Fußball | Regionalliga Neugersdorf verpasst Überraschung knapp

10. Spieltag

Der FC Oberlausitz hat bei Union Fürstenwalde ein 2:2 und damit einen verdienten Punkt erkämpft. Angesichts seiner bisherigen "Auswärtsstärke" war der FCO als Außenseiter in die Partie gegangen. Doch das Team von Trainer Vragel da Silva zeigte eine starke Leistung und war seinem ersten Auswärtssieg seit Dezember 2016 zum Greifen nah.

Die Spieler vom FC Oberlausitz Neugersdorf bejubeln den Treffer zum 1:1
Paul-Georg Becker (Jubelszene aus dem Spiel gegen Cottbus) gehörte wieder zu den Aktivposten beim FCO. Bildrechte: Florian Richter

Die 454 Zuschauer sahen ein ausgesprochen ereignisreiches Spiel. Es gab zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten. Dabei war Neugersdorf in der ersten Halbzeit sogar einen Tick besser - obwohl die Lausitzer wegen diverser Ausfälle ohne echten Stürmer angetreten waren. Es haperte lediglich an der Effektivität. Sogar ein von Mietzelfeld herausgeholter Foulelfmeter wurde vergeben: Vachousek scheiterte am glänzend aufgelegten Union-Keeper Birnbaum (32.). Zuvor hatte der 38-jährige Tscheche mit einem Volleyschuss getroffen, das aber aus einer Abseitsposition heraus (10.). Nach Unions vom Spielverlauf her etwas überraschenden 1:0 (Krstic nach Querpass aus fünf Metern/40.) gelang Neugersdorf zumindest der sofortige Gegenschlag: Becker traf aus zwölf Metern ins Dreiangel (41.). Die Vorarbeit kam von sehr agilen Mietzelfeld.

Nach der Pause krönte Mietzelfeld nach einem abgewehrten Freistoß mit einem Schuss aus 16 Metern sogar das 2:1 (57.). Den Deckel machte Neugersdorf aber nicht auf das Spiel: Gerstmann scheiterte am Torhüter der Gastgeber (58.), Mietzelfeld lupfte den Ball zwar über den Keeper, aber auch über den Kasten (59.). Nachdem diese dicken Chancen zum 3:1 nicht verwertet wurden, trafen die nun deutlich aktiveren Gastgeber zum Ausgleich: Bei dem Freistoß aus 22 Metern zum 2:2 war nichts zu halten. In der Schlussphase hatte dann Fürstenwalde sogar die Möglichkeit zum Siegtreffer. Insofern musste und konnte Neugersdorf am Ende mit dem Remis zufrieden sein.

Trainerstimmen

Vragel da Silva (Neugersdorf): "Wir waren 90 Minuten gut im Spiel. Wir nahmen es in die Hand und spielten offensiv, obwohl wir ohne Stürmer antreten mussten. Meine Mannschaft hat Leidenschaft gezeigt. Einige Chancen hätten wir besser ausspielen müssen, um hier erfolgreich zu sein. Wenn das Selbstvertrauen angekratzt ist, bekommt man eben solche Tore wie letzte Woche den Fallrückzieher und heute diesen unhaltbaren Freistoß zum 2:2. Aber mit dem Punkt bin ich zufrieden, auch wenn mehr drin war."

Matthias Maucksch (Fürstenwalde): "Neugersdorf hat sehr viel Qualität im Kader. Bei uns war der Einsatzwille da. Gegen die Einstellung meiner Spieler gibt es nichts zu sagen. Wir haben aber viele Zweikämpfe an den Gegner abgegeben.  Das war unser großes Manko. Deshalb gab es viele gefährliche Situationen. Mit dem Punkt gegen einen starken Gegner bin ich trotzdem sehr zufrieden."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 03. Oktober 2017 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Oktober 2017, 16:54 Uhr

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