Tino Vogel
Bildrechte: IMAGO

Fußball | Regionalliga Vogel (Leipzig): "Abstand nach unten ausbauen"

Sein Herz gehört den Youngstern von RB Leipzig, doch nach der Winterpause beginnen für Tino Vogel die letzten Punktspiele unter seiner Regie. Der 46-Jährige muss Ende der Saison seinen Trainerstuhl räumen. Allerdings kein Hindernis für ihn, noch einen klaren Ausblick für die restlichen Partien abzugeben. Im Interview verrät er, wie die Punkte "von ganz alleine" kommen.

Tino Vogel
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Frage: Die Vorbereitung auf die Rückrunde läuft. Grund genug, einen kleinen Blick zurück zu werfen. Wie fällt da Ihre Bilanz aus? Was klappte gut? Wo gab es noch Reserven?

Tino Vogel: "Wir sind anfangs schwer in die Saison gekommen und die vielen jungen Spieler, die teilweise noch bei den A-Junioren spielen könnten, mussten sich erst einmal an die Regionalliga gewöhnen. Das hat die Mannschaft aber mehr und mehr verinnerlicht. Gerade in der zweiten Hälfte der Hinrunde haben wir gezeigt, dass wir guten Fußball spielen und gleichzeitig punkten können."

Welche Wünsche mit Blick auf Neuzugänge konnte Ihnen der Verein erfüllen?

"Bei einer U23 geht es vor allem um die Entwicklung der Spieler und darum, eigene Talente zu fordern und zu fördern. Daher stellte sich für uns die Frage nach externen Neuzugängen gar nicht, denn wir wollen die Spieler, die wir haben, besser machen."

Welchen Spieler hätten Sie gern noch verpflichtet?

"Siehe oben."

Wie lief die Vorbereitung? Blieb die Mannschaft von Verletzungen verschont?

"Das wichtigste war, dass wir verletzungsfrei geblieben sind. Zudem standen wir in den Testspielen vor allem defensiv sehr stabil, was die Basis ist, um unseren temporeichen Offensivfußball erfolgreich spielen zu können. Alles in allem haben wir eine gute Vorbereitung hinter uns und trotz der teilweise hohen Belastungen ordentliche Testspiele absolviert."

Wo sehen Sie Ihr Team am Ende der Saison?

"Uns geht es darum, an das letzte Drittel der Hinserie anzuknüpfen, uns spielerisch weiterzuentwickeln und als Konsequenz stabiler zu werden, was für eine U23-Mannschaft nicht immer ganz einfach ist. Wenn wir aber so weiter arbeiten wie zuletzt, kommen die Punkte von ganz alleine."

Wer qualifiziert sich für die Aufstiegsspiele?

"Ich denke, dass Jena, Zwickau und Nordhausen die Meisterschaft unter sich ausmachen werden."

Wer wird bis zum Schluss gegen den Abstieg kämpfen?

"Wir hoffen natürlich, dass wir damit nichts zu tun haben werden. Daher werden wir von Anfang an Gas geben, um den Abstand nach unten mindestens zu halten, wenn nicht sogar auszubauen."

Was ist Ihr größter Wunsch für die Rückrunde?

"Dass wir die Stabilität in unserer Defensive, die wir in der Vorbereitung gezeigt haben, weiter auf den Platz bringen und weniger Gegentore hinnehmen müssen. Außerdem erhoffe ich mir auch weiterhin, dass wir die nötige Robustheit an den Tag legen, um sich im Regionalliga-Fußball durchzusetzen. Dann werden wir als Team auch weitere Entwicklungsschritte gehen und dementsprechend Punkte einfahren."

Zuletzt aktualisiert: 02. Februar 2016, 08:33 Uhr

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2 Kommentare

02.02.2016 19:07 HUKL 2

Man sieht, dass er die Qualitäten seines berühmten Vaters, der u.a. als langjähriger DDR- Nationalspieler gleichzeitig Oberligarekordhalter für die meisten Einsätze war, übernommen hat. Nichts war in diesem Gespräch von einer gewissen Enttäuschung durch das Ausbleiben seiner eigentlich zu erwarteten Vertragsverlängerung bei „RaBa“ Leipzig zu hören, die er sich allein aus Dankbarkeit für seine Treue zu seinem namentlich nur schwer begründbaren Verein seit der selten vorkommenden sowie ungewöhnlichen Geburt am Leipziger Stadtrand im Jahre 2009 verdient gehabt hätte! Das nötigt viel Respekt ab! Wie kaum ein anderer Übungsleiter bekommt er bekanntlich Woche für Woche von "unten" und "oben" immer wieder verschiedene Spieler zugewiesen, die von ihm in der jeweils kurzen Spielzeit möglichst erfolgreich zu integrieren sind......

02.02.2016 15:50 Poldi 1

Schade er arbeitet absolut seriös und macht einen guten Job . Hoffe er bleibt der Regionalliga erhalten .