Max Gehrmann (rechts, Bautzen) im Zweikampf mit Florijon Belegu (links, Berlin)
Gehrmann (re./Bautzen) im Zweikampf mit Belegu (li./BAK). Bildrechte: Torsten Zettl

Fußball | Regionalliga Bautzen erkämpft Remis in Unterzahl

9. Spieltag

Budissa Bautzen hat sich gegen den Berliner AK einen Punkt erkämpft. Die Budissa ging per Sonntagsschuss sogar in Führung, musste am Ende aber um den Zähler zittern.

Max Gehrmann (rechts, Bautzen) im Zweikampf mit Florijon Belegu (links, Berlin)
Gehrmann (re./Bautzen) im Zweikampf mit Belegu (li./BAK). Bildrechte: Torsten Zettl

Budissa Bautzen bleibt in dieser Saison zu Hause ungeschlagen. Die Lausitzer erkämpften sich am Sonnabend gegen den Berliner AK in Unterzahl ein 1:1 (1:1). Mit dem Punkt klettert das Team von Coach Torsten Gütschow damit auf den elften Tabellenplatz.

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Sport im Osten Sa 30.09.2017 16:30Uhr 02:27 min

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Berlin macht von Beginn an das Spiel

Gegen die spielstarken Gäste aus der Hauptstadt hatte die Budissa-Abwehr zunächst alle Hände voll zu tun. Der BAK machte von Beginn an mit viel Tempo das Spiel, störte den Bautzener Spielaufbau zeitig, war vor allem über die schnellen Enes Küc und Seref Özcan gefährlich. Die erste Chance hatten aber die Gastgeber, Johann Weiß verzog nach einem Konter nur knapp (6.). Kurz darauf kamen die Gäste zu ihrem ihren ersten Hochkaräter - was für eine kuriose Chance: Can Beklan Coskun fasste sich bei einem Freistoß hinter der Mittellinie ein Herz und schoss aus 60 Metern auf das Tor. Bautzen-Keeper Maik Ebersbach sah den Ball gegen die tief stehende Sonne nicht richtig, die Kunststoffkugel knallte gegen die Latte (8.).

Bautzener Führung ins Dreiangel

Budissas Spieler und Trainer Torsten Gütschow feiern den Treffer zum 1:0.
Bautzener Jubel nach dem 1:0 durch Gehrmann. Bildrechte: Torsten Zettl

Praktisch aus dem Nichts dann die Bautzener Führung. Nach einem eigentlich schon geklärten Budissa-Angriff kam der Ball zu Angreifer Max Gehrmann, der aus 20 Metern einfach draufhielt. Mit einem Sonntagsschuss traf der 22-Jährige zum 1:0 in den rechten Winkel (26.). Die Freude über die Führung hielt jedoch bei den offiziell 372 Zuschauern in Bautzen nicht lange: Berlin glich nur drei Minuten später aus. Weil die Bautzener Abseitsfalle nicht zuschnappte, stand Küc plötzlich allein vor Ebersbach. Der frühere Hamburger ließ sich die Chance nicht nehmen und glich aus (29.).

Pfanne sieht nach Notbremse Rot

Nun übernahm der BAK wieder komplett das Kommando und drückte auf den Sieg. Nach Rot gegen Franz Pfanne wegen einer Notbremse musste Bautzen sogar 25 Minuten zu zehnt überstehen (65.). Die Lausitzer verteidigten den Punkt aber mit viel Leidenschaft. Die erste Chance der Gäste in der zweiten Halbzeit konnte Orhan Yildirim nach 70 Minuten nicht nutzen, sein Freistoß ging über das Tor. Später vereitelte Bautzens Keeper Ebersbach eine Möglichkeit von Felix Brügmann (84.). Auch Bautzen hatte eine Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. Einen 18-Meter-Schuss von Tony Schmidt lenkte BAK-Keeper Jakub Jakubov aber mit den Fingerspitzen an den Pfosten (41.).

In der Schlußphase hält der Bautzener Torhüter Maik Ebersbach den Punkt in vielen Situationen fest, hier aus Nahdistanz gegen Felix Brügmann.
Ebersbach (li.) rettet den Punkt mit einer Glanzparade gegen Brügmann. Bildrechte: Torsten Zettl

Das sagten die Trainer:

Markus Zschiesche (Berlin): "Respekt und Glückwunsch an Bautzen. Das war heute wirklich Leidenschaft. Damit hat sich Bautzen auch den Punkt verdient. Aber meine Mannschaft muss einfach zeitig führen. Das Tor für Bautzen kam aus dem Nichts. Wir kommen dann gut zurück. In der zweiten Halbzeit müssen wir es besser ausspielen. Die Rote Karte war berechtigt. Ich hätte aber gern elf Leute gegen elf Leute gespielt. Man muss gegen zehn Leute einen Schritt mehr machen, um die Überzahl herzustellen. Torchancen hatten wir in der zweiten Hälfte nicht mehr so deutlich. Am Ende müssen wir den Punkt mitnehmen. Wir sind nicht zufrieden, nehmen das aber so mit."

Torsten Gütschow (Bautzen): "Es war ein gelungener Nachmittag, auch wenn ein Stammspieler verletzt wurde und ein wichtiger Mann die Rote Karte sah. Jetzt müssen wir sehen, wie wir am Dienstag beim nächsten Spiel klarkommen. Wir haben mit Leidenschaft überzeugt. Wir haben nicht die Möglichkeiten wie der BAK. Ich bin in dieser Saison aber sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Mit einem Mann weniger haben wir das Spiel gut gelöst, wir haben die Räume eng gehalten. Die Mannschaft lebt. Wir sind ein Haufen, der zusammenhält, die Mannschaft, der Vorstand, die Fans. Mit unseren Möglichkeiten haben wir uns den Punkt heute redlich verdient."

dh/mr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 30. September 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. September 2017, 15:25 Uhr

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2 Kommentare

01.10.2017 13:57 fussballer62 2

Der Schiri soll sich mal das Video ansehen. Ne klarere Schwalbe habe ich in letzter Zeit kaum gesehen. Dann wird Pfanne auch noch umgetreten (ohne Konsequenzen) !!! Hut ab, dass da T. Gütschow so ruhig blieb !

30.09.2017 01:20 Aj the F 1

Sorry, fehlt mir gerade was. Notbremse an der Mittellinie bei noch drei mann dahinter versteh ich die Regel gerade nicht... ist da was neu zu rot letzter mann?Notbremse gleich letzter mann?