Regionalliga

Fußball | Landespokal : CFC-Doppelschlag sorgt für Lok-K.o.

Die großen Überraschungen sind am Sonntag im Sachsenpokal ausgeblieben. In Leipzig roch es im Achtelfinale zumindest eine Weile danach, doch am Ende setzte sich Drittligist Chemnitzer FC mit einem Doppelschlag gegen Lok Leipzig doch noch durch. Viel weniger Probleme hatte der FSV Zwickau. Der Regionalligist führte bei Oberligist Bautzen bereits zur Pause klar. Im Nachholer aus der 3. Runde setzte sich Markranstädt gegen Leipzig Leutzsch 4:2 durch.

Pokalverteidiger Chemnitzer FC steht im Sachsenpokal-Viertelfinale. Der Drittligist gewann am Sonntag knapp, aber verdient mit 2:1 beim Regionalligisten Lok Leipzig.

Ex-Chemnitzer trifft für Lok

Der Treffer zum 1:1 durch Florian Hörnig (2.v.re.). Leipzigs Torhüter Christopher Gäng kann den Treffer nicht abwehren.
Der Treffer zum 1:1 durch Hörnig (2.v.re.). Leipzigs Torhüter Gäng ist chancenlos.

Lok-Trainer Rose überraschte mit taktischen Schachzügen. Kittler räumte erstmals vor der Abwehr ab und Bachmann rückte von der rechten Abwehrseite ins Mittelfeld vor. Die Umstellungen fruchteten sofort: Bachmann bediente schon nach 180 Sekunden Rolleder. Der bisher torlose Stürmer – der bis 2006 für den CFC stürmte - schob die Kugel aus zehn Metern platziert ins lange Eck. 1:0 – ein Traumstart für Lok. Favorit Chemnitz wirkte unbeeindruckt und  hatte in der zehnten Minute die große Chance zum 1:1. Nach einem Chaos in der Lok-Abwehr landete ein abgewehrter Schuss direkt vor den Füßen von Le Beau, der Abwehrspieler schoss aus Nahdistanz aber kläglich am Tor vorbei. Danach blieb der CFC optisch einen Tick besser, kam aber nicht zu torgefährlichen Szenen. Lok stand in der Defensive sicher und wirkte motiviert bis in die Zehenspitzen. Chemnitz fiel gegen die kampf- und laufstarken Gastgeber wenig ein. Die meisten Angriffe verpufften schon vor dem Strafraum. Gefährlich wurde es nur in der 42. Minute als Jansen den Ball nach einem weiten Einwurf über den Kopf rollen ließ und Gäng zu einer Glanzparade zwang.

CFC nach der Pause bissiger

Trainer Marco Rose
Trainer Marco Rose ärgerten die leichten Gegentore.

Die erste gute Aktion nach der Pause gehörte Lok. Seifert düpierte zwei Chemnitzer und bediente dann Engler. Der knallharte Schuss des Stürmers rauschte rechts am Pfosten vorbei. Danach kam Chemnitz. Hörnig köpfte die Kugel nach einer Pfeffer-Ecke an die Querlatte (56.). Drei Minuten später stand er dann wieder goldrichtig und hatte mehr Glück. Als Fink den Pfosten traf, landete der Abpraller vor Hörnigs Füßen, der mühelos ins Eck schob. Lok ließ kurz die Köpfe hängen und der CFC legte nach. Der quirlige Fink traf nach starker Vorarbeit von Kegel von der Strafraumgrenze zum 2:1 (68.). Leipzig musste jetzt kommen und Chemnitz konterte. Dabei hatte Fink die Vorentscheidung auf dem Fuß, schoss aber nahezu unbedrängt aus 14 Metern vorbei. Die größte Ausgleichschance für die beherzt kämpfenden Leipziger hatte der eingewechselte Schulz. Er schoss den Ball neun Minuten vor dem Ende aber direkt in die Arme von Pentke. "Wir haben gefightet, das Spiel lange offen gehalten und alles probiert. Wenn wir das 1:0 noch etwas länger gehalten hätten, wäre absolut etwas drin gewesen. Leider haben wir die Gegentore relativ leichtfertig hergeschenkt", sagte Lok-Trainer Rose. CFC-Coach Gerd Schädlich schmeckte die erste Halbzeit seiner Elf gar nicht, dafür lobte er das Auftreten in den zweiten 45 Minuten: "Wir wurden erst in der zweiten Halbzeit besser und haben das Spiel verdient gedreht. Kompliment an Lok. Ich bin froh, dass wir gegen einen starken Gegner gewonnen haben."

