Fußball | Regionalliga FCO geht beim Berliner AK baden

6. Spieltag

Am sechsten Spieltag musste der FC Oberlausitz Neugersdorf eine bittere 2:5 (1:2)-Auswärtsschlappe beim Berliner AK einstecken. Dabei zeigte sich die Elf von Vragle da Silva in vielen Spielsituation erneut zu wacklig in der eigenen Abwehr. Die Sachsen waren fast immer eine Schritt zu spät und hätten sich nicht beschweren dürfen wenn sie noch mehr Gegentore gefangen hätten. Die Gastgeber aus Berlin knüpfte an alte Zeiten an und spielten wie aus einem Fluss.

FCO kommt spät ins Rollen

Im Poststadion versuchten beide Mannschaften von Beginn an auf die Tube zu drücken. Der BAK stellte aber die reifere Spielanlage und platzierte einige gefährliche Pässe in der Abwehrzentrale des FCO. So war es auch nicht überraschend, dass die Hausherren schon nach acht Spielminuten in Führung gingen. Nach einer Flanke von der rechten Außenbahn und Verwirrung in der Gäste-Abwehrkette schnappte sich David Danko den Ball und netzte aus kürzester Distanz ein.

Auch danach hatten die Sachsen einige Probleme mit dem aggressiven Auftreten der Hauptstädter. Nach einer Ecke scheiterte Enes Küc mit seinem Kopfball an dem glänzend reagierenden FCO-Goalie David Pokorny (13.). Auch weitere Chancen ließen die Mannen von Markus Zschiesche leichtfertig liegen. Die Elf von Vragel da Silva stabilisierte sich nach ca. 30 Minuten deutlich und ließ einen Spielfaden erkennen. Besonders Karl Petrick zog immer mehr die Fäden im Mittelfeld und versuchte seine Offensiv-Kollegen klug einzusetzen. Es fehlte aber noch der letzte öffnende Pass.

FCO-Trainer Vragel da Silva zeigte sich an der Außenlinie äußerst bedient. Das Abwehrverhalten seiner Elf ließ viele Fragen offen.
FCO-Trainer Vragel da Silva zeigte sich an der Außenlinie äußerst bedient. Das Abwehrverhalten seiner Elf ließ viele Fragen offen. Bildrechte: IMAGO

Diesen gab es dann wenige Minuten später. Ronald Wolf flankte von der rechten Außenbahn in die Zentrale, dort legte Stepan Vachousek auf Bocar Djumo ab. Der Angreifer vollendete ungehindert aus zwölf Metern zum 1:1 ab (31.). Die Freude hielt jedoch nur kurz an. Enes Küc sorgte mit einem Traumschuss aus ca. 23 Metern für die erneute Führung der Hausherren (36.). Dabei blieb es auch bis zur Halbzeitpause.

FCO überfordert - BAK wie in alten Zeiten

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm Vragel da Silva eine personelle Veränderung vor und brachte Can Sakar für den wackligen Tobias Gerstmann auf das Feld. Jedoch blieb die Auswechslung noch ohne Wirkung. Es bot sich dem Zuschauer das gleiche Spielbild wie im ersten Durchgang. Die Hausherren dominierten das Spiel, vergaßen jedoch den Sack zu zumachen.  Ozan Pekdemir, welcher der erste FCO-Torschütze in der Regionalliga war, bediente Felix Brügmann. Der Stürmer zog aus der Nahdistanz ab, verfehlte jedoch den Kasten deutlich (48.). Orhan Yildirim machte es dann etwas besser und schraubte die Führung auf 3:1. Dabei machte FCO-Torwart Pokorny eine unglückliche Figur und verfasste sich völlig. Der Ball trudelte danach in das Tor (58.).

Man konnte den Sachsen aber nicht vorwerfen, dass sie sich aufgeben würden. Die Elf antwortete mit stürmischen Angriffen und konnte durch Josef Marek auf 2:3 verkürzen (62.). Die Berliner ließen sich jedoch nicht lange bitten und erhöhten die Führung erneut. Pekdemir lief sich über die rechte Außenbahn frei und flankte in die Mitte zu Küc. Dieser wackelte die FCO-Abwehr aus und versenkte seinen Schuss zum 4:2 (68.).

Es wurde zum Ende hin sogar noch bitterer für die Sachsen. Pekdemir setzte sich vor dem Strafraum durch und wollte in den Strafraum flanken, jedoch bekam Petrick den Ball an die Hand. Den fälligen Straf-Elfmeter schnappte sich Küc und schnürte einen Dreierpack (81.). Das 2:5 war dann auch der Endstand einer denkwürdigen Partie. Der FCO bekam in den letzten drei Partien elf Tore eingeschenkt. In diesem Bereich fehlte heute völlig die Abstimmung.

Das sagten die Trainer:

Vragel da Silva (Neugersdorf): "Bin von meiner Mannschaft absolut enttäuscht. Wir haben in der Abwehr zu viele Fehler gemacht. Wir müssen viel mehr Druck auf den Gegner machen. Das haben wir ganz klar versäumt und damit noch die Spielfreunde vom BAK gefördert."

Markus Zschieschke (Berlin): "Kompliment an meine Jungs. Wir haben nach dem 1:0 unseren Plan durchgesetzt. Trotzdem waren unsere Leistungen in dem Spiel sehr schwankend. Mit dem 5:2 sind wir sehr zufrieden. Allerdiengs müssen wir im Spiel selbst noch mehr Konstanz hineinbringen."

tw & jk

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 10. September 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2017, 17:24 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.