Fußball | Regionalliga : Bauer vor drittem Neuanfang
Für Fußballprofi Daniel Bauer hat diese Woche erneut ein Neuanfang begonnen. Es ist mittlerweile bereits der dritte Versuch des ehemaligen Magdeburgers. Vor knapp 15 Monaten wurde der langjährige Spieler des 1. FCM von den eigenen "Fans" verjagt. Nach Stationen in Trier und Oldenburg läuft er jetzt für Hannover 96 II auf.
FCM-Anhänger verursachten Trauma
Bauer scheint nach den Vorfällen in Magdeburg noch immer traumatisiert. "Das hat mein Leben auf den Kopf gestellt", sagt er mit mehr als einem Jahr Abstand. "Ich habe gerne in Magdeburg gelebt und hatte dort viele Freunde." 63 Spiele bestritt Bauer für den FCM, war zwischenzeitlich sogar Kapitän. Doch Ende Oktober 2011 wurde er zum Sündenbock für die damalige Krise des Vereins auserkoren. Vor seiner Haustür wurde er von mehreren vermummten FCM-Anhängern bedroht. Sie drohten wiederzukommen, wenn es beim Landes-Derby gegen den Halleschen FC nicht gut laufen sollte. Der verängstigte Spieler verließ daraufhin die Stadt. Knapp drei Wochen später löste er seinen Vertrag auf.
"Im Nachhall war es fast schlimmer als der Vorfall selber, dass diese Geschichte dann angezweifelt wurde", sagt Bauer heute. Juristisch gab es auch keine Klärung. Der zuständige Richter am Amtsgericht Magdeburg hat nach Angaben eines Gerichtssprechers ein Hauptverfahren aus Mangel an Beweisen abgelehnt. So bleiben bis heute Ungereimtheiten und eben auch Zweifel an der Glaubwürdigkeit Bauers.
Der Schockstarre folgten glücklose Comeback-Versuche
"Ich verfiel in eine Schockstarre und fühlte mich wie gelähmt", blickt Bauer zurück. Auch das Karriereende stand im Raum. "Letztlich habe ich die Freude am Fußball wiedergefunden", erklärt der 30-Jährige, der zunächst bei Eintracht Trier spielte, ehe er zur neuen Saison beim Regionalligisten VfB Oldenburg anheuerte. In Oldenburg lief es anfangs gut, zum Ende des Jahres gab es jedoch "unüberbrückbare Differenzen", wie es der Verein nannte. Kurz vor Ende der Wechselfrist ging es nun zu Hannover 96. Dort soll er in der 2. Mannschaft "unsere junge Mannschaft führen", so Trainer Valerien Ismael.
Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.