Zwickau schießt Bautzen ab

Jubel nach dem 0:1: Sebastian Doro (rechts, Zwickau) beglückwünscht den Torschützen Philipp Röhr
Jubel nach dem 0:1: Sebastian Doro (rechts, Zwickau) beglückwünscht den Torschützen Philipp Röhr.

Im zweiten Achtelfinalspiel am Sonntag ging es weniger dramatisch zu: Der FSV Zwickau setzte sich gleich mit 6:0 bei Budissa Bautzen durch und steht im Viertelfinale. Beim Oberliga-Sechsten war der Regionalliga-Aufsteiger zunächst vor allem über die rechte Seite nicht zu stoppen. Schon nach 45 Minuten war alles klar: Röhr (23.), Baumann (29.), Doro (35.) und Eggert (40.) hatten getroffen. Vor 648 Zuschauern war der FSV auch danach für Budissa zwei Nummern zu groß. Ullmann in der 52. und Eggert in der 68. Minute erhöhten weiter. Erst in der 69. Minute hatte Bautzen die erste Torchance. Budissa-Trainer Damian Halata war entsprechend sauer: "Ich bin maßlos enttäuscht", sagte er auf der Pressekonferenz, stand sofort wieder auf und verschwand.

Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2012, 16:40 Uhr

33. LokFan:
merkt ihr eigentlich, dass solches geblubbert nur dazu führt, dass sich immer mehr leute von LOK abwenden oder wie erklärt ihr euch, dass gegen jena und chemnitz nur ca. 2500 LOK-fans da waren. das sind die gleichen, die auch schon in der 11. liga da waren, der harte kern eben. man wird sich damit abfinden müssen, dass LOK zuschauertechnisch nicht mehr vorankommen, sondern eher weiter absacken wird und dieses gejammer, dass zu immer mehr kopfschütteln im neutralen leipzig führt, trägt dazu auch noch bei. VOLLKOMMEN BEHÄMMERT!!!
16.10.2012
21:34 Uhr
32. martinski:
lacht nur, ihr operettenfans über den fcl. dort wird ehrliche arbeit geleistet mit wenig geld. das zahlt sich irgendwann aus. zu lok gehen nämlich nicht nur schläger, es sind etliche akademiker unter ihnen... noch etwas "rb-fans": solltet ihr das aufstiegsziel nicht erreichen, [...] [missverständliche Formulierung gelöscht - MDR.DE_Redaktion]
15.10.2012
18:47 Uhr
31. salziger:
@ 28. Nicht Leipziger: Das du wieder deinen Dreier dazugeben musst war ja klar. Im Gegensatz zu dir gebe ich aber Kommentare zum Thema ab wenn ich anderer Meinung bin als Andere. Du kritisierst nur andere Kommentatoren unsachlich mit Worten, die völlig am Thema vorbeigehen. Wieso meinst du eigentlich, dass die Kommentare hier Leute zum lachen bringen sollen??? Geh zur Lachmesse! Hier sollen Leute kommentieren, auch wenn sie anderer Meinung sind. Nicht lachen!
15.10.2012
18:27 Uhr
30. Max:
@Neutraler/@Kai Natürlich macht das kein Sponsor aus Großzügigkeit, aber Schalke heißt nicht Gazprom Schalke usw. Das ist doch der Punkt, der Verein bleibt der Verein (wer auch immer das sagen hat). In Leipzig heißt der Verein RB (jaja...Rasenballsport bla bla). Aber egal. In der untersten Liga anzufangen mit x-viel Geld ist meiner Meinung legitim. Die Vereine die da spielen müssen mit sowas rechnen. Aber doch keine Oberligisten die (teilweise) finanzielle Risiken auf sich nehmen um in die Regionalliga aufzusteigen. Und zum Thema Zentralstadion...ist mir sowas von egal. Ich bin Zwickau-Fan und da haben wir genug Probleme mit unseren eigenen Stadion ;)
