Fußball | Regionalliga Union-Doppelschlag besiegelt Chemies Niederlage

5. Spieltag

Die Grün-Weißen hatten sich viel vorgenommen, am Ende ging der Plan nicht auf. Trotz Führung hat die BSG Chemie Leipzig gegen Union Fürstenwalde den Platz als Verlierer verlassen. Mit dem Schlusspfiff hieß es 1:2. Ein Doppelschlag der Gäste setzte die Leutzscher schachmatt.

Führung für die Gastgeber

Fürstenwalde-Torhüter Oliver Birnbaum streckt sich nach dem Schuss von Daniel Heinze vergeblich. Tor zum 1:0 für Chemie.
Fürstenwalde-Torhüter Oliver Birnbaum streckt sich vergebens: Die Leutzscher führen 1:0. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

In der Anfangsphase ließen die Fürstenwalder die Chemiker in Ruhe aufbauen. Auf BSG-Seite waren Daniel Heinze und Marc Böttger im Mittelfeld bemüht, die Außen ins Spiel zu bringen. Noch fehlte jedoch der große Druck. Einen guten Part bei Fürstenwalde spielte Will Siakam, der sich einige Male durchtankte, aber von Manuel Wajer gestoppt werden konnte. Insgesamt war die chemische Abwehr gut eingestellt. Kamen die Union-Kicker mal durch, stand ja dort noch ein gut aufgelegter Chemie-Keeper Latendresse-Levesque, der alle kritischen Situationen bereinigte.

Chemie-Spieler bejubeln nach dem 1:0 Torschütze Daniel Heinze (verdeckt/Nr. 10).
Da war die Chemie-Welt in Ordnung: Glückwünsche für den Schützen Daniel Heinze. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Dann war es soweit: Die Leutzscher schlugen zu. Nach einer Flanke von Lars Schmidt reagierte Mittelfeldstratege Heinze blitzschnell und versenkte die Kugel aus elf Metern zur 1:0-Führung (31.) für die Gastgeber. Kurz vor der Pause tauchten die Hausherren noch einmal verheißungsvoll vor dem Strafraum der Brandenburger auf. Tommy Kind legte nach Heinze-Zuspiel zurück, doch drei Chemiker waren sich nicht einig. So ging es mit einem 1:0 für die BSG Chemie in die Kabinen.

Alu-Treffer für Chemie - Gladrow leitet Wende ein

Nach dem Wechsel hätten die Grün-Weißen schnell auf 2:0 erhöhen können. Abwehrspieler Alexander Rodriquez-Schwarz hatte sich in die Offensive eingeschaltet und hämmerte das Leder an die Latte des Fürstenwalder Gehäuses. Möglichkeit vertan, was den Fürstenwaldern in die Karten spielte.

Das Team von Matthias Maucksch kam zum Ausgleich. Im Prinzip ein Geschenk der Leutzscher, die nicht konsequent genug störten. Rico Gladrow war nicht vom Ball zu trennen und schoss die Kugel zum 1:1 (55.) in die Maschen. Und es kam noch schlimmer für die Demuth-Schützlinge. Nach einem Fehlabspiel im Mittelfeld schalteten die Fürstenwalder schnell um, Gladrow setzte sich durch und erhöhte auf 2:1 (58.) für seine Farben. Gladrow mit dem Doppelpack, an dem die Chemiker schwer zu knaupeln hatten. Hier konnte nur noch ein Wunder helfen. Das blieb aus und Chemie schlitterte in die vierte Niederlage.

Rico Gladrow (Fürstenwalde) erzielt das 2:1 für Union Fürstenwalde.
Besiegelt die Niederlage der BSG Chemie: Rico Gladrow. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Das sagten die Trainer

Matthias Maucksch (FSV Union Fürstenwalde): "Ich freue mich sehr über die drei Punkte. Die Art und Weise sei erst einmal dahin gestellt. Chemie stand von Anfang an sehr kompakt. Als wir besser wurden, erzielten die Leutzscher das 1:0. In der Halbzeit haben wir dann nachjustiert. So kamen wir besser ins Spiel. Ich denke, am Ende ist das Resultat gerecht. Ich wünsche Chemie für die nächsten Spiele viel Erfolg."

Chemie-Trainer Dietmar Demuth
Chemie-Trainer Dietmar Demuth versucht vergebens, seine Jungs nach vorn zu peitschen. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Dietmar Demuth (BSG Chemie Leipzig): "Schwer, jetzt die richtigen Worte zu finden. Die ersten 45 Minuten waren unsere besten Minuten in der Regionalliga. Ich habe meine Spieler in der Halbzeit gewarnt, dass sich jetzt der Gegner wehren wird. Und trotzdem machen wir amateurhafte Fehler: einfache Pässe kamen nicht an, einfache Ballverluste. Wenn man 1:0 führt, erwartet man, das man gewinnt oder zumindest einen Punkt mitnimmt."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 26. August 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. August 2017, 15:28 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.