Fußball | Landespokal : CFC-Doppelschlag sorgt für Lok-K.o.
Die großen Überraschungen sind am Sonntag im Sachsenpokal ausgeblieben. In Leipzig roch es im Achtelfinale zumindest eine Weile danach, doch am Ende setzte sich Drittligist Chemnitzer FC mit einem Doppelschlag gegen Lok Leipzig doch noch durch. Viel weniger Probleme hatte der FSV Zwickau. Der Regionalligist führte bei Oberligist Bautzen bereits zur Pause klar. Im Nachholer aus der 3. Runde setzte sich Markranstädt gegen Leipzig Leutzsch 4:2 durch.
Pokalverteidiger Chemnitzer FC steht im Sachsenpokal-Viertelfinale. Der Drittligist gewann am Sonntag knapp, aber verdient mit 2:1 beim Regionalligisten Lok Leipzig.
Ex-Chemnitzer trifft für Lok
Lok-Trainer Rose überraschte mit taktischen Schachzügen. Kittler räumte erstmals vor der Abwehr ab und Bachmann rückte von der rechten Abwehrseite ins Mittelfeld vor. Die Umstellungen fruchteten sofort: Bachmann bediente schon nach 180 Sekunden Rolleder. Der bisher torlose Stürmer – der bis 2006 für den CFC stürmte - schob die Kugel aus zehn Metern platziert ins lange Eck. 1:0 – ein Traumstart für Lok. Favorit Chemnitz wirkte unbeeindruckt und hatte in der zehnten Minute die große Chance zum 1:1. Nach einem Chaos in der Lok-Abwehr landete ein abgewehrter Schuss direkt vor den Füßen von Le Beau, der Abwehrspieler schoss aus Nahdistanz aber kläglich am Tor vorbei. Danach blieb der CFC optisch einen Tick besser, kam aber nicht zu torgefährlichen Szenen. Lok stand in der Defensive sicher und wirkte motiviert bis in die Zehenspitzen. Chemnitz fiel gegen die kampf- und laufstarken Gastgeber wenig ein. Die meisten Angriffe verpufften schon vor dem Strafraum. Gefährlich wurde es nur in der 42. Minute als Jansen den Ball nach einem weiten Einwurf über den Kopf rollen ließ und Gäng zu einer Glanzparade zwang.
CFC nach der Pause bissiger
Die erste gute Aktion nach der Pause gehörte Lok. Seifert düpierte zwei Chemnitzer und bediente dann Engler. Der knallharte Schuss des Stürmers rauschte rechts am Pfosten vorbei. Danach kam Chemnitz. Hörnig köpfte die Kugel nach einer Pfeffer-Ecke an die Querlatte (56.). Drei Minuten später stand er dann wieder goldrichtig und hatte mehr Glück. Als Fink den Pfosten traf, landete der Abpraller vor Hörnigs Füßen, der mühelos ins Eck schob. Lok ließ kurz die Köpfe hängen und der CFC legte nach. Der quirlige Fink traf nach starker Vorarbeit von Kegel von der Strafraumgrenze zum 2:1 (68.). Leipzig musste jetzt kommen und Chemnitz konterte. Dabei hatte Fink die Vorentscheidung auf dem Fuß, schoss aber nahezu unbedrängt aus 14 Metern vorbei. Die größte Ausgleichschance für die beherzt kämpfenden Leipziger hatte der eingewechselte Schulz. Er schoss den Ball neun Minuten vor dem Ende aber direkt in die Arme von Pentke. "Wir haben gefightet, das Spiel lange offen gehalten und alles probiert. Wenn wir das 1:0 noch etwas länger gehalten hätten, wäre absolut etwas drin gewesen. Leider haben wir die Gegentore relativ leichtfertig hergeschenkt", sagte Lok-Trainer Rose. CFC-Coach Gerd Schädlich schmeckte die erste Halbzeit seiner Elf gar nicht, dafür lobte er das Auftreten in den zweiten 45 Minuten: "Wir wurden erst in der zweiten Halbzeit besser und haben das Spiel verdient gedreht. Kompliment an Lok. Ich bin froh, dass wir gegen einen starken Gegner gewonnen haben."
Zwickau schießt Bautzen ab
Im zweiten Achtelfinalspiel am Sonntag ging es weniger dramatisch zu: Der FSV Zwickau setzte sich gleich mit 6:0 bei Budissa Bautzen durch und steht im Viertelfinale. Beim Oberliga-Sechsten war der Regionalliga-Aufsteiger zunächst vor allem über die rechte Seite nicht zu stoppen. Schon nach 45 Minuten war alles klar: Röhr (23.), Baumann (29.), Doro (35.) und Eggert (40.) hatten getroffen. Vor 648 Zuschauern war der FSV auch danach für Budissa zwei Nummern zu groß. Ullmann in der 52. und Eggert in der 68. Minute erhöhten weiter. Erst in der 69. Minute hatte Bautzen die erste Torchance. Budissa-Trainer Damian Halata war entsprechend sauer: "Ich bin maßlos enttäuscht", sagte er auf der Pressekonferenz, stand sofort wieder auf und verschwand.
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