Fußball | Regionalliga : Marco Kurth und Zufriedenheit beim FCM
Der 1. FC Magdeburg hat am letzten Tag der aktuellen Transferperiode Marco Kurth verpflichtet. Er ist der vierte und damit vorläufig letzte Neuzugang des Regionalligisten und kann im Nachholspiel am Sonntag gegen Hertha BSC II mit auflaufen. Die anderen drei neuen Spieler sind Patrick Bärje, Velimir Jovanovic und Fabian Burdenski. Von "Blitztransfers" wollte Trainer Ronny Thielemann im MDR-Interview aber nicht sprechen.
Herr Thielemann, der FCM hat sein Transferfenster bereits geschlossen. Hätten Sie lieber noch einen Spieler mehr geholt?
Ronny Thielemann: "Nein, mit dem jetzigen Team bin ich absolut zufrieden. Wir hatten eine Prioritätenliste erstellt, auf der vier Spieler standen. Und genau diese Vier konnten wir verpflichten. In den Medien war teilweise von 'Blitztransfers' die Rede, aber das ist Quatsch. Wir haben die Leute länger beobachtet und nicht aus dem Bauch heraus entschieden."
Welche Funktion soll Marco Kurth übernehmen?
"Nach dem Weggang von Daniel Bauer ist im Team ein Vakuum entstanden. Daniel war bei uns ein Führungsspieler, der ein Spiel leiten und den Rhythmus der Mannschaft bestimmen konnte. Das war auch während des Spiels zu hören. Wir haben viele junge und engagierte Spieler, aber bei denen mangelt es an der nötigen Kommunikation auf dem Platz. Marco Kurth füllt die entstandene Lücke zu einhundert Prozent."
Das klingt, als ob er neben dem FCM-Trikot gleich noch die Kapitänsbinde bekommt …
"Nein, nein. Peter Hackenberg ist zwar noch recht jung, aber er hat sich in den vergangenen drei Monaten in das Amt reingefuchst und sich dabei bewährt. Das ist bei einem Verein wie dem FCM, mit den Fans und der großen Außenwirkung nicht einfach."
Wie lief aus Ihrer Sicht die Vorbereitung?
"Auch hier bin ich grundsätzlich zufrieden. Zu unserem Glück hat das Wetter mitgespielt, sodass wir unser geplantes Programm auch gut umsetzen konnten. Die Ergebnisse bei den Testspielen waren ebenfalls in Ordnung. Ich weiß, dass die Aussagekraft sehr begrenzt ist. Aber die Spiele haben Selbstvertrauen gegeben. Ich hoffe, dass wir das in die Punktspiele rübernehmen können."
Bis zum Punktspiel am Sonntag gegen Hertha II steht jetzt noch etwas Feinschliff an?
"Das geht nicht. Feinschliff bedeutet, dass wir an der Taktik herumfeilen. Aber die Plätze sind alle mit Schnee bedeckt. Da ist das nicht möglich. In den letzten Tagen müssen die Spieler bei einhundert Prozent gehalten werden."
Wenn Sie über Ihr Team und die Vorbereitung sprechen, klingen Sie fast schon euphorisch. Dann kommt am Sonntag in Berlin eigentlich nur ein Sieg infrage …
"Euphorisch? Nein. Euphorisch werde ich erst, wenn wir die ersten Spiele gewonnen haben. Und selbst dann kann sich das Blatt ganz schnell wieder wenden. Nimmt man die Tabellensituation, dann sind wir nicht nur gegen Hertha II, sondern gegen fast jede Mannschaft auswärts der Außenseiter. Ich selbst habe mir drei Ziele gestellt: Erstens, dass wir erfolgreicheren und schöneren Fußball spielen. Zweitens muss der erste Heimsieg her. Und drittens, dass wir eine stabilere Mannschaftsform bekommen. Bei letzterem Punkt bin ich sehr optimistisch, denn wir sind jetzt auf vielen Positionen mehrfach gleichwertig besetzt. Ich hoffe, dass die innere Konkurrenzsituation die Spieler eher beflügelt."
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FCM-Neuzugang Marco Kurth
... wurde im sachsen-anhaltinischen Eisleben geboren und ist 33 Jahre alt. Er bestritt für den VfB Leipzig, Erzgebirge Aue und Energie Cottbus 8 Erstliga-, 189 Zweitliga- sowie 102 Regionalligaspiele. Auf dem Platz ist er v.a. im defensiven Mittelfeld zu Hause.
