Marc Stein (Energie Cottbus, l.)
Marc Stein (Energie Cottbus, l.) Bildrechte: IMAGO

Fußball | Regionalliga ZFC Meuselwitz verpasst Überraschung

5. Spieltag

von Ronny Eichhorn & Frieder Wittmann (Cottbus)

Marc Stein (Energie Cottbus, l.)
Marc Stein (Energie Cottbus, l.) Bildrechte: IMAGO

Energie Cottbus behält nach dem 1:0-Heimsieg gegen den ZFC Meuselwitz seine blütenreine Weste. Die Ostthüringer zeigten aber eine engagierte Leistung und hatten auch Chancen zum Ausgleich.

Cottbus überlegen - umstrittener Treffer

Wie das Spiel laufen wird, war schnell klar. Die Meuselwitzer bauten zwei Viererketten vor dem eigenen Strafraum auf, nur Andy Trübenbach und Janik Mäder spielten etwas vorgerückt. Cottbus versuchte schnell zu kombinieren, benötigte aber 15 Minuten, bevor es zum ersten Mal gefährlich wurde. Lasse Schlüter und Fabio Viteritti prüften mit Schüssen den Meuselwitzer Keeper Steven Braunsdorf. Dann lag der Ball nach 19 Minuten im ZFC-Tor. Nach einem Eckball von der rechten Seite hatte Tim Kruse aus 14 Metern draufgehalten. Marc Stein, der direkt vor Braunsdorf stand, war wohl nicht mehr am Ball. Nicht ganz deutlich war zu sehen, ob Stein im Abseits stand. Die Meuselwitzer protestierten vehement.

Danach traute sich der ZFC auch in der Offensive etwas zu. In der 31. Minute schaufelte Sebastian Albert einen Freistoß in den Strafraum, Pierre Le Beau stand am langen Pfosten frei, doch Keeper Alexander Meyer konnte den Schuss aus Nahdistanz noch über das Tor lenken. Danach übernahm wieder Energie das Kommando, kombinierte sich schön bis zum ZFC-Strafraum durch, erspielte sich aber weiter keine großen Chancen.

Tor vom 1:0-Sieg
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Sport im Osten So 27.08.2017 16:30Uhr 00:45 min

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Dicke Chancen für Mäder und Trübenbach

Mit etwas mehr Biss kamen die Meuselwitzer aus der Kabine und sie sollten ihre Ausgleichschance bekommen. Francesco Lubsch erkämpfte in der 55. Minute den Ball, der dann schnell auf Janik Mäder gespielt wurde. Der Offensivmann hämmerte den Ball aus zwölf Metern an den linken Außenpfosten. Danach erhöhte Energie die Schlagzahl, verdribbelte sich aber immer wieder oder spielte zu ungenau. Gefährlich wurde es in der 60. Minute dennoch, als Viteritti aus 20 Metern abzog und Braunsdorf den Ball nach vorn prallen ließ. Drei Minuten später wieder ein schneller ZFC-Angriff über die rechte Seite und Andy Trübenbach zog aus 14 Metern ab. Keeper Meyer bekam noch die Hände hoch und lenkte den Ball über das Tor.

Weidlich gegen Weinert
Rene Weinert (re.) im Duell mit Kevin Weidlich Bildrechte: IMAGO

Danach wurde es hektischer, bevor Cottbus in der Schlussphase noch einmal anzog. Der flinke Viteritti passte in der 81. Minute auf den am langen Pfosten feistehenden Streli Mamba, doch der erreichte den Ball zum Glück nicht. Am Ende musste nach einem absichtlichen Handspiel noch der Cottbusser Tim Kruse mit Ampelkarte vom Platz. Doch eine Lücke fand der ZFC dennoch nicht mehr.

Das sagten die Trainer:

"Pele" Wollitz (Energie Cottbus): "Wir haben 30 Minuten sehr ordentlich gespielt, später wurde die Partie immer zäher. Es gab nur wenige Torraumszenen. Zunächst haben wir den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen, aber der ZFC war nach Standards immer gefährlich. Es gab sehr viele Diskussionen, auf die sich meine Mannschaft auch eingelassen hat. Der ZFC hat nicht so gut bei unseren Chancen gestanden. Was ich bei meiner Mannschaft erkannte, war eine schlechte Körpersprache. Sie ließen sich von ihrem eigenen Weg abbringen. Bei einigen Spielern erkannte man nicht die richtig Form. Wir werden aus der Partie unsere Schlüsse ziehen."

Heiko Weber (ZFC Meuselwitz): "Wir wollten uns nicht provozieren lassen. Wir haben gefightet und Cottbus vor einige Probleme gestellt. Mit einem unglücklichen Tor haben wir trotzdem verloren. Cottbus spielt in einer anderen Liga und wir freuen uns auf das Rückspiel in Meuselwitz."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. August 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2017, 19:00 Uhr

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6 Kommentare

28.08.2017 12:29 Dieter 6

Zu 4.:

Mal eine Frage zur Regelkundebelehrung der "IG Schiedsrichter", die meint (sicherlich aus Cottbuser Sicht):
"Unsportliche Handspiele sind nicht strafbar."
Heißt das, der Schiedsrichter darf nur bei sportlichen Handspielen pfeifen?
Man lernt wirklich nie aus ...

28.08.2017 12:09 Fan Achim 5

IG Schiedsrichter Unsportliche Handspiele sind nicht strafbar...... Dann sind wohl sportliche Handspiele im Strafraum auch kein Elfmeter?

28.08.2017 08:45 IG Schiedsrichter 4

Was ist beim Tor strittig? Man sieht doch eindeutig, dass der ZFCer im Schatten näher zum Tor stand, also kein Abseits! Strittiger ist da die Gelb/Rote Karte. Würde ich nicht pfeifen. Grätscht in den Ball und kann das Handspiel nicht verhindern. Keine Absicht. Unsportliche Handspiele sind nicht strafbar. Kein Pfiff, keine Karte, weiterspielen.

27.08.2017 22:28 1903 3

Klar weil der Keeper auch mit zählt

27.08.2017 20:01 Rico 2

ZFC Trotzdem Top die Saison wird noch Spannend.

27.08.2017 16:58 Energie4ever 1

ES war eindeutig kein Abseits, 1 Meuselwitzer + Keeper standen näher zum Tor als Marc Stein. (Man achte auf den Übergange Sonne/Schatten, da sieht man das beim Schuss von Kruse aber ganz klar.