Halberstadt-Trainer Andreas Petersen
Halberstadt-Trainer Andreas Petersen Bildrechte: imago/Christian Schroedter

Fußball | Regionalliga Halberstadt mit löchriger Abwehr gegen Cottbus

6. Spieltag

Germania Halberstadt hat mit 0:5 (0:3) gegen Energie Cottbus verloren. Die Sachsen-Anhalter hatten dem weiterhin verlustpunktfreien Spitzenreiter am Sonntag kaum etwas entgegenzusetzen. Germania machte ein gutes Spiel, Cottbus war gnadenlos effizient. Eine löchrige Abwehr und die individuelle Klasse der Lausitzer waren ausschlaggebend für das Ergebnis.

von Felix Thiel und Bernd Waldow (Halberstadt)

Halberstadt-Trainer Andreas Petersen
Halberstadt-Trainer Andreas Petersen Bildrechte: imago/Christian Schroedter

Halberstadt couragiert - Cottbus gnadenlos effizient

Die 1.094 Zuschauer im Friedensstadion sahen einen schwungvollen Halberstädter Beginn. Auf der anderen Seite nutzte Cottbus seine erste Chance durch einen Linksschuss von Fabio Viteritti direkt zum 1:0 (11.). Obwohl sich in der Folge ein einseitiges Spiel entwickelte, hatte Germania die Chance zum Ausgleich. Eine Flanke von Patrick Twardzik wurde zum Torschuss und landete am Querbalken (16.). Im Gegenzug fiel bereits die Vorentscheidung, als Viteritti aus kurzer Distanz den Doppelpack schnürte.

Germania trat weiter couragiert auf, kam aber kaum noch in die gefährliche Zone. Stattdessen schloss Energie einen Konter über Felix Geisler zum 3:0 ab. Der 20-Jährige passte in die Schnittstelle auf Streli Mamba, der Schlussmann Paul Büchel keine Abwehrchance ließ (34.). Kurz darauf hatte Halberstadt etwas Glück, als Marcelo Freitas binnen weniger Sekunden zweimal das Aluminium traf.

Germania fightet - Mamba läuft heiß

Auch im zweiten Durchgang war Halberstadt nur selten in Ballbesitz, da Cottbus das Spielgerät zirkulieren ließ. Germania lief meistens hinterher, steckte aber zu keiner Zeit auf. Cottbus blieb spielbestimmend und schraubte Ergebnis in die Höhe. Zunächst traf Mamba, der inzwischen acht Saisontore auf seinem Konto hat, aus der Drehung zum 4:0 (70.). Sechs Minuten später passte der Stürmer zu Marcelo Freitas, der mit einem trockenen Linksschuss den Endstand erzielte.

Das sagten die Trainer

Claus-Dieter Wollitz (Cottbus): "Ich möchte mich zunächst für eine herzliche, absolut faire Atmosphäre bedanken, die wir in Halberstadt erleben durften. Das ist leider nicht selbstverständlich. Viele hegen Hass gegen Cottbus und lassen uns das spüren. Zum Spiel wird mancher sagen: drei Chancen, drei Tore. Entscheidend ist, wie wir die Tore herausgespielt haben. Spielerisch haben wir sehr viel umgesetzt. Und auch die Tore waren beileibe keine Zufallsprodukte. Ein Verein lebt von der Einstellung seiner Spieler. Heute hat jeder Spieler zu 100 Prozent Energie Cottbus verkörpert. Das zählt, macht mich stolz und deshalb bin ich zufrieden. Halberstadt muss allerdings nicht ängstlich sein. Sie werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben."

Claus-Dieter Wollitz
Claus-Dieter Wollitz Bildrechte: IMAGO

Andreas Petersen (Halberstadt): "Ich glaube, mancher hat sich gewundert, wie offen wir das Spiel die ersten 20 Minuten halten konnten. In der Tat haben wir selbstbewusst gesagt, einer muss der Erste sein, der Energie ärgert. Dass es hinten raus nicht aufgegangen ist, liegt zum einen daran, dass wir heute insgesamt schlecht verteidigt haben. Zum anderen ist es ein Beleg für die Qualität der Gastmannschaft. Sie sind auch der klare Favorit gewesen. Deshalb ist es kein Beinbruch. Gegner, mit denen wir uns messen, stehen uns dann in den nächsten Spielen gegenüber."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 10. September 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2017, 16:00 Uhr

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1 Kommentar

10.09.2017 19:24 Andreas 1

Holt die nagels zurück nach hbs!!! Die fehlen solche Typen