.

Erste Chancen für Meuselwitz

Die erste gute Chance für den ZFC hatte Neuzugang Jakub Wiezik, der mit einem spektakulären Seitfallzieher knapp das Tor verfehlt (27.). Auf der Gegenseite klärte Pierre le Beau einen Schuss von Matthias Steinborn gerade noch mit der Fußspitze (33.). Der Meuselwitzer Abwehrspezialist stand kurz darauf im Blickpunkt, da er bei einem 20-Meter-Hammer von Andy Trübenbach genau in der Schusslinie stand und die mögliche Führung verhinderte (41.). Somit blieb es beim 0:0-Pausenstand.

Boltze verschießt Handelfer - Trübenbach trifft zum 1:0

In der zweiten Hälfte versuchten die Gäste ihr Glück mit Distanzschüssen, doch entweder stand Naumann goldrichtig oder die Genauigkeit fehlte (47./49.). Dann wurde es laut in der Bluechip-Arena, denn bei einer Flanke von René Weinert hatte Erdal Akdari die Hand im Spiel, was der Referee mit einem Elfer bestrafte. Allerdings scheiterte Benjamin Boltze an Keeper Kevin Otremba, der zur Ecke klärte (57.). Nach deren Ausführung kam der Ball zu Trübenbach, der aus 15 Metern flach abzog und das 1:0 markierte (58.).

Tor Andreas Trübenbach
Andreas Trübenbach trifft zum 1:0 für Meuselwitz. Bildrechte: Katrin Tretbar

Shala gleicht per Nachschuss aus

Meuselwitz agierte danach weiter druckvoll. Zudem versuchten die Thüringer, die SVB-Angriffe noch früher abzufangen. Dann zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt, denn ein ZFC-Spieler soll bei einem Schussversuch der Gäste ebenfalls den Ball mit der Hand berührt haben. Den Strafstoß von Andis Shala konnte Naumann zunächst mit den Füßen parieren, doch beim Nachschuss war der Keeper machtlos (67.).

Wiezik schießt Meuselwitz zum Sieg - Rot für Cepni

Trotz des Ausgleichs steckte der ZFC nicht auf. Die Bemühungen belohnte schließlich Wiezik, der einen langen Ball von Lubsch über den zu weit aus dem Tor gelaufenen Otremba ins Tor lupfte (70.). Im Anschluss drängten beide Teams auf den nächsten Treffer. In der hektischen Schlussphase dezimierten sich die Gäste jedoch selbst, da Frank Müller von Ugurtan Cepni, der zuvor Boltze gefoult hatte, in der Nachspielzeit umgestoßen wurde. Danach war Schluss und der verdiente ZFC-Sieg perfekt.

Das sagten die Trainer

Enrico Große (Co-Trainer SVB): "Glückwunsch an den ZFC, der verdient gewonnen hat. Wir wussten vorher um die Zweikampfstärke des ZFC und das sie mit viel mit hohen Bällen arbeiten. Eigene Fehler, auch nach dem Handelfer, führten zu den Gegentoren. Es wird für uns schwer, die Leistung aus der ersten Halbserie zu wiederholen."

Heiko Weber (Trainer ZFC): "Unser heutiger Gegner hat erst drei Partien verloren und kann gut Fußball spielen. Nach harter Vorbereitung sind wir heute viel gerannt, haben gut gearbeitet und das zu einer ungewohnten Mittagszeit. Zwar braucht man auch etwas Fortune aber die drei Punkte tun uns jetzt gut und wir wollen uns jetzt so weiter entwickeln. Wir haben den Worten nun auch Taten folgen lassen."

Zuletzt aktualisiert: 07. Februar 2016, 21:42 Uhr

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2 Kommentare

07.02.2016 20:14 Rico 2

Diese Transferleistung aus Lobeda stimmt mich in Zipsendorf für die Zukunft sehr Optimistisch .

07.02.2016 16:09 Zuschauer 1

Moment mal. Wiezik, war der nicht vor kurzem noch in Lobeda ? Das nennt man mal ne gelungene Thüringer Transferleistung. Glückwunsch Bauer Lindemann.