15.10.2012
16:09 Uhr
29. bsg_motor:
@20Simon: Man könnte meinen, dass die Mannschaft gegen den Trainer gespielt hat. Das Highlight war aber die Pressekonferenz. Nachzuhören auf der Budissa-Homepage. Hossi hat gezeigt, was in Bz machbar ist, Baron und wahrscheinlich auch Halata sind gescheitert. 7 Trainer(Hentschel, Rau, Hammermüller, Hoßmang, Baron, Halata und dazwischen immer wieder Rettig als Interimstrainer) in 8 Jahren Oberliga, was soll da auch werden...
15.10.2012
15:31 Uhr
28. Nicht Leipziger:
@ Salziger, gib doch bitte in Zukunft nur noch zu Sachen, von denen du Ahnung hast, deine Kommentare ab. Soll heißen, schreib was über Kartoffeln, und halte sonst einfach den Mund. Keiner wird dich vermissen. Deine Kommentare taugen ja nicht mal mehr zum Lachen, sie sind einfach nur schwachsinnig.
15.10.2012
15:14 Uhr
27. graimskrull:
Und die Hälfte der 8000 sind verschenkte Freikarten... Und wieviele der 12000 beim Derby gar keine Lokis waren, sondern nur RB verlieren sehn wollten weis auch keiner. Mir ist Lok jedenfalls 10x, ach was, 100x lieber als das Konstrukt. Und im Gegensatz zu RB hatt Lok in den letzten Jahren meistens die Saisonziele erreicht ;) Wieso sollten die also nicht mehr angesagt sein? Klar kann RB noch keine Tradition haben, aber die muss man sich erarbeiten-> man kann sie nicht erkaufen!
15.10.2012
14:31 Uhr
26. Fan:
@Nur der HFC: Natürlich ist Lok nicht mehr angesagt, es rennen alle zu RB. Am billigsten ist ja das Eventfan-Gerede, was die Lok Fans immer wieder gegen RB verwenden: Aber in Wahrheit hat LOK viel mehr Eventis als RBL, das beweisen die Zahlen doch genau: Beim Stadtderby waren die Verhältnisse etwa 55:45 für LOK. 12.000 Lokis gegen RB, 2000 gegen Chemnitz und in der Regionalliga. Bei RB auch etwas mehr als 10.000 im Derby, und knapp 8.000 in der Liga gegen Teams wie Meuselwitz oder Halberstadt. Keiner will Lok mehr sehen, dass beweisen Zahlen und dass das einige Lokis immernoch nicht eingesehen haben...
15.10.2012
13:54 Uhr
25. Nur der HFC:
@ ce,also ich finde die Zuschauerzahl schwach,als Kultverein in einer großen Stadt kann man etwas mehr erwarten,oder sind die Lokis gar nicht so angesagt in Leipzig wie sie sich es immer einreden?
15.10.2012
12:28 Uhr
24. salziger:
Nich ein Loki schreibt hier etwas wegen RB. Stattdessen kommen alle RBÖer aus den Löchern und geben ihren Dreier wegen dem Ausscheiden von Lok im Pokal dazu. Kümmert euch doch um euren eigenen Brauseladen! Glückwunsch nach Leipzig zu einem guten Spiel gegen den CFC und viel Glück im Punktekampf am Samstag.
15.10.2012
11:45 Uhr

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